Frage von hab2von, 32

Herbsetzung der Altersgrenze für Kindergeld nochmals auf dem Prüfstand

Eltern haben vielleicht noch eine Chance- das Herabsetzen der Altersgrenze um zwei Jahre auf 25 für Kindergeld und Freibeträge soll nocmals vom BVG entschieden werden auf die Zulässigkeit. Also vorsichtshalber Einspruch einlegen gegen Kindergeld /EK-Bescheid. Und auf das Verfahren hinweisen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Fragfreund,

Normalerweise sollte die Kindergeldgrenze auf 21 Jahre herabgesetzt werden. Wer mit 21 seine Ausbildung noch nicht abgeschlossen hat, muß diese eben selbst weiter finanzieren. Schließlich finanzieren wir alle die Söhne und Töchter der Herren Akademiker, damit diese noch während des Studiums ihrer Sprößlinge Kindergeld bekommen. Zumindest sollte das Kindergeld vom Einkommen der Eltern abhängig gemacht werden. So ist genau das Gegentei der Fall. Der Millionär bekommt durch die Gegenrechnung mit dem Steuerfreibetrag mehr Kindergeld, als der Geringverdiener. Es sei den, der arme Millionär drückt seine Steuerschuld durch "Investitionen" usw. auf Null.

Kommentar von EnnoBecker ,

Absolut richtig.

Ich halte es auch für falsch, immer die Leute bluten zu lassen, die es eben mal auf einen Ast geschafft haben, der nicht gleich abbricht.

Ich musste für mich selbst sorgen, seit ich 16 war - heute soll ich meine fast 30 Jahre alten Kinder mit durchschleppen. Und danach meine siechen Eltern.

Bei den Eltern habe ich ja noch ein hinreichendes Verständnis. Aber warum können die Blagen sich nicht selbst ernähren?

Antwort
von Steueranwalt, 32

Die vom BFH bisher angenommene Verfassungsmäßigkeit der Herabsetzung der Altersgrenze für Kindergeld von 27 auf 25 Jahre wird derzeit in einem neuen Verfassungsbeschwerdeverfahren vom Bundesverfassungsgericht überprüft: Az.: 2 BvR 646/14. Das frühere BVerfG-Verfahren 2 BvR 2875/10 war nur durch eine 3er Kammer des BVerfG ohne jede Begründung abgelehnt worden. Es besteht daher eine neue reelle Chance, zumindest die rückwirkende Anwendung auf laufende Ausbildungen zu kippen. Jeder Betroffene sollte auf das neue BVerfG-Verfahren hinweisen und hierdurch das ggf. von ihm eingeleitete Verfahren durch Antrag auf gesetzliche Verfahrensruhe (wenn noch bei Behörde) oder Antrag auf Aussetzung des Verfahrens (wenn schon bei Gericht) weiter offenhalten, bis das BVerfG entschieden hat.

Antwort
von topspin,

das sollte wohl ein Tip sein? Guter Tip, aber falsch positioniert, stell es doch nochmals neu ein unter Tipps.

Kommentar von Fragfreund ,

Zumindest sollte man auch die Quelle dieser Info anführen.

Ich hoffe eigentlich nicht, dass das BVG noch Leute belohnen will, die es mit 25 Jahren noch nicht geschafft haben, ihren Bachelor (oder vergleichbares) abzuschließen. Und wenn jemand noch unbedingt den Master oder vergleichbares 2. Staatsexamen machen will oder muß (Jura,Lehramt), hat er der Gesellschaft ja schon lange genug auf der Tasche gelegen um die weiteren 2 Jahre selbst zu finanzieren. Ein wenig (körperlich) arbeiten kann nach 25 Jahren Nichtstun auch nicht schaden.

Kommentar von Lohnverrechnung ,

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