Frage von rolli186,

Heirat mit amerikanischer Staatsbürgerin

Guten abend zusammen. Ich möchte zu der im Titel gestellten Frage folgendes wissen: Ein Kollege hat im März eine amerikanische Staatsbürgerin geheiratet, welche beim US-Militär in Süddeutschland beschäftigt ist. Wie verhält es sich mit einem Steuerklassenwechsel für meinen Kollegen, von bisher Kl I zu Kl III. Bei einem Wechsel der St_Kln würde er etwa 250,00 € brutto mehr verdienen. Gibt es irgendwelche Berücksichtigungen, weil seine jetzige Frau bei den US-Streitkräften beschäftigt ist? Für baldige Beantwortung bedanke ich mich im Voraus. MfG aus Köln rolli

Antwort
von barmer,

Hallo,

bei einem Steuerklassenwechsel verdient man nicht mehr, sondern ändert nur seinen Vorschuss an Vater Staat.

Wenn seine Frau bisher auch I hatte, muss sie auf V wechseln.

Sie müssen eine Einkommensteuereklärung machen, auch, wenn sie bisher amerikanische Steuer gezahlt hat.

Viel Glück

Barmer

Kommentar von EnnoBecker ,

Das habe ich nicht verstanden.

Antwort
von EnnoBecker,

Ja, hm....

Für eine Ehegattenvranlagung (und damit auch die Lohnsteuerklasse bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit) müssen die Ehegatten nicht nur miteinander verheiratet sein, sondern es müssen auch beide in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig sein.

Das dürfte bei der Ehefrau aller Wahrscheinlichkeit nicht der Fall sein.

Kommentar von Mikkey ,

Wurde das in den letzten Jahren geändert?

Ich müsste mich schwer irren, aber ich bin eigentlich ziemlich sicher, dass ich seinerzeit mit Heiratsurkunde und Steuerkarte zum Finanzamt marschiert bin, um dort die StKl III eintragen zu lassen - und die haben das auch noch gemacht. Das war über einen Monat bevor meine Frau das erstemal nach D kam.

Kommentar von SafePirat ,

EB hat recht, ich habe so einen Fall auch schon 1-2 Mal gehabt. Angehörige, die unter NATO-Truppenstatus fallen, sind nach Auffassung der deutschen Finanzverwaltung in Deutschland nur beschränkt steuerpflichtig. Somit geht grundsätzlich hier kein Zusammenveranlagung. EU-Fall (§1a EStG) kommt hier nicht zum Tragen, da die Frau US-Bürgerin ist. Bleibt nur noch der Antrag auf unbeschr. Stpfl. nach § 1 Abs. 3 EStG, dafür müsste aber die Ehefrau auch überwiegend (90%) Ihrer Einkünfte in Deutschland versteuern müssen. Dies ist aber nicht der Fall, da sie als Angehöriger der US-Army Ihren Sold in den USA versteuert.

Kommentar von EnnoBecker ,

Bleibt nur noch der Antrag auf unbeschr. Stpfl. nach § 1 Abs. 3 EStG

Leider ist es viel schlimmer:

§ 26 (1) Nr. 1: "beide unbeschränkt einkommensteuerpflichtig im Sinne des § 1 Absatz 1 oder 2 oder des § 1a sind"

§ 1 (3) reicht also nicht aus.

da sie als Angehöriger der US-Army Ihren Sold in den USA versteuert.

Eher als US Resident.

Kommentar von EnnoBecker ,

Wurde das in den letzten Jahren geändert?

Keine Ahnung, ich mach den Steuerquatsch ja erst seit 20 Jahren. Seitdem steht § 26 (1) Nr. 1 aber so da.

Kommentar von Mikkey ,

Ist ja bei mir erst 8 Jahre her

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten