Frage von digger,

Hedgefonds verbieten?

Michael Sommer, bekanntlich Chef des DGB fordert die Politik auf Hedgefonds und Leerverkaeufe in Deutschland zu verbieten. Haben wir das nicht alles schon durchgekaut, was bezweckt Herr Sommer damit?

Hilfreichste Antwort von Rat2010,
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Elisabeth (für freunde Liesschen) Müller stellt es sich so vor, dass man einfach etwas verbieten kann und damit wäre das Problem, das die auslösen auch weg.

Politiker wie Gewerkschaftsbosse wissen es entweder selbst nicht besser oder sie schauen dem Volk (oder ihren Genossen) auf's Maul und machen Vorschläge.

Bevor so etwas dann aber Gesetz wird, kommen auch ein paar Leute zu Wort, die Ahnung haben. Deshalb sollte man ganz einfach vergessen, wenn Sachen verkündet werden, die so ganz einfach unmöglich sind.

Er bezweckt damit Beifall. Vielleicht auch eine Diskussion über die erforderliche weltweite stärkere Reglementierung der Finanzmärkte, um etwas wie die durch die zu geringe Reglementierung ausgelöste Sub-Prime-Krise in Zukunft zu verhindern. Vielleicht geht es ihm aber doch nur um den Beifall und die Presse.

Antwort von Default,
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Herr Sommer ist mit Verlaub ein Traumtänzer.

Hedegefonds kann man nicht selektiv in Deutschland verbieten.

Die Tatsache, daß Hedgefonds in Deutschland seit 2004 erlaubt sind, bezieht sich lediglich auf die Möglichkeit für Privatleute sich Hedgefondsanteile zu kaufen - daß war ihnen bis dahin untersagt bzw. nicht möglich.

Aber die Vorstellung Herr Sommers, daß man Hegefonds verbieten könnte in Deutschland aktiv zu werden, d.h. hier Geld zu investieren, das geht nicht.

Wie sollte man auch kontrollieren, ob ein Investor, der Anteile (Aktien) eines Deutschen Unternehmens erwirbt, eine "böser" Hedgefonds" oder evtl. ein "guter" Investmentfonds ist?

Herr Sommer ist entweder ein übler Populist oder hat einfach keine Ahnung von dem was er sagt - sagt es aber trotzdem, was wieder auf Populismus hinaus läuft.

Zu Leerverkäufen: Die könnte man auch regional verbieten. Macht aber IMHO keinen Sinn. Leerverkäufe sind nicht so schädlich, wie gemeinhin angenommen wird. Als ob nach einem Verbot von Leerverkäufen die Märkte nur noch eine Richtung (nach oben) kennen würden.

Antwort von billy,
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Durchgekaut schon aber passiert ist bislang noch nichts. Deutschland steht international gesehen immer noch auf der Bremse was Finanzmarktregulierung angeht. Selbst die USA und die Briten die vor der Krise ihre Finanzmärkte quasi sich selbst überlassen hatten, haben mittlerweile Gesetze erlassen und umgesetzt und damit den Banken und Finanzhaien Zügel angelegt. Die Anzahl der Leerverkäufe ließe sich über eine Transaktionssteuer beeinflussen und lenken und der Staat hätte eine Einnahmequelle die er so dringend bräuchte. Zudem würden Banken und andere Finanzinvestoren an der Überwindung der Folgen der Finanzkrise beteiligt.

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