Frage von diegaeck,

Hausverkauf an Tochter

Weiß jemand, wie sich das verhält : Wenn ich mein Haus an meine Tochter verkaufe und in Miete wohne, müßte im Falle das ich ein Altersheim in Anspruch nehmen muß und ich außer meiner Rente nichts mehr hätte (auch kein Geld mehr aus dem Hausverkauf), meine Tochter für die Mehrkosten die im Altersheim entstehen (Differenz Kosten und Rente) aufkommen ?? oder übernimmt die Mehrkosten das Sozialamt ???. Grundsätzlich : Kann meine Tochter aufgrund des Hauskaufs in Anspruch genommen werden ????

Antwort
von traderjoes,

Generell müssen Kinder für Pflege ihrer Eltern zahlen, wenn deren eigenes Vermögen nicht ausreicht. Der Staat wendet sich dann über das Sozialamt an die Kinder.

Natürlich wird aber sogenanntes "Schonvermögen" der Kinder akzeptiert. Eine selbstgenutze Immobilie wird häufig als Schonvermögen anerkannt, wenn diese der Lebenssiuation des Kindes angemessen erscheint. Ist dies der Fall, müsste das Haus dann nicht verkauft werden, entsprechende Mietzahlungen würden aber u.U. zugerechnet.

Antwort
von alfalfa,

Nun, schauen wir doch mal ins Gesetz. § 1601 BGB ist da eindeutig und regelt die Unterhaltspflicht von Angehörigen. Also wenn Dein Vermögen und Deine Rente nicht ausreicht, um die Kosten für das Altersheim zu finanzieren, so springt das Sozialamt ersteinmal ein und wird versuchen diese Kosten bei Deinen Kindern wiederzuholen. Und dabei wird sicherlich geprüft werden wie die Einkommensverhältnisse sind, wie und wann das Vermögen übertragen wurde etc.

Es kann dabei herauskommen, das die Gestaltung der Vermögensübertragung (Verkauf oder Schenkung) als Gestaltungsmisbrauch ausgelegt wird und dann reden wir über den Straftatbestand des Sozialversicherungsbetrugs. Insgesamt eine recht heftige deliktische Angelegenheit - und zu Recht! Denn warum soll die Geneinschaft solche " Tricks" finanzieren?

Es gibt einen galanteren Weg das Problem zu lösen. Es nennt sich Pflegeversicherung! Die finanziert Dir auch diese Lücke, doch ohne das Sozialamt. Erkundige Dich mal umfassend bei einem Versicherungsmakler über die Gestaltungsmöglichkeiten.

Antwort
von Privatier59,

Da steht jetzt etwas Ungeschriebenes hinter Deinen Fragen. Ich versuche das mal zu erraten: Das Haus soll verkauft werden, der Kaufpreis aber garnicht erst gezahlt werden bzw. dann ebenso schnell wie spurlos verschwinden und es soll so ermöglicht werden das Haus zu retten. Gleichzeitig aber soll die Tochter vor der Inanspruchnahme durch die Behörden geschützt werden.

Wenn ich da richtig liege, dann warne ich vor solchen Tricks: Es gibt in Deutschland kein Bankgeheimnis mehr und auch international ist das ganz mächtig auf dem Rückzug. Wenn man solche Dinge plant, dann ist es äußerst schwierig, das geheim zu halten. Natürlich könnte man das Geld in bar abheben. Allerdings was soll man dann mit einer so großen Bargeldsumme tun? Es gibt Geldwäschevorschriften die es schwierig machen große Bargeldsummen wieder in den Wirtschaftskreislauf einzuführen. Manipulationen sind da nur mit äußerstem Aufwand möglich.

Wenn natürlich die Sache "sauber" abläuft, d.h., das Haus zum Marktwert an die Tochter verkauft , der Kaufpreis tatsächlich und nachweisbar gezahlt wird und dieses Geld dann verbraucht wird, dann kann die Tochter natürlich nicht in Anspruch genommen werden aus dem Gesichtspunkt der Schenkung und der nachfolgenden Verarmung des Schenker, denn es gibt keine Schenkung.

Allerdings gibt es für Unterhaltsansprüche ja noch ganz andere, nämlich familienrechtliche, Anspruchsgrundlagen und die lassen sich so auf die beschriebene Weise nicht umgehen.

Antwort
von blnsteglitz,

das ist so einfach nicht zu beantworten......

Das Sozialamt würde im Fall der Fälle die Frage stellen:

Wo ist das Geld aus dem Verkauf geblieben? Wenn du es im Vollbesitz deiner geistigen und körperlichen Kräfte/Säfte für eine Weltreise ausgibst (du kannst ja nicht wissen, dass du demnächst (?) in ein Pflegeheim musst) - dann ist das Geld futsch!!!! Wenn deine Tochter nicht in der Lage ist sich an den Unterhaltskosten zu beteiligen- zahlt natürlich der Sozialhilfeträger.

http://www.elternunterhalt.org/

Verschenkst du das Geld aus dem Hausverkauf- sieht es anders aus. Die Schenkung muss dann zurückgefordert werden. (BGB § 528)

Wichtig: Verkaufe das Haus ja nicht unter Wert- das sieht das Sozialamt garnicht gern und schaut dann nicht 2x sondern 6x hin.......

Antwort
von gammoncrack,

Die Frage mögen bitte die Experten beantworten.

Ich möchte nur einmal darauf hinweisen. dass die Vielzahl von Fragezeichen hinter einer Frage diese Frage nicht fragender machen. Das ist wirklich eine Unart und erschwert das Lesen.

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