Frage von guterwolf, 88

Hausumschreibung

Hallo, bei einer Übertragung an das Kind soll vereinbart werden, dass die Eltern ein lebenslanges kostenloses Wohnrecht bekommen und sie das noch eingetragene REstdarlehen übernehmen, also die fällige monatliche Zahlung.

Kann das irgendwie als versteckte Einnahme bzw. Mieteinnahme für das Kind steuertechnische angesehen werden?

Danke.

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Antwort
von MadRampage, 85

Das ist eine einmalige Schenkung an das Kind: Das Haus wird an das Kind verschenkt. Dabei ist der Wert des Wohnrechts zu berücksichtigen, so dass hier sehr wahrscheinlich keine Schenkungssteuer zu zahlen ist (Steuerfreibetrag ist hier 400.000 EUR je Kind je Elternteil)

Einnahmen hat das Kind dann ja keine, weil es das ebenslanges kostenloses Wohnrecht gibt. Jedoch jede Menge Ausgaben für Betriebskosten, Instanthaltung, Grundsteuern. Diese darf das Kind wegen der fehlenden Einnahmen nicht steuerlich geltend machen. Daher bitte genau klären wer welche Kosten zu tragen hat.

Auch muss die Bank der Übertragung zustimmen, wenn noch eine Grundschuld eingetragen ist.

Antwort
von billy, 69

Wendet Euch an einen Notar der weiss was zu tun ist um den Vertrag rechtssicher zu gestalten.

Kommentar von guterwolf ,

das ist geschehen, Notar berät aber nicht in steuerlichen Fragen.

Antwort
von imager761, 64

Hier sollt ein Steuerberater dem Schenkungsvetrag hinzugezogen werden :-)

G imager761

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Finanzamt, 55
  1. Ist das Kind noch minderjährig? Dann ist es sowieso ein Problem, weil ein Ergänzungspfleger bestellt werden muss und das Familiengericht sich das ansieht. Weil ja nicht nur der Kredit eine Belastung ist, sondern allein das Eigentum an einem Haus Verpflichtugngen auslöst.

  2. Sonst könnte man so ziemlich alles in einem notariellen Vertrag vereinbaren. Wenn die Eltern das Haus verschenken, ohne das die Raten gezahlt werden sollen, so ist eben so und sie müssen die Raten selbst zahlen.

  3. Wenn das Kind das Darlehn nicht übernimmt, kann die Zahlung der Raten für das Kind, durch die Eltern auch keine steuerlichen Folgen auslösen.

Kommentar von LittleArrow ,
Hausumschreibung

Damit wurde ja diese "Schenkung mit Pferdefüssen" sehr schön umschrieben;-) Gut, dass Du den Finger auf den Ergänzungspfleger gelegt hast. DH!

Man muss sich ja wirklich fragen, welchen Vorteil bzw. Nutzen das Kind bei diesen Verpflichtungen überhaupt noch hat. Da soll und muss auch ein Notar eingeschaltet werden.

Kommentar von guterwolf ,

Welchen Nutzen das Kind hat? Es ist Eigentümer eines Hauses, das wenige Restdarlehn wird von den Eltern weiter gezahlt und dass Eltern sich ein Wohnrecht vorbehalten ist ja wohl normal.

Kommentar von wfwbinder ,

Die Frage muss akzeptiert werden, weil eine solche Aktion ja immer einen Grund haben muss. Gehe mal davon aus, dass viele der, die hier antworten irgendwie dem Beratungsbereich zugehören.

Dann kommt eine Frage, mit einem ganz engen Bereich, der zu beurteilen ist.

Speziell in so einer Aktion fragt man sich dann, wo ist der Sinn diese Wohnung jetzt zu übertragen? Wo liegt der nutzen für die Eltern, wo der des Kindes?

Stellt auch vor in einigen Jahren ist eine Großreparatur am Haus fällig, kann das Kind die zahlen? Es müßte beim Wohnrecht auch niedergelegt werden, dass die Eltern die Nebenkosten zahlen.

Kommentar von guterwolf ,

Nebenkosten etc. alles geregelt. Und die Frage nach dem Warum jetzt möchte ich nicht öffentlich machen, da gibt es viele gute Gründe :-) Übrigens wohnen nicht nur die Eltern im Haus, sondern das "Kind" ebenfalls mit Familie.

Kommentar von wfwbinder ,

Gut "guterwolf" aber wenn man nicht komplette Informationen hat, kann man auch nur nach den Teilinformationen urteilen, oder raten.

Daher sind solche "amputierten Sachverhalte" einfach unpraktisch.

Nochmal, an der Beantwortung hier waren 3-4 Beratungsprofis beteiligt, die gewöhnt sich einen kompletten Sachverhalt zu bekommen, um dann eine Topantwort zu geben.

Kommentar von LittleArrow ,

"Amputierte Sachverhalte" ist sehr treffend für die "Umschreibungserläuterungen".

an das Kind soll vereinbart werden, dass die Eltern

Alleine schon diese Formulierung ist ziemlich mehrdeutig, wie die Gegenfragen zeigten. Warum wird nicht gleich von einem volljährigen Kind geschrieben? Und über den Hausverkehrswert wurde auch noch nichts geschrieben. guterwolf sollte sich daher mit dem Steuerberater und dem Notar zusammensetzen; die dürfen für gutes Geld auch Gegenfragen zum vollständigen Sachverhalt stellen.

Kommentar von guterwolf ,

Volljährig. Also kann es dem FA egal sein, dass die Eltern die Raten weiter zahlen. Ist ja eigentlich auch logisch, gehen ja nicht an das Kind, sondern direkt an die Bank.

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