Frage von Berlingo97, 263

Hauskredit Todesfall Ehepartner

Hallo,

Ich habe eine Frage: Mein Vater ist Ende letzten Jahres verstorben und meine Mutter hat das Erbe angetreten. Nun bestand noch ein Kreditvertrag auf das Haus, der eventuell zwangsvollstreckt werden soll. Was für mich allerdings unverständlich ist, ist die Tatsache, dass die Bank nicht den gesamten Betrag durch das Verfahren verlangt, sondern nur ca. 70%. Ist es möglich, dass die Bank nicht das Recht hat die gesamten offenen Verpflichtungen zu vollstrecken? Anderenfalls macht das aus meiner Sicht keinen Sinn. Wenn sie schon zwangsvollstrecken wollen, würden sie doch auch die gesamte offene Summe fordern!?!? Das Grundbuch deckt mit den Eintragungen mehr ab, als die geforderte Summe...

Hat jemand eine Idee, warum das so ist?

Antwort
von Berlingo97, 226

Zunächst schon mal Danke für eure Antworten. Für mich ist das alles Neuland und ich muss mich da auch durch die Unterlagen wühlen...

Also für mich scheint es so, als wäre im Grunde der gesamte offene Betrag im Grundbuch zu holen. Jetzt weiß ich aber nicht, ob vielleicht etwas davon bereits erledigt ist und eigentlich hätte gelöscht werden können, es aber aus Kostengründen noch drin blieb. Bei einer Eintragung steht: "Verfügung über das Recht ist nur mit Zustimmung des nach § 70 VAG bestellten Treuhänders oder seines Stellvertreters zulässig..." Was heißt das? Und wer ist dann dieser Treuhänder?

Eine andere Eintragung hat den Zusatz: "Recht III/3 hat Vorrang vor dem Recht III/2."

Von Recht III/2 habe ich bislang noch gar nichts gehört. Was mich hoffen lässt, dass dieser Eintrag eigentlich hätte gelöscht werden kann. Oder kann es sein, dass man von diesem Gläubiger nichts hört, weil ein anderes Recht Vorrecht hat? Eigentlich nicht, oder?

Ich würde das gerne klären, aber möchte auch nicht unbedingt schlafende Hunde wecken.

Tut mir leid, dass ich vielleicht so viele dumme Fragen stelle, aber ich habe von der Materie wirklich keine Ahnung. Vielen Dank schon mal.

Antwort
von Franzl0503, 178

Berling:

Kreditvertrag, Grundbucheintrag und akt. Forderung müssen nicht identisch sein.

Könnte es sein, dass der Vater oder ein Dritter bereits 30 % der Forderung getilgt hat und die Bank lediglich den Rest fordert?

Hast du eine detaillierte Forderungsaufstellung, aus der die aktuelle Forderung der die ZV betreibende Gläubiger-Bank zuverlässig und nachprüfbar hervorgeht?

Wurden weitere Grundstücke verpfändet und besteht eine sog.Gesamtgrundschuld?

Deckt der vorsichtig angenommene Verkehrswert des belasteten Grundstücks ledigl. max. 70 % der Bankforderung ab und meldet deshalb die Bank aus Kostenersparnisgründen nur einen Teil ihrer Forderung an?

Hält die Bank weitere Sicherheiten (wenn ja welche), aus denen sie sich wegen der Restforderung schadlos halten kann?

Fragen über Fragen.

Antwort
von wfwbinder, 148

Ohne die Unterlagen zu kennen, kann man nichts genaues sagen.

Ist der Betrag wegen dessen vollstreckt wird, kleiner als die Grundschuldsumme?

Oder wirklich kleiner als die Restschuld lt. letztem Kontoauszug?

Es kann auch sein, dass die Bank aus Kostengründen nur einen Teil angibt, weil die Kosten nach den Summen berechnet werden.

Man müßte alle Details haben, um es genau zu beurteilen.

Kommentar von Zitterbacke ,

Wer fragt denn hier eigentlich?? ;-))

Antwort
von billy, 102

Wenn die Bank noch 70 % der Grundschuld einfordert werden sicher schon 30 % getilgt sein. Bestand oder besteht der Kreditvertrag noch? Wie lange wurde das Darlehen zu welchem Tilgungssatz bedient ? Muss alles im Darlehensvertrag vereinbart worden sein.

Antwort
von Helga88, 89

Eventuell hat er den Betrag schon getilgt oder das Haus ist einfach nicht mehr so viel Wert

Antwort
von Zitterbacke, 83

Ideen gibt es viele .

Fragen aber auch :

Testament ? Erbengemeinschaft ? Haus selbst bewohnt ? Rest siehe @Franz... .

Ja du siehst , es ist alles schwer die Zusammenhänge her zu stellen .

Sie zu verstehen aber auch !!!

Gruß Z... .

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