Hauskauf Finanzierung Erfahrungen

gefragt von majestic12 am 03.01.2010 um 22:05 Uhr

Hallo Leute, ich suche einen Rat bezüglich Hauskauf. Zur Zeit wohne ich in einer Eigentumswohnung (4-Parteienhaus). Die anderen 3 Wohnungen sind vermietet. Diese Mieter ... also mit denen kommen wir nicht klar und deswegen wollen wir weg. Wir suchen also ein Haus, wo wir für uns sein können. Die Eigentumswohnung ist noch nicht abbezahlt (41.000 Euro noch). Ich kenne mich mit Hauskauf nicht gut genug aus. Die Eigentumswohnung will ich nicht vermieten, ich will sie wieder los werden. Der Wert der Wohnung ist ca. 48.000 - 50.000 Euro. Ich kaufte sie damals für 44.000 Euro. Habe dann neue Fenster reinmachen lassen, neuer Boden Laminat und einen zweiten geschlossenen Kellerraum. Der Darlehensvertrag läuft noch bis 2014, dann wird ein neuer Festzins festgelegt. Im Grunde genommen hätte ich für den Kauf eines Hauses kein Eigenkapital, würde aber gerne ein Haus für 165.000 + Nebenkosten (Makler, usw... ) ca. 173.000 Euro kaufen wollen. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob das finanziell überhaupt machbar wäre. Grundsätzlich könnte mtl. 800-900 Euro zum abbezahlen genutzt werden. Würde das gehen? Worauf müsste ich beim Gespräch mit der Bank achten? Was muss ich bei der Hausbesichtigung beachten. Woran erkenne ich zusätzliche Kosten, die vielleicht nicht vom Makler angegeben wurden. Bitte Eure Erfahrungen und nicht "Frag mal den oder den". Danke

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Lagoplaya
beantwortet von Lagoplaya am 4. Januar 2010 09:48
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Im Grunde kann ich das meiste von dem was bereits gesagt wurde nur bestätigen. (Mit Ausnahme dessen, dass die Weltwirtschaftskrise durch 100 bzw. 110 % ige Immobilienfinanzierungen ins Rollen gekommen sein soll. ;-) )

Mit 900 EUR kann man etwa 166 TEUR finanzieren (bei 5,5 % Zins + 1 % Tilgung oder 5 % Zins + 1,5 % Tilgung oder ...). Wenigstens die Nebenkosten solltest Du daher aus eigener Tasche mitbringen können. Außerdem muss die Eigentumswohnung vorher verkauft (oder halt zumindest vermietet) sein. Die Vermietung der ETW würde ich mir auf jeden Fall noch mal genau überlegen, da evtl. ja vielleicht mehr an Miete reinkommt als der Bankabtrag zzgl. Instandhaltungsrücklage, Hausverwaltung etc. ausmachen ?! Außerdem ist evtl. ein Mieter schneller gefunden als ein Käufer.

Generell muss man bei einem Hauskauf dann auf viele Dinge achten: Nachbarn (!), baulicher Zustand (morsche Balken, Schädlingsbefall, feuchter Keller oder feuchte Wände, Zustand der Stränge (Gas,Wasser, Abwasser,Strom), Heizkosten, mögliche künftige Erschließungsbeiträge, Baulasten usw. usf.) Am besten jemanden mitnehmen, der sich auskennt !


Niklaus
beantwortet von Niklaus am 4. Januar 2010 09:24
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Um ein günstiges Darlehen für einen Immobilienkauf zu bekommen, benötigt man das entsprechende Eigenkapital, die ausreichend gute Bonität und Sicherheiten.

Da ich deine Bonität nicht kenne, ist eine Einschätzung nur schwer möglich. Aber aus den dargestellten Gegebenheiten schließe ich, dass du auch mit deiner Bonität nicht sonderlich gut dastehst. Eigenkapital hast du auch nicht. Zudem noch eine unbezahlte Eigentumswohnung von der du nicht weißt, ob du sie auch zu dem Preis verkaufen kannst, den deine Restschuld beträgt.

Ich halte das Vorhaben für nicht realisierbar und würde dir abraten.

Mach zusätzlich einen Wohnriestervertrag und denke in 5 Jahren noch mal über einen wohnungskauf nach.

Dann hat die bestehende Wohnung eine niedrigere Restschuld und der Wohnriestervertrag schon in Guthaben.


anonym
beantwortet von Haifisch am 4. Januar 2010 09:23
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Geh die Sache step by step an. Versuche erst mal die ungeliebte Wohnung zu verkaufen. Wenn das geschehen ist wohne erst mal kurzfristig zur Miete. Dann kannst Du Dir ein neues Objekt suchen und Eigenkapital bilden. Beachte bitte auch die Vorfälligkeitsentschädigung, die Deine alte Bank verlangt. Die Summe ist nicht unerheblich.


anonym
beantwortet von minet am 3. Januar 2010 23:03
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Beim Kauf des Hauses fallen mind. 3,5% Grunderwerbsteuer, ca. 3,57% Maklergebühr und ca. 3% für Notar u. Grundbuchamt


anonym
beantwortet von Krisenberater am 11. Januar 2010 06:20
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Es geht aber auch anders. Erkundigen Sie sich unter http://www.vnr.de/b2c/finanzen/immobilien/clever-ins-eigenheim-ohne-schulden-ohne-baufinanzierung.html

Sie würden es auf jeden Fall schaffen, aber grundsätzlich natürlich ohne nochmalige Verschuldung/Finanzierung.



Niklaus
beantwortet von Niklaus am 4. Januar 2010 09:24
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Um ein günstiges Darlehen für einen Immobilienkauf zu bekommen, benötigt man das entsprechende Eigenkapital, die ausreichend gute Bonität und Sicherheiten.

Da ich deine Bonität nicht kenne, ist eine Einschätzung nur schwer möglich. Aber aus den dargestellten Gegebenheiten schließe ich, dass du auch mit deiner Bonität nicht sonderlich gut dastehst. Eigenkapital hast du auch nicht. Zudem noch eine unbezahlte Eigentumswohnung von der du nicht weißt, ob du sie auch zu dem Preis verkaufen kannst, den deine Restschuld beträgt.

Ich halte das Vorhaben für nicht realisierbar und würde dir abraten.

Mach zusätzlich einen Wohnriestervertrag und denke in 5 Jahren noch mal über einen wohnungskauf nach.

Dann hat die bestehende Wohnung eine niedrigere Restschuld und der Wohnriestervertrag schon in Guthaben.


albwolf
beantwortet von albwolf am 4. Januar 2010 06:22
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also was du vor hast, ist faktisch eine 100% finanzierung! da kann ich nur raten: LASS DIE FINGER WEG!!!! du solltest MINDESTENS 20% eigenkapital haben bei dieser finanzierungssumme. der bänker der das spiel mitmacht und dir den kredit geben würde, der kann nicht dicht sein. durch solche geschäfte ist die weltwirtschaftskrise ins rollen gekommen. übrigens: - wer garantiert dir denn, das die nachbarn die du dann bekommst besser sind????

Kommentar von majestic12 am 4. Januar 2010 08:48

Ob die Nachbar besser sind? Allein stehendes Haus.... da haben wir keine Nachbarn, die im selben Haus wohnen. Naja, das heißt also aus der Traum. Da verdient man nicht schlecht, hat einen festen Arbeitsplatz, hat sogar ne Eigentumswohnung, die man regelmäßig abbezahlt. Hat aber kein Eigenkapital um sich auch mal einen Traum zu erfüllen. Wie machen das die anderen? Leute die sogar weniger im Monat verdienen wie ich... wie machen die das? Ich will aus dieser Wohnung raus, ich halte das mit den jetzigen Nachbarn nicht mehr aus.


wfwbinder
beantwortet von wfwbinder am 3. Januar 2010 23:21
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Ich sage mal ganz einfach (auch wenn es hart kling), das klappt nicht.

173.000,- solide finanziert klappt nciht unter 25.000,- Eigenkapital. mit einem Schulbetrag von ca. 160.000,- müssen schon mal so 7 % für ZUins udn Tilgung gezahlt werden. Das sind 11.200,-, oder ca. 930,- monatlich.

Dazu hast Du das Problem der ungeliebten ETW am Hals.

Ich würde erstmal versuchen die loszuwerden, oder aber, trotz der nicht gemochten Situation dort bleiben und Kapital sammeln.


Bernd2009
beantwortet von Bernd2009 am 3. Januar 2010 23:08
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Für den Kauf eines Hauses und der beachtlichen Erwerbsnebenkosten steht kein Eigenkapital zur Verfügung, wenn die Eigentumswohnung das einzige Vermögen darstellt, weil der Verkauf der Eigentumswohnung nur die Tilgung des Darlehens erbringen würde. Steuerliche und Darlehensrückzahlungsnachteile (Vorfälligkeitsentschädigung...) noch nicht berücksichtigt. Ohne Eigenkapital ein Haus zu erwerben: Davon ist auf jeden Fall abzuraten. Es muss mind. ein Eigenkapital von 20 % für den Kauf und die Finanzierung vorhanden sein. Mögliche Eigenleistungen für Renovierung usw. nicht mitgerechnet. Selbst wenn ausreichend Eigenkapital zum Erwerb eines Haus im Bestand vorhanden wäre, würde ich eine Begutachtung der Substanz durch einen Architekten oder Ingenieur vornehmen lassen. Das gibt mehr Sicherheit vor unliebsamen Überraschungen (Feuchtigkeit, Ungeziefer im Dachgebälk usw.).


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