Frage von Nosmoker, 76

Hauskauf als Erbteil für die Tochter?

Ich möchte ein Haus für die Tochter als Erbteil kaufen. Um Notarkosten zu sparen möchte ich das Haus auf den Namen der Tochter kaufen und ein Nießbrauch eintragen lassen. Der Notar sagt das geht nicht. Ich muss das Haus kaufen und dann auf die Tochter übergeben. Also zweimal Notarkosten und Grundbuchkosten bezahlen. Das kann doch nicht sein, oder ist das wirklich so?

Antwort
von Franzl0503, 73

Nosmoker:

Die Tochter erwirbt zu Alleineigentum und bestellt für dich ein - zeitlich begrenztes oder lebenslanges - Nießbrauchsrecht. Du zahlst den Kaufpreis. Ihr beide vereinbart zeitgleich die vorweggenommen Erfolge und bestimmt, ob die Schenkung des Kaufpreises als Zuwendung gem. § 205O BGB unter Abkömmlingen auszugleichen ist. Vorlöschklausel nicht vergessen.

Antwort
von Snooopy155, 76

Ziehe erst einmal einen Steuerberater zu Rate, denn Deine Konstruktion mit dem Nießbrauch hat steuerlich gravierende Auswirkungen.

Ebenso sollte man wissen, wie das Haus bis zum Erbfall genutzt werden soll - zieht die Tochter dort ein oder soll es vermietet werden und wie die Finanzierung erfolgt.

Die doppelten Notarkosten könnte man dadurch sparen, wenn Deine Tochter als Käufer auftritt und Dir den Nießbrauch abtritt. Das erfreut aber nur den Finanzminister, insbesondere wenn das Objekt dann vermietet werden soll.

Antwort
von Privatier59, 75

Du willst eine Grundstücksschenkung an die Tochter mit Nießbrauchsvorbehalt zu Deinen Gunsten? Natürlich kann man das in einem Termin erledigen. Was Du Dir dabei aber an Kostenersparnis verspricht kann ich nicht nachvollziehen. Der Notar berechnet doch keine Pauschalgebühr, sondern jede Geschäftshandlung einzeln. Zu Ersparnissen kommt es nicht.

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