Frage von Sportelke, 111

Hauskauf- aber das Geld genügt dem Verkäufer nicht um alle Schulden zu zahlen,Problem mit Grundbuch?

Wir sind an einem Haus dran, die Finanzierung ist von unserer Bank aus kein Thema. Das Grundbuch des Verkäufers ist belastet und nach seiner Aussage genügt der Eingang des Kaufpreises nicht, alle Schulden zu bezahlen. Nun frage ich mich, was passiert dann seitens der Bank des Verkäufers, wenn wir den Kaufpreis bezahlen, die aber trotzdem nicht aus dem Grundbuch wollen wg. der restl. Schulden. Kann es dann problematisch werden mit dem Kauf unsererseits-wie sichert man sich hier am besten ab? .

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Franzl0503, 111

Sportelke:

Der Kaufpreis reicht nicht aus, um das hochbelastete Objekt des finanzschwachen Verkäufers lastenfrei zu stellen. Dann soll er dir v o r dem Abschluss des notariellen Kaufvertrags verbindlich nachweisen, dass die Gläubiger auf eihnen Teil ihrer Forderungen verzichten. Oder du erhöhst den Kaufpreis.

Überläßt du die Kärung dem Notar und platzt das Vertrag, hast du mit ziemlich teuren Zitronen gehandelt.

Also: Vorher zuverlässig klären um nicht nachher lamentieren "hätte ich nur".

Antwort
von Snooopy155, 109

Dieses Problem sollte mal der beurkundende Notar direkt mit der im Grundbuch eingetragenen Bank klären. Normalerweise werden Immobilien mit nicht mehr als 60% ihres Verkehrswertes belastet und Euer Angebot dürfte diesen Wert auch nicht unterschreiten. Wenn die Bank darüber hinaus noch weitere Forderungen an ihren Kunden hat - dann mag sie zwar versuchen einen höheren Verkaufspreis zu erzielen, aber das ist in der Regel kaum umsetzbar. Als Käufer würde ich eine Immobilie immer nur lastenfrei übernehmen, denn nicht gelöschte Grundschulden können immer beim aktuellen Eigentümer eingefordert werden.

Kommentar von wfwbinder ,

Lieber Snoopy155 willkommen im Leben. die meisten Wohnimmobilien werden mit mehr als 60 % belastet.

Ausserdem ist das Problem häufig bei Wohnungen zu sehen, die über professionelle Aufteiler und mit Steuervorteilen verscherbelt wurden. häufig überfinanziert. Man nennte so etwas oft Schrottimmobilien, was aber falsch ist, denn die waren nicht immer Schrott, sondern oft nur einfach völlig überteuert.

Wenn die Dinger nun verkauft werden müssen, weil die Miete die Kosten nicht decken, kommt es zu solchen Situationen.

Es kann auch andere Gründe geben.

Antwort
von wfwbinder, 87

In diesem Fall zur Sicherheit den Notar mit Notaranderkonto arbeiten lassen. der gibt dann die Zahlung nur frei, wenn er die Löschungsbewilligung der verkäuferbank und alle anderen Unterlagen für di Umschreibung hat.

Hatte den Fall kürzlich im Mandantenkreis. Da hat die Bank des Verkäufers dann für den Rest ein normales darlehn gemacht. brauchte uns nicht zu interessieren, aber der MAndant war gesichert.

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