Frage von hpfeifenb, 92

Hausgeld/Eigentumswohnung

Wir hatten bei unseren letzten NK-Abrechnung 20,00€ zu wenig bezahlt (von 260,00,€) und haben auf die erste Mahnung nicht innerhalb einer Woche reagiert (trotz festgesetztem Datum) weil wir von einer gesetzlichen Frist von 14 Tagen ausgehen. Ist diese Frist berechtigt und nach welcher Rechtsgrundlage wird für einen Verzug mit einer Mahngebühr von 10,00€ reagiert.

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von einach, 85

Ich habe lange in einer Hausverwaltungsfirma gearbeitet, Mahnungen von Eigentümern waren immer so ein Reizthema. Wir hatten die Mahngebühren im Verwaltervertrag, weil es einfach ein erhöhter Aufwand war zu mahnen (Die Verwaltergebühr war auch nicht sehr hoch). Eine WEG hat hatte Mahngebühren in der ET-Versammlung geregelt. Die flossen dann - wenn welche anfielen - in die Rücklage. Das fand ich eine gute Lösung. In beiden Fällen waren die Mahngebühren aber irgendwo festgeschrieben.

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von djcroatia, 77

Ich hatte leider - durch sehr viel Arbeit - meinen monatlichen Hausgeldbetrag vergessen nach oben anzupassen.

Wir hatten 290,- € monatlich, dann folgte 307,- € monatlich.

Ich habe meinen nach 5 Monaten - beim ersten Schreiben der HV - angepasst und das zuwenig bezahlte Hausgeald nachbezahlt..

Es stehen noch immer 10,- € Mahngebühr auf meinem Konto.

Bis jetzt konnte man mir nicht sagen ob es irgendwo geregelt wurde oder ob es im Verwaltervertrag steht, dass diese Gebühr gezahlt werden muss?

Warum wird man für zuwenig bezahlte bestraft, bekommt aber bei zu viel bezahltem keine Zinsen?

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von anitari, 66

Es gibt für Forderungen keine gesetzliche Zahlungsfrist. Im Allgemeinen sind diese sofort nach Erhalt der Rechnung fällig.

Nur Mietern steht das Recht zu eine NK-Nachzahlung erst zum Ende von 30 Tagen nach Erhalt zu begleichen.

und nach welcher Rechtsgrundlage wird für einen Verzug mit einer Mahngebühr von 10,00€ reagiert

AGBs oder in diesem Fall die Teilungserklärung bzw. ein Mehrheitsbeschluß der Eigentümer.

Antwort
von Niklaus, 59

Das Vorgehen steht bestimmt im Verwaltervertrag. Das musst du mirt der Hausverwaltung klären.

Antwort
von robinek, 55

Unsere WEG hat dem Antrag der Verwaltung, eine bestimmte Mahngebühr für säumige Zahler mehrheitlich zugestimmt. Aber: Wegen 20,--€ würde ich an Deiner Stelle keinen Aufstand machen. Sprich mit der Verwaltung, gib einen glaubhaften Grund der Versäumnis an und ich denke (aus eigener Erfahrung) dass er auf die Mahngebühr, wenn es einmalig war oder ist, sogar verzichtet!

Antwort
von mig112, 50

Weil das Anmahnen von 10.000 EUR genauso arbeitsintensiv ist, wie das Anmahnen von 1,37 EUR ist sowohl die Gebühr, als auch die Frist berechtigt.

Mit Verlaub finde ich es absolut lächerlich, wegen der paar Kröten hier eine derart profane Frage zu formulieren; denn IHR seid durch EUREN Fehler in Verzug geraten - nun tragt gefälligst auch die Folgen.

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