Frage von quesera, 16

Hauserbe - Versicherungsaltlasten

Haus geerbt - der Versicherung, mit der der Erblasser eine Gebäudeversicherung abgeschlossen hatte, wurde der Tod des Versicherungsnehmers mitgeteilt und eine Kopie der Sterbeurkunde zugestellt. Das Haus war 1 1/2 Jahre nicht bewohnt, bis der Erbe selber im Grundbuchamt eingetragen wurde und dort eingezogen ist. Dann schloss er eine eigene Gebäudeversicherung für das Haus ab. Die 2. Versicherung für die verstorbene Person lief noch nebenher, obwohl immer wieder schriftlich und telefonisch darauf hingewiesen wurde, dass der Erblasser verstorben sei. Die Versicherung verlangt jetzt alle möglichen Nachzahlungen für die Versicherung der verstorbenen Person, obwohl der Erbe niemals eine Zustimmung erteilt und niemals etwas unterschrieben hat und er ja eine 2. eigene Versicherung für das Haus abgeschlossen hatte. Muss der Hauserbe jetzt tatsächlich für die entstandenen Kosten der Versicherung des Erblassers aufkommen, obwohl er niemals etwas unterschrieben und ja auch eine eigene Versicherung hat, übrigens bei demselben Verein? Wie sieht die Rechtslage aus? Wer hat schon solche Erfahrungen gemacht und weiß, was zu tun ist gegen die Forderungen der Versicherung?

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Erbrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von imager761, 14

Der Hinweis auf den Tod des VN ersetzt keine Kündigung, sondern erklärt bei einer Sachversicherung, dessen versichertes Risiko ja unverändert besteht, vielmehr Eintritt in das Versicherungsverhältnis :-(.

Denn der Erbe tritt die Rechtnachfolge des verstorbenen Versicherungsnehmers an. Kündigt er dessen Versicherung nicht, besteht sie wie die Beitragszahlungspflicht fort.

G imager761

Antwort
von Candlejack, 11

In diesem Falle wäre es (mal wieder !) sinnvoll gewesen, den Berater oder wenigstens einen Berater zu fragen.

Der Versicherung den Tod mitteilen, ist nett, aber nicht ausreichend. Das nehmen die zur Kenntnis und die Versicherung läuft weiter, weil die mit übertragen wird, der Egbe allerdings ein Sonderkündigungsrecht gehabt hätte. Da er dies nicht genutzt hat (wie gesagt, dass der Inhaber tot ist, findet die Versicherung informativ, aber mehr nicht), besteht die alte Versicherung nach wie vor weiter und hat auch ein recht auf ihr Geld. Denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, es gibt genügend Möglichkeiten, sich bei einem Erbe zu informieren, was da kommt und was man tun muss.

Ob eine geringe Chance besteht, die neue Versicherung aufgrund Doppelversicherung anzugreifen, müsste man nach Sichtung der Unterlagen sehen.

übrigens bei demselben Verein?

bitte mit ein wenig mehr Respekt, auch wenns eine Versicherung ist...

Antwort
von qtbasket, 10

Erben bedeutet auch Schulden erben. Da die Forderungen der Gebäudeversicherung berechtigt sind, müssen die Erben sie bezahlen.

Die Alternative wäre gewesen das Erbe auszuschlagen, dann wäre die Immobilie verwertet worden und die Forderungen der Versicherung aus dem Erlös befriedigt worden.

Da kann der Erbe ruhig völlig anderer Meinung sein, spätestens wenn der Gerichtsvollzieher mit einem pfändbaren Titel vor der Tür stehen wird, sollte man schnell seine Meinung ändern.

Fazit: alles - aber wirklich alles was du in deiner Frage so an Meinungen und Rechtsauffassungen kundtust, ist nicht zutreffend.

Antwort
von billy, 4

Der Erbe hätte die alte Gebäudeversicherung kündigen müssen bevor er eine neue abschliesst.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community