Frage von micha29, 358

Haus mit Eltern gemeinsam kaufen oder erben

Hallo Zusammen,

ich hoffe hier kann mir jemand einen Tipp geben.

Fall:

Eltern planen den Kauf eines Hauses. Das Haus kann nach Todesfall der Eltern berufsbedingt nicht vom einzigen Erben als Wohnsitz genutzt werden. Somit fällt eine Erbschaftsteuer an, nach Wert des Hauses 11%.

Gibt es eine Möglichkeit diese Erbschaftsteuer zu umgehen? Wenn der Erbe z.B. beim Kauf des Hauses direkt mit ins das Grundbuch aufgenommen wird? Ist dies an finanzielle Regelungen gebunden, sprich muss / sollte der Erbe von vornherein auch als dritter Kreditnehmer aufgeführt werden?

Vorab vielen Dank und liebe Grüße

Antwort
von Franzl0503, 308

micha:

Du erwähnst in deiner Frage den "dritten Kreditnehmer", demnach wird der Kaufpreis ganz oder teilweise fremdfinanziert.

Je nach der Höhe der Beleihung und der Bonität der Beteiligten könnte der Finanzier sowohl die gesamtschuldnerische Haftung verlangen und/oder, wie ich in diesem Forum vor kurzem las, auch den Erwerb eines Miteigentumsanteils zur Auflagemachen.

Empfehlung: V o r dem Erwerb die Bank fragen.

Antwort
von Snooopy155, 261

Deutsches Erbrecht:

Deine Eltern planen einen Hauskauf und nach dem Ableben beider Elternteile bist Du der Alleinerbe.

Wenn Deine Eltern gemeinsam Eigentümer des Hauses werden und kein Testament auf Gegenseitigkeit machen, dann hast Du beim Versterben des ersten Elternteils einen Freibetrag von 400 000,- € und nochmals den gleichen Freibetrag, wenn der zweite Elternteil verstirbt. Wid das Haus so teuer, dass diese Freibeträge überschritten werden?

Zudem mußt Du ja nicht in dieses Haus einziehen, Du kannst es ja auch vermieten. Es gilt in diesem Fall nur die 10-Jahresfrist seit der Anschaffung, damit keine Steuern bei der Veräusserung anfallen.

Wozu also dieser Firlefanz mit der Grundbucheintragung?

Kommentar von EnnoBecker ,

Es gilt in diesem Fall nur die 10-Jahresfrist seit der Anschaffung,

Offensichtlich ist es für manche Leute eine nicht zu bewältigende Hürde, die Einkommensteuer von der Erbschaftsteuer zu unterscheiden.

Ich hab dasselbe Problem an anderer Stelle: Ich kann einen Toyota nicht von einem Hyundai unterscheiden.

Kommentar von blackleather ,

Ich kann einen Toyota nicht von einem Hyundai unterscheiden.

...und zehn Jahre nach der Anschaffung ohnehin nicht mehr.

Kommentar von micha29 ,

Es gilt in diesem Fall nur die 10-Jahresfrist seit der Anschaffung, damit keine Steuern bei der Veräusserung anfallen.

Kann das noch jemand bestätigen bitte?

Kommentar von EnnoBecker ,

Kann das noch jemand bestätigen bitte?

Das kann so stimmen. Aber was hat das mit der Frage zu tun? Die Frage lautete:

Gibt es eine Möglichkeit diese Erbschaftsteuer zu umgehen?

Da erzählst du was von Einkommensteuer.

Antwort
von Privatier59, 208
Somit fällt eine Erbschaftsteuer an, nach Wert des Hauses 11%.

Das versteht niemand. Du mußt mal erklären, was die Verwendung des Hauses mit der Erbschaftsteuer zu tun hat.

Kommentar von EnnoBecker ,

Na dann schau mal in den § 13 (1) 4c) ErbStG.

Kommentar von micha29 ,

Sorry, dass ich mich missverständlich ausgedrückt habe. Nach meinen Informationen muss man keine Erbschaftsteuer zahlen, wenn man nach Tod der Eltern über 10 Jahre in das geerbte Haus zieht (mit Nutzung als Hauptwohnsitz, Nebenwohnsitz ist nicht möglich). Ist der Einzug nicht möglich, hat man wohl Pech und muss die Steuer bezahlen. Quelle: http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/erbschaftssteuer-grundbesitz.htm

Kommentar von EnnoBecker ,

muss man keine Erbschaftsteuer zahlen, wenn man

Richtig, das steht in der von mir zitierten Norm.

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