Frage von HansSilie,

Haus gekauft - nun Scheidung!

Der Hauskauf fand vor der Hochzeit statt, somit bekam auch jeder eine Rechnung über die Grunderwerbsteuer. Einer der Partner tätigte einen Wertpapierverkauf und bezahlte sowohl die Grunderwerbsteuer, als auch alle anderen Nebenkosten zum Hauserwerb für den anderen Partner mit!

Erst dann wurde geheiratet, umgebaut und eingezogen. Nach wenigen Jahren Trennung und Scheidung.

Der Partner, der alle Nebenkosten zum Hauserwerb bezahlt hat, ist ausgezogen und der andere, der keine Kosten zum Hauserwerb hatte, hat das Haus übernommen.

Kann nun der Ex-Partner die Hälfte der Nebenkosten/Hauskauf vom anderen verlangen? Es liegen alle Belege vor und die Zahlungen erfolgten vor der Eheschließung!

Danke für Antworten und wenn vorhanden, vielleicht ein Link zu Gesetzestexten!

Antwort
von imager761,

Hier wäre ein Ausgleichung vom Zugewinnanspruch zu unterscheiden.

Entscheidend wären die Eigentumsanteile lt. Grundbucheinteintrag. Davon wären die jeweiligen Belastungen also abzuziehen und bei Zahlung für den Übertrag des Hausanteils werterhöhend zu berücksichtigen.

Der eigene Vermögensanteil am Haus zählt zu dem Anfangsvermögen des jeweiligen Ehepartners. Von dem Endvermögen (Scheidungsantrag) würde das abgezogen und ergäbe ehelichen Zugewinn - für jeden Partner berechnet.

Die Differenz der Zugewinne beider Eheleute würde hälftig dem zugesprochen, der weniger hat.

G imager761

Kommentar von HansSilie ,

Danke für Deine sachlichen Ausführungen!

Jedem Partner gehörten 50% des Hauses, so stand es auch im Grundbuch. Ein Zugewinnausgleich wurde wohl nicht ausgeführt.

Der Wert des Hauses wurde festgesetzt und die Darlehen abgezogen, hiervon bekam der Partner, der auszog, die Hälfte.

Allerdings tragen die Kosten, um die es hier geht, doch in keiner Weise zur Wertsteigerung der Immobilie bei! Darum meine Frage hier.

Es wäre doch nichts anderes, wenn gar keine Hochzeit stattgefunden hätte und man nachweislich für einen anderen diese Kosten mal bezahlt hätte. Dann könnte man doch wohl auch um Erstattung bitten...

Antwort
von EnnoBecker,

Der Hauskauf fand vor der Hochzeit statt, somit bekam auch jeder eine Rechnung über die Grunderwerbsteuer.

Und da geht es schon los. Beide bekamen nicht eine Rechnung, sondern einen Grunderwerbsteuer-Bescheid. Und das wäre nach der Hochzeit keinen Deut anders gewesen. Was soll auch die Ehe mit der Grunderwerbsteuer zu tun haben, wenn jeder einen Teil des Grundstücks erwirbt?

Kann nun der Ex-Partner die Hälfte der Nebenkosten/Hauskauf vom anderen verlangen?

Ja, verlangen kann er schon, aber es wird nichts nützen, wenn der andere Ex-Partner nichts rausrücken will.

die Zahlungen erfolgten vor der Eheschließung

Das ist schön und für den Zugewinnausgleich sicherlich auch eine wertvolle Information.

Aber was hat die Ehe mit den Zahlungen an sich zu tun?

vielleicht ein Link zu Gesetzestexten

Zu welchem Sachverhalt möchtest du denn einen Gesetzestext haben? Gesetze findest du unter www.buzer.de

Kommentar von HansSilie ,

Und da geht es schon los. Beide bekamen nicht eine Rechnung, sondern einen Grunderwerbsteuer-Bescheid. Und das wäre nach der Hochzeit keinen Deut anders gewesen. Was soll auch die Ehe mit der Grunderwerbsteuer zu tun haben, wenn jeder einen Teil des Grundstücks erwirbt?

Falsch!!!

Es bekam vor der Ehe JEDER seine eigene Rechnung, über seine anteilige Grunderwerbsteuer!

Einen Bescheid gibt es bei Grunderwerbsteuer nicht sondern nur eine Rechnung!!! Was Du meinst ist vielleicht die laufende "Grundsteuer"....! Lies doch bitte eine Frage etwas gründlicher, bevor Du Dich in solchen Kommentaren ironisch belustigst!

Habe mein Geld übrigens wieder bekommen! Es geht manchmal doch noch gerecht auf der Welt zu ;-)

Kommentar von EnnoBecker ,

Da danke ich auch schön über die Belehrung und freue mich, dass man hier doch so viel lernen kann.

Eine Rechnung. Tststs...

Kommentar von HansSilie ,

Eine Rechnung. Tststs...

Ja, auch über Menschen kann man hier eine Menge lernen.....tststs

Kommentar von EnnoBecker ,

Das war unnötig, Hans Silie. Über dich hab ich schon mehr gelernt als mir angenehm war. Angefangen von der Wahl des Usernamens bis hin zu einer einzigartigen Konstruktion:

Nämlich die Abfolge "Sachverhalt falsch darstellen" -> richtigstellende Antwort mit fettgedrucktem "Falsch!!!" kommentiere -> das Falsche wiederholen -> frech daherkommen.

Das hat schon was.

Am besten finde ich den Ratschlag

Lies doch bitte eine Frage etwas gründlicher

...während du etwas antwortest, was weder mit der Frage noch mit der erteilten Antwort etwas zu tun hat.

Wenn du im täglichen Leben ebenso agierst, bist du in Wirklichkeit bestimmt Hartmut Mehdorn.

Kommentar von HansSilie ,

Siehste, genauso sehe ich das auch! Dann sind wir uns ja wenigstens hier einig!

Und ich überlasse es jetzt Dir das letzte Wort haben zu müssen.

Alles Gute für Dich ;-)

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