Frage von Aur0ra, 89

Hauptwohnsitz und Ansatz von doppelter Haushaltsführung

Hallo,

kurz zu meiner Situation, die erst seit kurzem so besteht:

  1. Stadt A ist Heimatort und (noch) offizieller Hauptwohnsitz bei den Eltern. Ausstattung "eigene Wohnung": Schlafzimmer 30qm, Bad, Küche (separat von den Eltern)

  2. Stadt B ist 200km enfernt von Stadt A und Arbeitsort. Wohnung dort: Schlafzimmer 12qm, Bad, Küche

Ich halte mich von Montag bis Freitag in Stadt B am Arbeitsort auf. Den Heimatort, Stadt A, besuche ich zwischen 1-3x im Monat ab Freitag Abend bis Sonntag Abend, und erachte diesen persönlich auch als Lebensmittelpunkt (Familie, Freunde, "Wurzeln").

Fragen:

  1. Muss ich zwingend den Hauptwohnsitz zum Arbeitsort, Stadt B, verlegen?
  2. Kann ich unter den gegebenen Voraussetzungen (Wohnungssituation) doppelte Haushaltsführung (DHHF) ansetzen?
  3. Ist es für DHHF unerheblich, welche Stadt Haupt- und welche Nebenwohnsitz ist?
  4. Muss für die Nutzung der doppelten HHF die Zweitwohnung so angemeldet sein, dass Zweitwohnsitzsteuer gezahlt wird? Unabhängig davon, welche Stadt Hauptwohnsitz ist.

Schon mal danke und viele Grüße

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, 85
  1. Nein, alles Voraussetzungen für die eigene Wohnung in A sind erfüllt.

  2. klar, siehe 1. alle Voraussetzungen sind erfüllt. Zweitmiete, Heimfahrten, kosten um die Zweitwohnung zu bekommen sind abzugsfähig.

  3. nein, das ist nicht relevant

  4. nein. umgelehrt, man kann die Anmeldungen so machen, dass ggf. eine Zweitwohnungssteuer vermieden wird.

Kommentar von Aur0ra ,

Danke für die Antwort. Es geht mir auch darum, ob ich für Ansatz der DHHF in irgendeiner Weise in Stadt B melden muss, damit später bei der Steuererklärung klar ist - ich habe in Stadt B gewohnt.

Kommentar von wfwbinder ,

DEr Mietvertrag udn die Mietzahlung reicht. Schließlich zahlt keiner Miete für eine Wohnung die er dann leer stehen läßt.

Antwort
von EnnoBecker, 60

Die Antwort auf die Frage, ob du einen steuerlich anzuerkennen zweiten Haushalt führst, ist erst einmal abhängig davon, ob du überhaupt einen ersten Haushalt führst. Wenn du dein Zimmerchen nicht bezahlen musst, hast du gar keinen ersten Haushalt bei deinen Eltern - und dann kannst du auch keinen zweiten Haushalt haben.

Wenn du das geklärt hast, kannst du deine Haupt- /Neben-/Erst-/Zweit- oder was auch immer -wohnungen wählen, wie du magst oder wie das Melderecht das gern hätte. Das Steuerrecht interessiert das nicht.

Kommentar von Aur0ra ,

Gehen wir mal davon aus, dass ein sauberer Mietvertrag mit den Eltern inkl. Zahlungsflüssen am Anfang eines Monats besteht.

Antwort
von nixwissen13, 50

zu 1. nein

zu 2. vermutlich nicht, weil du zu wenig oft nach A fährst

zu 3. nein

zu 4. die Frage verstehe ich nicht. Wenn eine Stadt keine Zweitwohnungssteuer erhebt, dann zahlst du nicht. Daran ändert deine Anmeldepolitik wenig.

Kommentar von vulkanismus ,

Was heisst bei 2. vermutlich? Ist die Zahl der Heimfahrten vorgeschrieben und wenn ja, wo?

Kommentar von Aur0ra ,

Danke. Die Antwort zur Frage von vulkanismus zu 2. würde mich auch interessieren.

Zu 3.: also ist es erheblich, welche Stadt Haupt- und welche Nebenwohnsitz ist?

Zu 4.: nehmen wir an, die Stadt erhebt eine Zweitwohnungssteuer. Dann kommt das doch nur zum Tragen, wenn ich mich dort auch anmelde? Nachdem geklärt ist, dass ich den Hauptwohnsitz weiterhin am Heimatort, Stadt A, lassen kann, wäre jetzt eine ergänzende Frage, ob ich mich in Stadt B melden muss, wenn Zweitwohnungssteuer erhoben wird.

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