Frage von spargeld, 7

Hat meine Lebensversicherung wohl auch Einlagensicherungsfonds-Bafin machen Versicherer Sorgen?

Laut Bafin sind einige Versicherer bedroht, vielleicht langfristig ihre Leistungen nicht mehr erbringen zu können-müsste man sich Sorgen um die Ablaufleistung aus der LV machen, wenn diese zB. noch eine Laufzeit von 20 Jahren hat? Geld lieber rausholen -jetzt schon,oder auch hier mit Sicherungsfonds wie bei Banken zu rechnen?

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von gammoncrack, 6

Du hast eine Zinsgarantie, die über die gesamte Laufzeit gilt. Die einzige Gefahr, die besteht, ist, dass der Gesetzgeber den Versicherern zugesteht, von dem vereinbarten Zins abzurücken. Das wollen die Lebensversicherer gerne. Ich glaube nicht, dass das kommt.

Wenn Dein Lebensversicherer in Schwierigkeiten kommt, geht Dein Vertrag in die Auffanggesellschaft Protektor. Das wäre allerdings schon eine erhebliche Verschlechterung. Siehe hierzu folgenden Kommentar:

http://www.zeit.de/2003/25/Protektor/seite-1

Antwort
von Kevin1905, 5

Versicherungen waren schon immer besser abgesichert als Banken. Allein durch Protektor und die Rückversicherungspflicht ist nicht vom Kollaps auszugehen. Nur besonders üppig werden die Erträge nicht sein.

Bei langer Laufzeit Fonds, Fonds, Fonds.

Antwort
von Sobeyda, 5

Wenn Du Deine Lebensversicherung jetzt kündigst, trägst Du eher dazu bei, dass es den Bach runter geht. Aber ich kann Deine Bedenken gut verstehen, weil die BaFin ja nie sagt, um welche Unternehmen es sich handelt und sich so alle Sorgen machen und nicht nur die paar Versicherten die dummerweise bei der falschen Versicherung abgeschlossen haben.

Der Höchstrechnungszins ist garantiert und dabei bleibt es grundsätzlich auch. Allerdings gibt es eine Regelung im Versicherungsaufsichtsgesetz (§ 89 VAG), der es der BaFin erlaubt, einer bestimmten Versicherung vorzuschreiben, den eigentlich garantierten Höchstrechnungszins doch zu senken. Nämlich dann, wenn das Unternehmen ansonsten Pleite gehen würde und die Versicherten dann gar nichts von ihrem Geld wieder sehen würden. Für die Versicherten bedeutet eine Absenkung des Höchstrechnungszinses, dass sie entweder mehr Beitrags zahlen müssen oder weniger Leistung erhalten.

Bisher ist diese Regelung noch nie angewendet worden, aber das bedeutet leider nicht, dass das immer so bleibt. Im Gegensatz zu @gammoncrack bin ich aber nicht der Meinung, das die Lebensversicherer das wollen, denn das wäre derSuper-GAU für das sowieso arg ramponierte Image.

Als Sicherungsfonds gibt es die Auffanggesellschaft Protektor. Aber da gibt es dann wirklich nur die garantierte Leistung plus die bis zum Wechsel angefallenen Überschüsse.

Antwort
von leuschner44577, 5

Anders als bei den Banken, gibt es bei den Versicherern keinen gesetzlichen Einlagensicherungsfonds. Es gibt Protektor. Das ist ein Sicherungsfonds, dem die meisten Versicherer beigetreten und der auch schon mal bei der Mannheimer LV (das war der eigentliche Anlass der Schaffung) gegriffen hat.

Protektor bietet schon eine gewisse Sicherheit. Da sollte man sich jedoch nicht allzu sehr drauf verlassen. Pleiten von mehreren kleinen oder weniger mittlerer Versicherer sind wahrscheinlich zumindest teilweise auffangbar. Wenn' s mal einen großen erwischen sollte oder zu viele der kleinen und mittleren, wird's wohl eng.

Antwort
von Privatier59, 5

Also Entschuldigung: Welcher Lebensversicherungskunde muß sich nicht Sorgen um sein Geld machen? Durch die lange Niedrigzinsphase sind alle Beispielsrechnungen der Versicherungen bereits Makulatur. Es gibt nur noch den zugesicherten Zins und auch entfällt nur auf den Sparanteil.

Kommentar von spargeld ,

aber das einbezahlte nebst Zinsen gibts also sicher zurück, daß war meine Frage

Kommentar von Privatier59 ,

Dafür ist Protektor zuständig. Auf große Erträge brauchst Du Dich aber nicht mehr zu freuen. Die Kunden der Mannheimer Lebensversicherung, die jetzt von Protektor betreut werden, sind alles andere als glücklich.

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