Frage von Maluanka, 50

Hat mein Chef das Recht, eine Festlegung zu treffen, wo ich das Gehalt und das Kindergeld auf ein Konto auszahlen lassen muss?

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Antwort
von wfwbinder, 45

DEine Frage hat eine erfrischende Kürze, ist aber dadurch nicht sehr informativ.

Wenn es heissen soll, ob Dein Chef ein Recht hat, wo Du dein Gehaltskonto führst (bei welcher Bank), dann ist die Antwort nein. Du kannst Dein Gehaltskonto bei der Bank haben, die Du möchtest.

Kommentar von Maluanka ,

Ich habe bisher das Kindergeld von der Kindergeldstelle ausgezahlt bekommen, doch bei erneuter Antragstellung (meine Tochter ist 18 geworden) ist dann doch mal aufgefallen, das ich im öffentlichen Dienst beschäftigt bin (Kein Beamter). Seit September bekomme ich nun das Kindergeld von der Komune. Ich habe das zweite Konto schon länger, habe da das Kindergeld auch immer hin überwiesen bekommen, da einige Verbindlichkeiten daraufhin ausgelegt wurden. Mein Arbeitgeber will das aber nicht und hat die Regelung getroffen, dass alles auf ein Konto ausgezahlt wird. Mir ist klar, dass ich auch selbst umbuchen kann, aber das kann dann natürlich auch wieder zu Verzögerungen führen. Mich interessiert, ob es eine rechtliche Handhabung für eine solche Regelung gibt.

Kommentar von wfwbinder ,

Wenn ich das nun richtig verstehe, sind nun die Zahlstelle des Gehalts udn des Kindergeldes gleich. Dann kann ich nachvollziehen, dass die keine 2 Konten speichern wollen.

Kommentar von Maluanka ,

Mein Chef möchte dies nicht. Die Zahlung im September erfolgte auf zwei Konten. Die Einstellung im System ist laut Buchhaltung kein Problem und verursacht auch keine weiteren Kosten. Ich möchte nur wissen, ob es eine rechtliche Grundlage gibt, die meinem Chef erlaubt, mich nur an ein Konto zu binden. Laut Buchhaltung hat jeder die Möglichkeit, sein Geld aufzusplitten, wie man es möchte.

Kommentar von wfwbinder ,

Nein, der einzige Grund wäre wirklich, wenn es technisch nicht möglich wäre.

Antwort
von gandalf94305, 50

Das Unternehmen, für das Du arbeitest, kann nicht verlangen, daß bei einer bestimmten Bank das Gehaltskonto oder (falls verschieden) das Konto, auf das Kindergeld überwiesen wird, geführt wird.

Wenn Du allerdings zum Kreis der Beamten gehörst, die Kindergeld mit ihrem Gehalt ausgezahlt bekommen, dann kann der Dienstherr durchaus bestimmen, daß dies gemeinsam auf das gleiche Konto erfolgt. Du kannst das ja dann weiter überweisen.

Wo genau ist das Problem?

Kommentar von Maluanka ,

Ich habe bisher das Kindergeld von der Kindergeldstelle ausgezahlt bekommen, doch bei erneuter Antragstellung (meine Tochter ist 18 geworden) ist dann doch mal aufgefallen, das ich im öffentlichen Dienst beschäftigt bin (Kein Beamter). Seit September bekomme ich nun das Kindergeld von der Komune. Ich habe das zweite Konto schon länger, habe da das Kindergeld auch immer hin überwiesen bekommen, da einige Verbindlichkeiten daraufhin ausgelegt wurden. Mein Arbeitgeber will das aber nicht und hat die Regelung getroffen, dass alles auf ein Konto ausgezahlt wird. Mir ist klar, dass ich auch selbst umbuchen kann, aber das kann dann natürlich auch wieder zu Verzögerungen führen. Mich interessiert, ob es eine rechtliche Handhabung für eine solche Regelung gibt.

Antwort
von Gaenseliesel, 14

Vielleicht im Rahmen des Direktionsrechts ?

Wie auch immer, ob rechtlich oder nicht ?

..........reg dich nicht unnötig auf, richte einfach einen Dauerauftrag für das Kindergeld ein. Fertig ist's !

Alle Männer, insbesondere Chefs brauchen hin und wieder eine Bestätigung ihrer Autorität als Chef, zu Hause oder im Büro !

Verzögerungen ? wir befinden uns im 21. Jahrhundert, Kindergeld gibt es nur einmal im Monat - wo ist das Problem ?

Antwort
von Zitterbacke, 38

Erst sollten wir wissen , wer ist der Empfänger , Dein Mann oder Du ?

Ich lese gerade " Du ".

Denn wenn der Kindergeldempfänger der Familie (Vater oder Mutter) Beamter oder im öffentlichen Dienst angestellt ist, wird das Kindergeld vom Arbeitgeber ausgezahlt.

Für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst , ist in vielen Fällen die Besoldungsstelle-/Vergütungsstelle zugleich die Familienkasse.

Zitat :

"Familien, bei denen nur ein Elternteil im öffentlichen Dienst arbeitet, können diesen Familienkassen zumindest für die Zukunft leicht entgehen: Sie beantragen (mit kurzem Brief) bei der allgemeinen Familienkasse (bei der Bundesanstalt für Arbeit), dass ab sofort (oder ab dem nächsten Jahreswechsel) der andere Ehepartner zum Empfänger des Kindergelds wird. Dann muss zwar noch ein Formular der neuen Familienkasse (persönliche Daten, Konto usw.) ausgefüllt werden, aber man ist die Familienkasse beim Arbeitgeber endgültig los.
Ein eventuell vorhandener Kinderzuschlag zum Gehalt wird auch dann weiter gezahlt, wenn der andere Ehepartner Kindergeldempfänger ist. "

  http://www.klicktipps.de/kindergeld3.php

Deine Angaben waren ziemlich mager ! Hoffe aber, dein Anliegen erkannt zu haben .

Gruß Z... .

Kommentar von Maluanka ,

Mein Chef (BM) hat allein beschlossen, nur ein Auszahlungskonto für beide Sachen zu haben. Mich interessiert, ob er dazu eine rechtliche Handhabe hat. Vom Lohnbüro weiß ich, dass eine Splittung der Auszahlung technisch unkomliziert machbar ist, keine weiteren Kosten verursacht und ich eigentlich die freie Bankwahl habe.

Kommentar von Zitterbacke ,

Der öffentliche Dienst darf das !

Kommentar von Zitterbacke ,

Einkommensteuergesetz (EStG)
§ 72 Festsetzung und Zahlung des Kindergeldes an Angehörige des öffentlichen Dienstes.

http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__72.html

Dort steht es.

Kommentar von Mikkey ,

Dort steht was? Das Wort "Konto" kommt dort nicht vor (noch nicht einmal "Kon").

Dass das Kindergeld vom Arbeitgeber ausgezahlt wird, bedeutet doch nicht, dass es in einer Summe mit dem Gehalt überwiesen werden muss.

Kommentar von Zitterbacke ,

Ja du hast recht .

 Gehalt und KG vom Dienstherren = gleiches Konto ?

Ich bin halt so naiv .

Nur muß sich die Fragestellerin mit ihrem Dienstherren streiten, ob solche Regelung rechtlich i. O. geht.

Kommentar von Maluanka ,

Ich möchte mich nicht streiten, ich möchte lediglich wissen, ob dies korrekt ist. Ich muss nun sehen, dass die Verbindlichkeiten bei meiner Bank neu geregelt werden, was für mich schon ein Mehraufwand ist. Eine Zahlung ist ja auch einmal auf beide Konten ausgeführt worden. Die Daten sind im System gespeichert und verursachen keine weiteren Kosten für meinen Arbeitgeber.

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