Frage von Roserl,

Hat man bei einem Arbeitsunfall freie Arztwahl?

Gilt die freie Arztwahl auch bei Berufsunfällen oder müssen die Ärzte, die die Berufsgenossenschaft empfiehlt genommen werden?

Hilfreichste Antwort von Sumpfhexe,
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Eine durch einen Arbeitsunfall verletzte Person muss im Normalfall einem Durchgangsarzt vorgestellt werden. Ausnahmen sind u. a.:

Bei kleinen Unfällen: Wenn die Arbeitsunfähigkeit nicht über den Unfalltag hinaus besteht und die Behandlung nicht länger als eine Woche dauert, kann ein Allgemeinmediziner die Behandlung ohne Überweisung an einen D-Arzt durchführen.

Verletzte mit isolierten Augen- oder Hals-Nasen-Ohren-Verletzungen sollen sofort einem Augen- bzw. HNO-Arzt vorgestellt werden.

Bei sehr schweren Verletzungen (z. B. offener Schädel, Gelenkbruch) muss nicht erst ein D-Arzt aufgesucht werden, sondern soll der Verletzte direkt in eine Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik oder in ein entsprechendes Krankenhaus eingeliefert werden. Dort sind meist auch Durchgangsärzte tätig.

Bei Verdacht oder Vorliegen einer Berufskrankheit kann jeder Arzt aufgesucht werden.

Bei Wiedererkrankungen aufgrund eines Arbeitsunfalls muss generell der D-Arzt aufgesucht werden. Obwohl der Arbeitgeber die Angestellten darüber informieren soll, in welchen Fällen sie direkt einen D-Arzt aufsuchen müssen, wird dies wahrscheinlich allgemein wenig bekannt sein. Wenn ein Verletzter irrtümlich zuerst seinen Hausarzt aufsucht, muss dieser dann den Patienten an einen D-Arzt überweisen. Soweit es medizinisch nötig ist und besonders in Notfällen darf (und muss) natürlich jeder Arzt ungeachtet der formalen Regelungen die sofort erforderliche Behandlung durchführen.

Da bei einem Arbeitsunfall nicht die Krankenkasse, sondern die Unfallversicherung Kostenträger ist, ist für den Besuch beim D-Arzt kein Krankenschein bzw. keine Chipkarte erforderlich und natürlich muss auch keine Praxisgebühr gezahlt werden.

Bei einem Arbeitsunfall ist die freie Arztwahl eingeschränkt: Wenn eine Vorstellung beim D-Arzt vorgeschrieben ist (s. o.), kann der Patient nur noch zwischen verschiedenen D-Ärzten an seinem Ort wählen.

Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Durchgangsarzt

Antwort von Zitterbacke,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Eine durch einen Arbeitsunfall verletzte Person muss im Normalfall einem Durchgangsarzt vorgestellt werden . Der D-Arzt legt weiterhin fest, welcher Arzt die weitere Behandlung durchführen soll .Die BG darf auch den weiter behandelnden Arzt bestimmen. Gruß Z... .

Antwort von FriedrichD,
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Nein, soviel ich weiß nicht. Da ist sie eingeschränkt, zwar nicht formell. Sie besteht zwar aber du gehst sonst deiner Rechte verlustig, wenn du dich an einen Arzt deines Vertrauens wendest. Du musst vielmehr die Vertrauensärzte der jeweiligen Berufsgenossenschaft aufsuchen.

Antwort von blnsteglitz,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

freie Arztwahl ja- zwingend muss der Arzt eine BG-Zulassung haben.

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