Frage von Boersenrookie, 33

Hat jemand Erfahrungen mit dem Finanzportal Cashboard gemacht, was haltet ihr von dem Versprechen von 2 % Mindestrendite aufs Portfolio?

Bitte um eine kritische Beurteilung der neuen Anlageform!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Tritur, 17

Cashboard ist keine neue Anlageform, sondern ein Vermittlungsunternehmen. CASHBOARD betreibt die Anlagevermittlung als gebundener Agent im Sinne des § 2Abs. 10 Satz 1 KWG. Dies erfolgt ausschließlich im Auftrage und unter der Haftung der HPM Hanseatische Portfoliomanagement GmbH, Fährhausstraße 8, 22085Hamburg. Vermittelt wird eine Geldanlage bei HPM und das dazugehörige Depot bei eBase.

Über das sich vollmundigals eines der führenden Finanztechnologieunternehmen bezeichnende 2014 gegründete Cashboard gibt es noch keine veröffentlichten Geschäftsberichte.

Grundsätzlich gilt, jeder zwischen Anleger und Vermögensverwalter zwischengeschaltete Vermittler kostet den Anleger Rendite. Die Gesamtkosten der Portfolios von CASHBOARD (Total Expense Ratio – TER) betragen zwischen 0,39 % und maximal 0,74 %. Dazu kommt eine Gewinnbeteiligung von 10% soweit der Anlageertrag 2% übersteigt und die internen Kosten der jeweiligen Anlageprodukte.

Das vom Anleger eingezahlte Geld wird vermutlich in Fonds, am Aktienmarkt oder in hochriskanten Anleihen angelegt. Genauere Angaben sind dazu nicht zu finden. Eine langfristige Mindestrendite von 2% ist zwar unter diesen Bedingungen durchaus vorstellbar, diese zu Versprechen ist aber unseriös. Bis10.000 EUR gibt Cashboard eine Kapitalschutzgarantie, die vermutlich vom Haftungsdach HPM zu tragen ist. Wer glaubt, diese Garantie wäre im Falle eines starken Kurseinbruches werthaltig, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Der Vermögensverwalter HPM ist ein kleines Unternehmen mit schwacher Kapitalbasis und geringer Ertragskraft. Versuche mit einem Fonds (Riße Inflation Opportunities UI) sind nach etwa 3 Jahren mit einem kumulierten Verlust von >50% gescheitert.

Der Dumme ist dann mal wieder, wie im Falle Phoenix, die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW).


Antwort
von Zappzappzapp, 7

Lies mal auf der Cashboard-Homepage unter

Leistungsabgrenzung, Risikohinweis, Haftungsausschluss

Den Punkt 3. Risikohinweis. Da steht unter anderem:

Alle von CASHBOARD erbrachten Leistungen, insbesondere die Mindestrendite und Kapitalschutz, bedingen die Solvenz der CASHBOARD GmbH. Im Fall einer Insolvenz von CASHBOARD ist es möglich, dass die Zahlung von Rendite oder Kapitalschutz an Kunden nicht erfolgt.

Ansonsten, siehe @tritur

Antwort
von gurusucher,

viel zu viel Risiko für nur 2% 

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