Frage von finanzPhil, 68

Hat eine 400,-€ Aushilfe anspruch auf Urlaub?

Meine Bekannte hat eine kleine Firma. Dort hat sie 3 Aushilfen, die in unregelmässigen Abständen, Tagen und Stunden arbeiten. Meistens zwischen 200,-€ und 300,-€ verdienen. Nun hat eine von den Aushilfen gefragt wie es mit bezahlten Urlaub aussieht. Alle drei haben keinen Arbeitsvertrag und sind schon Renterinnen. Sie verdienen 7,50 € netto die Stunde. Meine Bekannte macht kaum Umsatz, kann also gerade mal alle Ausgaben bezahlen. Einen bezahlten Urlaub für ihre Aushilfen kann sie sich garnicht leisten. Wenn es gesetzlich vorgeschrieben ist, bliebe ihr nur noch die Kündigung von 1 oder 2 Aushilfen. Wer kennt sich aus. Auch mit den Mindestlohn hätte sie große Probleme.

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Antwort
von Kevin1905, 68

Alle drei haben keinen Arbeitsvertrag und sind schon Renterinnen.

Arbeitnehmer arbeitet, Chef bezahlt. Das ist ein Arbeitsvertrag, dieser muss nicht schriftlich vorliegen. Anhand der Gehaltsüberweisungen, ist das Arbeitsverhältnis nachzuweisen.

Sie verdienen 7,50 € netto die Stunde.

Netto intersssiert keinen, außer den Menschen, der das Geld erhält. Brutto wäre für fast alle Einschätzungen durchaus interessanter.

Einen bezahlten Urlaub für ihre Aushilfen kann sie sich garnicht leisten.

Dann muss sie einen Kredit aufnehmen. Minijobber sind Teilzeitkräfte und haben gemäß der Anzahl iherer Arbeitstage Anspruch auf Entgeltfortzahlung bei Urlaub und Krankheit.

Kommentar von EnnoBecker ,
Anhand der Gehaltsüberweisungen, ist das Arbeitsverhältnis nachzuweisen.

Das hast du gut, gesagt.

Antwort
von wfwbinder, 59

Alle 3 haben einen Arbeitsvertrag. Einen mündlichen, denn sonst wüssten die ja alle gar nicht, wie viel lohn es für die Arbeit gibt, welche Tätigkeiten auszuführen sind udn wo die Arbeitsstelle ist.

Das muss umgerechnet werden nach den Stunden und Tagen. wenn z. B. jemand 7,50 Euro pro Stunde bekommt und im Schnitt 300,- Euro monatlich (entspricht 40 Arbeitsstunden), dann sind das nach Adam Riese 480 Stunden im Jahr = 9,23 pro Woche (weil das Jahr 52 Wochen hat.

4 Wochen gesetzlicher Urlaub bedeuten 9,23 * 7,50 = 69,23 * 4 = 276,92 Euro.

Also pro Arbeitnehmerin 4 Wochen nicht arbeiten und 276,92 Euro Lohn für diese Zeit.

Es erhöht die Lohnkosten um ca. 8 %.

Antwort
von TineF82, 55

Ein Arbeitsvertrag liegt vor, wenn auch nur in mündlicher Form. Es gelten daher die Pflichten die ein Arbeitgeber gegenüber seinen Angestellten hat. Hierzu auch der gesetzlich geregelte Urlaubsanspruch, unabhängig ob das Arbeitsverhältnis Vollzeit, Teilzeit, Midi- oder Mini ist. Grüße

Antwort
von Zitterbacke, 46

"Arbeitnehmer, die einen Minijob ausüben, gelten nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) als Teilzeitbeschäftigte. Sie haben im Arbeitsrecht grundsätzlich die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte. "

http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/20_arbeit...

Gruß Z... .

Antwort
von Rentenfrau, 39

Hallo finanzPhil, natürlich haben auch die Aushilfen, die Deine Bekannte beschäftigt, Anspruch auf Urlaub, sie haben die gleichen Rechte, wie Vollzeitmitarbeiter, also haben ihre Mitarbeiter schon einen Urlaubsanspruch. Mindesturlaub ist im Bundesurlaubsgesetz geregelt, es sind 20 Werktage.

Antwort
von MisterLe, 32

ja, hat sie. müsste im arbeitsvertrag festgelegt sein.

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