Frage von JonnyE, 23

Hat ein P-Konto einen Schutz gegen Lohnpfändung?

Bei einer Lohnpfändung geht das Geld vom Arbeitgeber direkt zum Gläubiger, richtig? Ein P-Konto ist also nutzlos in diesem Fall, weil das Geld gar nicht dort ankommt. Sehe ich das richtig?

Antwort
von Giszmo, 18

s. auch Antwort von Tina34: Du hast es komplett richtig erfasst: wenn auf dem P-Konto kein Eingang ankommt - weil bspw. der Arbeitgeber aufgrund Lohnpfändung an den Gläubiger abgeführt hat -, kann auf dem P-Konto auch nichts geschützt werden. Ausnahme: es bleibt nach der Lohnpfändung noch etwas über, das der AG überweist. Das unterliegt dann den Schutzvorkehrungen des P-Kontos. Hättest Du für solch einen Rest kein P-Konto, gäbe es dafür auch keinen Schutz.

Antwort
von Privatier59, 19

Da hast Du den Sinn der Sache nicht erfaßt:

Wieso wurde das P-Konto vom Gesetzgeber erfunden? Das pfändungsfreie Einkommen gibt es schon seit Jahrzehnten. Gläubiger konnten den Schutz dieser Vorschrift einfach dadurch aushebeln, dass sie nicht beim Arbeitgeber, sondern bei der Bank pfändeten. Da gab es keinen Schutz. Für den Schuldner begann ein unwürdiger Wettlauf: Er mußte schneller sein als der Gläubiger, sich sein Geld in bar oder auf Konten Dritter auszahlen lassen. Nur so erhielt er das Geld zum Leben.

Diesen Zustand beseitigt hat das P-Konto. Egal wo auch gepfändet wird, der pfändungsfreie Betrag bleibt de gleiche.

Um Deine Frage zu beantworten: Nein, nutzlos ist das P-Konto auch bei einer Lohnpfändung nicht. Ansonsten nämlich könnte gleich doppelt zugegriffen werden: Beim AG -mit Pfändungsschutz- und bei der Bank -ohne Pfändungsschutz.

Antwort
von SBerater, 17

bei einer Lohnpfändung besteht auch ein Schutz. Auch hier gibt es einen nicht pfändbaren Anteil. Und damit könnte man den Arbeitgeber als P-Konto sehen.

Damit kommt auf dem Konto schon was an, nämlich der nicht pfändbare Anteil

Antwort
von qtbasket, 14
  • Sehe ich das richtig?

Nein, das siehst du falsch.

Bei jeder Pfändung gibt es nach den familiären Bedingungen ein Freibnetrag, mindestens ca. 1000 € pro Monat - und bei einem P- Konto kann dieser nicht gepfändet werden.

Ansonsten gibt es immer noch das Amtsgericht, wo man sich beim Rechtspfleger eine entsprechende Beischeinigung geben lassen kann.

Antwort
von Tina34, 16

ja das ist richtig, der Gläubiger pfändet den pfändbaren Teil und der AG ist verpflichtet den pfändbaren Teil direkt an den Gläubiger zu zahlen.

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