Frage von Marucheeya, 47

Hartz 4 Auszahlungen?

Guten Morgen an alle. Ich Frage hier weil ich einfach nicht mehr weiter weiß. Am 20 Januar haben mein Partner und ich den Harz4antrag eingereicht, Da bis zum 2. Februar nichts da war rief ich dort an, es hieß nur wir sollen am nächsten Tag vorstellig werden. Gesagt Getan, Der freundliche Herr sagte uns dann das ein bescheid meines Vaters zur einstellung des unterhalts fehlte. Auf meinen Hinweis hin das das verhältnis angespannt ist und mein vater nicht so leicht zu erreichen sei hat der Mitarbeiter des Amtes gesagt er berchene einfach den unterhalt mit ein das ales klappt und bis spätestens Heut müsste Geld da sein. Sobald dann der bescheid meines Vaters da wäre würden sie das zusätzlich wieder auszahlen. Nun, Aufgrund der Tatsache das eben jetz nichts drauf war rief ich nochmal bei Denen an. Eine Mitarbeiterin sagte mir nur unfreundlich der bescheid sei seid Dienstag nicht mehr bearbeitet worden und es gäbe diese woche definitiv kein Geld. Wisst Ihr was ich noch machen kann? uns fehlt es an allen ecken und enden, wir kommen mit den Lebensmitteln die wir noch haben nichtmal übers wochenende. Was ist bei denen schiefgegangen?

Antwort
von boarkel, 9

Hallo Marucheeya,

Hier wurden ja schon alle Tipps genannt, die ich dir auch geben würde. Viel Erfolg morgen und vielleicht klappt es ja noch vor dem Wochenende mit einem Vorschuss.

Wenn nicht, würde ich dir vorschlagen zu einer Tafel in deiner Nähe zu gehen. Da gibt es für Bedürftige die Möglichkeit für wenig Geld ein paar Lebensmittel zu erwerben. Da kann man ohne Anmeldung hingehen und benötigt nur einen Nachweis der Bedürftigkeit.

Online kannst du herausfinden wo es eine Tafel in deiner Nähe gibt und an welchen Tagen dort Ausgabezeiten sind: http://www.hartz4hilfthartz4.de/tafel/#So_finden_Sie_eine_Tafel_in_Ihrer_Naehe

Antwort
von Gaenseliesel, 18

Hallo,

Wichtig ist für dich erst einmal, dass du den Antrag gestellt hast. Damit hast du auch für den Bewilligungszeitraum Anspruch auf Leistungen. 

Für Fälle wie deinen ( mittellos) gibt es § 42 SGB I, Vorschüsse. Demnach kannst du beim Amt Vorschüsse auf die Leistungszahlungen beantragen, sofern du nachweisen kannst, dass du mittellos bist und über den Antrag noch nicht beschieden worden ist. Genau das trifft ja auf dich zu. 

Du beantragst (möglichst ! wenn es geht mit Beistand) am besten noch heute wegen bevorstehenden WE (morgen oder spätestens Montag) persönlich wegen der Dringlichkeit die Barauszahlung eines Vorschusses gem. §42 SGB I auf die dir zustehenden Leistungen. (Mittellosigkeit beweisen durch entsprechenden Kontoauszüge.) 

Wichtig ! Nicht abwimmeln lassen !!!

Und wenn der zuständige Bearbeiter der Leistungsabteilung das verneint, musst du eben zum Teamleiter gehen. Auf keinen Fall abwimmeln lassen, sondern immer freundlich aber bestimmt auftreten !

Wegen der Barauszahlung muss man in aller Regel hartnäckig sein, denn 

 lt. Paragraph heißt es:

" das Amt hat Vorschüsse nach Satz 1 zu zahlen, wenn der Berechtigte es beantragt; die Vorschußzahlung beginnt s p ä t e s t e n s nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags." 

Manche Mitarbeiter lassen sich ungeachtet der existenziellen Notlage der Antragsteller nicht aus ihrer gewohnten Büroruhe bringen, aber diese Zeit bedeutet für dich, ein Problem jagd das andere Problem. (wenn beispielsweise keine Miete/ Energie usw. bezahlt werden kann) und das ist so für dich ja nicht hinnehmbar.

Ihr solltet bei dieser Forderung hart bleiben. Hartnäckigkeit und korrektes Auftreten zahlt sich oft noch am selben Tag aus und ein entsprechender Vorschuss wird vom Amt ausgezahlt ! 

Zumindest solltet ihr somit eine zügigere Bearbeitung erreichen, denn zwischen eurem Antrag und der Auszahlung liegen noch keine 4 Wochen. Diese Bearbeitungszeit liegt noch durchaus im akzeptablen Zeitfenster. 

Viel Glück ! 

Kommentar von Juergen010 ,

Ergänzend zur sehr richtigen Antwort von Gaenseliesel:

Die Bewilligung des Antrags, von der Negativbescheinigung des Vaters für nicht erhaltenen Unterhalt abhängig zu machen, ist schlichtweg rechtswidrig.

Da der Leistungsbescheid sowieso unter dem Vorbehalt der Rückforderung steht und generell das Zuflussprinzip gilt, ist der Beweis der unmittelbaren Bedürftigkeit schon allein durch die Vorlage der Kontoauszüge der letzten Monate erbracht.

Nochmals der Hinweis: Nicht telefonieren! Sondern persönlich, mit allen Unterlagen im Gepäck, hingehen.

Sich nicht vertrösten lassen. Im Zweifel auf ein Gespräch mit dem Teamleiter oder Geschäftsführer des Jobcenters bestehen.

Kommentar von Gaenseliesel ,

DH !!!  :-) 

Antwort
von Marucheeya, 10

vielen lieben dank an alle. Heut hat unser Arbeitsamt geschlossen (warum auch immer) Ich werde aber definitiv Morgen hingehen und mit denen Reden und diesen Vorschuss beantragen. Ich hoffe das alles hinhaut.. Ich denke uach das ein Anwalt zu verfrüht ist. Ich finde es nur eine frechheit das man uns sagte mir sogar versprach das bis heute das geld da sei.. Vilen dank nochmal an alle

Antwort
von jimjim, 21

Was schiefgegangen ist kann dir wohl niemand hier sagen, allerdings solltest du dich dringend (bzw ihr) an einen Anwalt wenden. Mit Beratungshilfe müsst ihr dafür auch (fast) nichts zahlen. Der sollte sich dem Fall mal annehmen, manchmal ist das Jobcenter nicht ganz so fix mit der Bearbeitung, was natürlich für einige Menschen ganz schön fies ausgehen kann. zB bei euch, wenn ihr euch keine Lebensmittel mehr leisten könnt. 

allerdings erhaltet ihr eine rückzahlung auch für januar noch, weil ihr da schon den antrag gestellt habt (aber das hilft euch jetzt wahrscheinlich auch wenig)

Kommentar von Juergen010 ,

Der Rat zum Anwalt zu gehen, ist in dieser Phase deutlich zu früh und verzögert eher die Bearbeitung des Antrags, da der Anwalt faktisch nur gegen einen Bescheid vorgehen kann.

Abgesehen davon ist das Prozedere mit Beratungsschein holen, Anwalt finden und entsprechender Aktion des Anwalts, bis zum Wochenende nicht händelbar.

Bei weiterer Weigerung des Jobcenters, einen Überbrückungsvorschuß auszuzahlen, hilft nur eine einstweilige, dringliche Anordnung des zuständigen Sozialgerichts.

Im Übrigen braucht man dafür keinen Anwalt. Der Gang zum Rechtspfleger des Sozialgerichts (natürlich mit allen Unterlagen) reicht aus.

Der Rechtspfleger formuliert den Antrag und legt ihm dem Richter vor. Mit etwas Glück hat man die einstweilige Anordnung nach ein paar Stunden in der Hand und kann diese dem Jobcenter am nächsten Tag präsentieren.

Siehe auch hier: http://www.sozialrecht-rosenow.de/eilantrag-vor-dem-sozialgericht.html

Da ist sogar ein entsprechendes Antragsmuster schon aufrufbar. ..;-)

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