Frage von Uschi2013, 10

Hartz 4 Alleinerziehend Maßnahme Umzug

Ich bin Alleinerziehende(28J.) Mutter (seit Juli 2013) von 2 Kindern. Ich erhalte inzwischen durch die trennung Alg2. Und habe eine EGV unterschrieben der jedoch nicht steht das ich an Teilnahme an einer Maßnahme oder Fortbildung verpflichtet bin.

Ich bin keinesfalls eine die sich drücken will davor nur ist nun die Situation diese das ich aus Privaten gründen aus meinem ort weg ziehen will um einen Neustart zu beginnen und das Job Center dann nicht mehr für mich Zuständig wäre.

Ich bin jedoch noch am Wohnung suchen ansonsten habe ich alles andere bereits abgeklärt.

Was passiert nun wenn ich nicht an dem Projekt teilnehme?!

Würde nämlich gerne nach dem Umzug im Neuen Ort eine Ähnliche Maßnahme dann beginnen und fände es sinnlos jetzt noch hier zu beginnen.

Ich damnke schon mal für eure Antworten

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Antwort
von HartzEngel, 5

Sind Deine Kinder im Juli 2013 geboren oder bist Du seitdem alleinerziehend? Wenn Du noch in Elternzeit bist, wärst Du überhaupt nicht verpflichtet an Maßnahmen teilzunehmen, da Du 3 Jahre Elternzeit nehmen kannst, währenddessen ist keine Arbeitsvermittlung vorgesehen. Wenn die Kinder älter sind und Kinderbetreuung besteht, wärst Du schon verpflichtet an Maßnahmen (die zur Arbeitsaufnahme führen oder Dich dazu vorbereiten sollen) teilzunehmen. Spricht mit dem Arbeitsvermittler, wenn Du wirklich wegziehen willst und hierzu schon Vorbereitungen getroffen hast (Schulanmeldung, Wohnungsuche usw.), dann dürfte er Verständnis haben und Dich nicht für die Maßnahme einteilen. Wenn Du aber länger nichts findest, dann schon, manche Kunden brauchen ein Jahr um eine Wohnung zu finden, da kann man auch nebenbei in der Maßnahme sein, oft kommt dort auch Unterstützung (z. B. Internetnutzung zur Stellensuche, kostenlose Telefonate usw.).

Antwort
von Primus, 3

Was passiert nun wenn ich nicht an dem Projekt teilnehme?!

Dann wird Dir mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Sektion auferlegt, sprich: Dir wird Geld abgezogen.

Warum versuchst du nicht, in einem Gespräch Deinem Sachbearbeiter die Situation zu schildern und erklärst ihm das, was Du uns schreibst.

Es soll dort auch Sachbearbeiter mit gesundem Menschenverstand geben die Deine Lage eventuell verstehen und mit Dir zusammen eine Lösung suchen.

Ich wünsche viel Glück.

Kommentar von Uschi2013 ,

Danke. ja ich habe vorhin versucht telefonisch jemand zu erreichen. Meine Eigene Vermittlerin riet mir evtl. durch meine Erlebnis zu einer Gesprächstherapie und gleichzeitig will sie mich nun dahin stecken. ich versteh das nicht. Ich bin nun in Therapie 1x in Woche und habe sogar schon in dem Wohnort in den ich ziehen möchte einen Therapieplatz in Aussicht liegt wie gesagt schon nur noch an der Wohnung

Kommentar von Primus ,

Wenn Du mit der Sachbearbeiterin nicht gut reden kannst, mach einen Termin beim Abteilungsleiter.

Gehe persönlich hin und versuche nichts übers Telefon zu regeln. damit erreichst Du mehr.

Viel Glück auch bei der Wohnungssuche, die hoffentlich schnell gefunden wird.

Kommentar von Steeler ,

Dann wird Dir mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Sektion auferlegt, ...

Schmunzel

Ist das was Angenehmes? :)

Kommentar von Primus ,

;-))) Upps..... Sanktion, lach....

Antwort
von cyracus, 3

Die meisten Eingliederungsvereinbarungen sind nichtig

Lies was hier eine Rechtsanwältin zur Eingliederungsvereinbarung schreibt:

http://www.123recht.net/Die-meisten-Eingliederungsvereinbarungen-sind-nichtig-__...

(Weil hier pro Antwort und pro Kommentar immer nur EIN Link erlaubt ist, setze ich nun neu an.)

Kommentar von cyracus ,

Falls Du eine (neue) Eingliederungsvereinbarung unterschreiben sollst, nimm sie mit nach Hause - unterschreibe sie keinesfalls dort!!!

Hör Dir auf YouTube die hervorragende Information zu Eingliederungsvereinbarungen von einer Fachfrau an:

Eingliederungsvereinbarung 1

http://www.youtube.com/watch?v=msOcuQYUGQM

Es sind sieben kleine Teile. Ist ein Teil zu Ende, kannst Du den Folgeteil oben rechts anklicken.

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Hole Dir auch Rat bei einer guten behördenunabhängigen (!!!) Beratungsstelle wie dieser Hamburger

Arbeitslosen Telefonhilfe

0800 111 0 444 - wenn Du in Hamburg / Umgebung wohnst oder

040 22 75 74 73 - wenn Du in einem anderen Bundesland wohnst.

Dort ist man zum Thema Arbeitslosigkeit (ALG I + ALG II / Hartz IV) sehr erfahren.

Kommentar von cyracus ,

Vorsichtshalber auch diese Hinweise von mir:

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache sogar zügiger behandelt.

Siehe hierzu auch diese Information von gegen-hartz:

Wenn Hartz IV-Anträge verloren gehen

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wenn-hartz-iv-antraege-verlore...

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos „im Vertrauen“ landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Diese muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Die Begleitung kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Es gibt auch ehrenamtliche Behördenbegleiter. - Google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen

Behördenlotsen

Hartz IV Mitläufer

Hartz IV Gegenwind e.V.

Wir gehen mit org

Diese Ämterlotsen sind wertvolle Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen, und bestenfalls kennen sie sich auch noch mit Gesetzen aus.

Falls Du in einer Bedarfsgemeinschaft lebst: Andere Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

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Und google mit

legitimation eines beistands pdf

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

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