Frage von solicitation1, 21

Handelt es sich beim Serviceleistungsvertrag (Bahn-Job-Ticket) der Bahn um einen geldwerten Vorteil?

Die Bahn bietet für Mitarbeiter von Firmen ein Job-Ticket an. Damit bekommen die Mitarbeiter einer Firma günstigere Bahn-Tickets. Der Rabatt, den die Bahn gewährt fällt umso höher aus, je mehr Mitarbeiter einer Firma sich beteiligen. Die Firma selbst zahlt nichts dazu. Das heißt die Mitarbeiter geben der Firma kein Geld und die Firma zahlt auch kein Geld, weder an die Mitarbeiter noch an die Bahn. Der "Rabatt" wird von der Bahn lediglich deshalb gewährt, weil man der Firma angehört, die sich an dem Programm beteiligt. Das Ganze nennt sich "Serviceleistungsvertrag für das Bahn-Job-Ticket". Das "Service-Entgelt würde vom jeweiligen Abo-Kunden direkt an die Bahn gezahlt". (s. auch Bild)

Wie ist dies nun steuerlich aus der Sicht der Firma zu sehen? Fällt hier ein geldwerter Vorteil an, der versteuert werden muß? Falls ja, aufgrund welcher Beträge würde das dann berechnet bzw. abgewickelt?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo solicitation1,

Schau mal bitte hier:
Steuern Finanzamt

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von freelance, 20
Das heißt die Mitarbeiter geben der Firma kein Geld und die Firma zahlt auch kein Geld, weder an die Mitarbeiter noch an die Bahn

das sehe ich ein wenig anders, denn wenn keiner was zahlt, wer zahlt dann? Ich vermute, bei der Lohnabrechnung werden die Kosten für das Ticket von der Firma vom Nettogehalt abgezogen. Wenn nicht, dann zahlt der Kunde (der Mitarbeiter) direkt an die Bahn.

Einen geldwerten Vorteil sehe ich hier nicht.

Kommentar von solicitation1 ,

Es fließt lediglich ein Geldstrom vom Bahnkunden an die Bahn. (Der Bahnkunde zahlt für das Ticket an die Bahn). Die Firma zahlt nichts, sondern bestätigt der Bahn lediglich, daß der Mitarbeiter hier arbeitet. Das ist die Voraussetzung damit die Bahn, das Job-Ticket an ihren Kunden verkauft.

Auf der Lohnabrechnung, die die Firma erstellt, taucht nichts zu diesen Vorgängen auf.

Kommentar von solicitation1 ,

Vielleicht kann man es so vergleichen: Jemand bekommt eine Vergünstigung für eine Leistung, weil er z. B. Student ist oder körperbehindert ist?

Kommentar von freelance ,

kein geldwerter Vorteil.

Das ist wie bei vielen Anbietern, bei denen man bei Nennung seines Arbeitgebers einen Rabatt bekommen kann. Der Arbeitgeber weiss von den Zahlungen nichts.

Das sind einfach nur Sonderkonditionen, die ein Anbieter wie hier die Dt. Bahn, Angestellten einer Firma bieten.

Antwort
von FREDL2, 17
Auf der Lohnabrechnung, die die Firma erstellt, taucht nichts zu diesen Vorgängen auf.

Warum auch. Die ausgehandelten Sonderkonditionen sind zwar ein geldwerter Vorteil, aber kein steuerpflichtiger geldwerter Vorteil.

Um Sonderkonditionen bei Bahn und anderen Öffis zu bekommen, kannst Du auch einen Verein gründen. Hast Du genügend Mitglieder, welche das Bahn-Abo nutzen, dann bekommt auch dieser eigens zu dem Zweck gegründete Verein Prozente. Du siehst, ob nun der AG oder sonstwer den Rabatt aushandelt ist egal.

Steuerpflichtig wäre in der AG-Version, wenn der Abonutzer den Ticketpreis von seiner Firma bezahlt bekäme. Da aber auch nur, wenn das Abo mehr als 44,00/Monat kostet. Kostets mehr, kann der AG den Fahrtkostenzuschuss auch pauschal mit 15% versteuern.

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