Frage von bluboert, 67

Ich habe meinen Mietvertrag am 29.09. zum 31.12.2016 per Einschreiben gekündigt. Mein Vermieter hat den Brief nicht bekommen, will weiter Miete. Darf er das?

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Antwort
von Schmankerl, 4

Wenn der Vermieter behauptet, er habe ein Einschreiben nicht bekommen, dann ist ein Beweis gar nicht einfach zu führen, dass er das Schreiben doch bekommen hat. Zu den verschiedenen Formen von Einschreiben und dem Beweis einer Zustellung gibt es hier Erläuterungen:

Einwurfeinschreibenhttp://www.promietrecht.de/Zustellung/durch-Post/Einwurf-Einschreiben/Zustellung...

Übergabeeinschreibenhttp://www.promietrecht.de/Zustellung/durch-Post/Uebergabe-Einschreiben/Zustellu...

Einschreiben mit Rückschein: http://www.promietrecht.de/Zustellung/durch-Post/Einschreiben-/-Rueckschein/Eins...

Und auch eine praktische Übersicht über die Sicherheit von verschiedenen Zustellungsarten 

http://www.promietrecht.de/Zustellung/Zustellungsnachweis-Welcher-Versand-ist-si...

Antwort
von Rat2010, 16

Das Wesen eines Einschreibens ist, dass der Brief nur gegen Unterschrift des Empfängers an diesen übergeben wird. Alternativ ist die Sendung und die Zustellung nachvollziehbar.

Wenn er es nicht bekommen hat, hast du es zurück bekommen.

Man hat (wieder das Wesen des Einschreibens) Belege. Wenn du einen Rückschein oder einen Beleg über ein Einwurfeinschreiben hast und der Empfänger die Annahme nicht verweigert hat - was nicht geht, ohne dass dir das mitgeteilt wird/du den Brief zurück bekommst - ist der Brief gerichtsfest angekommen.

Ich hoffe, du hast Belege? Dann darf er das nicht.

Interessant wäre, was du an Belegen hast (den Code zur Nachverfolgung? Dann nach das doch!) und die Argumentation des Vermieters.

Antwort
von Gaenseliesel, 46

Hallo,

hast du schon mal versucht den Briefversand mittels Registrierung auf dem Beleg, online nachzuverfolgen ? 

https://www.deutschepost.de/sendung/simpleQuery.html

Dann hast du zwar eine Bestätigung durch die Post und kannst den Vermieter mit dem Ergebnis konfrontieren aber helfen tut es dir betr. Kündigung/Fristeinhaltung kaum. Dann kannst du nur auf Kulanz hoffen.

Den Brief kann sonstwer aus dem Kasten genommen haben..... z.B. Klein Fritzchen, es fehlt der tatsächliche Empfangsnachweis. 

Kommentar von Snooopy155 ,

Selbst bei einem Einschreiben zum Einwurf ist die Pflicht des Mieters für die ordnungsgemäße Kündigung erfüllt. Es ist Sache des Vermieters seinen Briefkasten zu leeren und dafür zu sorgen, dass daraus nichts entwendet werden kann. Wer einmal ein Schreiben vom Gericht bekommen hat, weiß dass der Vermerk des Postboten, dass er das Schreiben in den richtigen Briefkasten geworfen hat ausreichend ist, damit alle Fristen zu laufen beginnen.

Kommentar von Gaenseliesel ,

sorry, so eindeutig klar ist es, falls Gerichte darüber entscheiden müssten, dann doch wohl nicht:

http://www.rechthaber.com/einschreiben-sind-rechtlich-wertlos/

Kommentar von Snooopy155 ,

Hier ist mal ein einzelnes Gericht von der bisherigen Rechtsauffassung abgewichen.
Aber der Fragesteller hat noch ein ganz anderes Problem - ein Einschreiben am 29.09. am Schalter abgegeben bedeutet noch nicht, dass dieses auch wirklich am 30.09. beim Empfänger eingegangen ist; damit wären dann die 3-monatige Kündigungsfrist nicht eingehalten.

Daher würde ich dem Fragesteller bescheinigen, dass er mit seiner Kündigung schon etwas naiv umgegangen ist, wenn er 2 Monate verstreichen läßt bevor er den Vermieter diesbezüglich kontaktiert.

Kommentar von Gaenseliesel ,

richtig..... der rechtzeitige Eingang wäre mir in diesem Fall schon wichtig, ich hätte dann wohl schon deshalb beim Vermieter nach ein zwei Tagen nachgefragt, damit ich sicher gehen kann. 

Junge Leute sind in dieser Beziehung einfach zu gutgläubig, vertrauensseelig  ....." Lebenserfahrung " !!!

Antwort
von Tina34, 53

du kannst doch bestimmt die Ablieferquittung vorlegen, also Kopie machen und ihm schicken.

Kommentar von LittleArrow ,

Hatte ich auch so gedacht. Aber wer weiß genau, was in dem Brief drin war?

Antwort
von hildefeuer, 27

Nachforschungsantrag bei der Post stellen. Die Kosten hierfür von der letzten Miete abziehen.

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