Frage von Katharina82, 69

Ich brauche Rat wegen Krankenkassen-Beiträge in der Elternzeit bei freiwillig Versicherten, ich bin verheiratet, mein Mann ist privat versichert, wie läuft das?

Antwort
von Hanseat, 69

Während der Schwangerschaft kommst Du schwer in eine PKV, bei den meisten nur unter Ausschluß der Schwangerschaft und damit zusammenhängender Beschwerden oder gegegn Zuschlag. Nach der Geburt sieht das dann natürlich anders aus.

Antwort
von Primus, 59

Sieh mal, ob der folgende Link Dir weiterhilft:

http://www.online-pkv.de/pkv-bu-blog/elternzeit-und-die-nicht-immer-beitragsfrei...

Antwort
von Katharina82, 52

@Primus: danke für den link, den kenn ich leider schon.@Apolon: Mag sein, aber mein Arbeitsentgelt vor der Elternzeit stellt Einkünfte i. S. d. § 2 Abs.4 der Beitragsverfahrensgrundsätze zur Beitragsbemessung freiwilliger Mitglieder dar (vgl. https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung\_1/grundpr...). Siehe Beispiel:Beispiel:Bevor das Kind geboren wurde waren Vater und Mutter (verheiratet) und beide berufstätig. Beide hatten ein Einkommen über der JAEG und waren freiwillig versichert. Das Einkommen des Mannes beträgt weiterhin 4.500 € brutto pro Monat und er ist auch weiterhin privat krankenversichert. Die Mutter entscheidet sich für eine Elternzeit und hier stellt sich nun die Frage welche Beiträge anfallen. Während der Elternzeit erzielt sie kein Einkommen. Einkommen des Versicherten in Elternzeit (hier der Mutter): 0.– Euro Einkommen des anderen Elternteils (weiterhin berufstätig und privat versichert): 4.500 €Das gesamte Familieneinkommen berechnet sich also mit 0 EUR + 4.500 EUR – 921,67 EUR (Abzugsbetrag für ein Kind ohne Anspruch auf Familienvers.) und beträgt damit 3.578,33 €. Dieser Betrag muss durch zwei geteilt werden und beträgt dann 1.789,17 €. Der Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt also: 1.789,17 € * (14,9% KV+ 2,05% Pflege) = 303,26 EUR(Quelle: siehe Beitrag Primus). Ist ein Beispiel aus dem Jahr 2014.

Antwort
von Katharina82, 46

Sorry, der vollständige Text wurde nicht angezeigt und jetzt konnte ich das Ganze nicht mehr bearbeiten, also nochmal! ;-)

Hallo Zusammen,

ich informiere mich derzeit zum Thema KK Beiträge in der Elternzeit bei freiwillig Versicherten.Ich bin verheiratet, mein Mann ist privat versichert und ich würde dieses Jahr erstmalig knapp über die JAE- Grenze kommen.

Mein Entbindungstermin ist der 17.04.2016. Würde ich nächstes Jahr freiwillig versichert sein, müsste ich ja Beiträge in der GKV zahlen, bemessen nach den Einkünften meines Mannes und meiner eigenen.

Hierzu gibt es ein Urteil vom LSG Niedersachsen Bremen (https://openjur.de/u/323387.html). Danach war die Versicherungsnehmerin weiterhin pflichtversichert in der GKV, da nur zwei Monate Einkünfte bezogen wurden und das Mutterschaftsgeld nicht als Einkünfte zur Bemessung der JAE Grenze herangezogen werden kann und vorausschauend durch die Elternzeit auch keine weiteren Einkünfte bezogen wurden. Meine Krankenkasse habe ich mit dem Urteil noch nicht konfrontiert.

Eine andere Überlegung meinerseits ist entweder in die PKV zu gehen, wenn ich aus der freiwilligen KV nicht raus komme, da gibt es Tarife mit 6 Monaten Beitragsfreistellung bzw. durch Entgeltumwandlung mein JAE zu verringern.Sind noch andere Urteile bzw. Vorgehensweise der Kassen derzeit bekannt?

Ich freue mich über jede Antwort…


Kommentar von ffsupport ,

Liebe/r Katharina82,

bitte achte in Zukunft darauf Reaktionen zu einer Antwort auch in Form von nachträglichen Ergänzungen Deiner Frage über den Link "Antwort kommentieren" hinzuzufügen. So ist sichergestellt, dass der Zusammenhang im Nachhinein nicht verloren geht, da die Antworten durch die Bewertungen ja ständig in Bewegung sind.

Viele Grüße

Ria vom finanzfrage.net-Support

Kommentar von Apolon ,

Eine andere Überlegung meinerseits ist entweder in die PKV zu gehen, wenn ich aus der freiwilligen KV nicht raus komme,

Wenn bei der PKV keine Anwartschaftsversicherung besteht, ist ein Vertrag erst nach der Geburt des Kindes möglich.

Außerdem auch nur dann, wenn keine GKV-Pflicht besteht, also wenn die Brutto-Einkünfte über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen (54.900 €).

Würde ich nächstes Jahr freiwillig versichert sein, müsste ich ja Beiträge in der GKV zahlen, bemessen nach den Einkünften meines Mannes und meiner eigenen.

Die Einkünfte des Mannes werden nur dann berücksichtigt  (50 % des mtl. Bruttoeinkommens) wenn die Ehefrau keine Einkünfte hat.

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