Frage von helgalange, 29

Hallo. Habe jetzt erst die Aufforderung bekommen, die Betriebskostenabrechnung beim Amt für Grundsicherung im Alter einzureichen. habe diese aber schon im juni?

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Antwort
von cyracus, 5

habe diese aber schon im juni?

Dein Satz ist unvollständig! "Habe diese aber schon im juni" ... was? erhalten? dem Amt vorgelegt? ...

Ich vermute, Du hattest die von Deinem Vermieter erhalten.

Korrekt ist, die dann UMGEHEND dem Grundsicherungsamt einzureichen, damit eine entsprechende Abrechnung erstellt werden kann.

Diese Aufforderung nun ist eine Art Mahnung, der Du am besten sofort folgst.

Ich vermute, Du hattest eine Rückerstattung bekommen, über die Du Dich gefreut hattest. - Vermutlich hättest Du die Abrechnung dem Grundsicherungsamt blitzschnell vorgelegt, wenn Du eine saftige Nachzahlungsforderung erhalten hättest.

Dann setz mal schnell das Schreiben auf und füge eine Kopie der Betriebskostenabrechnung bei.

.

Vorsorglich diese Hinweise von mir, die ich Arbeitslosen und anderen
Grundsicherungsbeziehern reingebe - Du wirst leicht erkennen, was auf
Deine Situation zutrifft:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen).
Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge
persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf
einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift
bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht
das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum
und Unterschrift“
).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben
aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es
mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum
dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und
Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein
Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt
wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht
behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und
wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original
unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten)
. - Nicht (oder angeblich nicht)
abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht
gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. -
Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß
allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit
jobcenter unterlagen verloren
und lies auch dies:
Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterla...

.

Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein.
Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im
Vertrauen
landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“
(wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

.

Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen.
Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher
macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber
auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google
mit 13 sgb 10):

     (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit
           einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene
           gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht
           unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit
Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

     Ämterlotsen
     Behördenlotsen
     Behördenbegleiter
     Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und
(die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine
Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus.
(Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen
des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast
Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft):
Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand
sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die
gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht
darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu
lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich
etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es
gesagt.

Kommentar von cyracus ,

Zu "UMGEHEND ... einzureichen":

Empfehlenswert ist, die Betriebskostenabrechnung mit dem Guthaben dann dem Grundsicherungsamt vorzulegen, sobald das Geld auf Deinem Konto eingegangen ist. Denn erst dann kannst Du ja über das Geld verfügen.

Mitarbeiter der Grundsicherungsbehörden neigen nämlich dazu, sofort die Gutschrift von der folgenden Zahlung abzuziehen, obwohl Du das Geld vom Vermieter noch gar nicht hast.

Antwort
von Gaenseliesel, 16

dann musst du dir wohl ein Duplikat beschaffen ! 

Kommentar von cyracus ,

Hi, ich vermute, die Fragestellerin hatte die Betriebskostenabrechnung erhalten und sich sehr über eine Rückzahlung gefreut - so wie es vielen Grundsicherungsbeziehern geht, die sich über den warmen Geldregen freuen ...

Kommentar von Gaenseliesel ,

rrrrr........damit kannst du durchaus richtig liegen, cyracus, stimmt !  :-((

Dises Missverständnis hätte der Fragesteller dann doch aber klarstellen können, finde ich. 

Na, vielleicht kommt noch ein Feedback, abwarten ! ;-))

Kommentar von cyracus ,

Mir scheint oft, Fragesteller auf Plattformen wie dieser, gutefrage usw. denken oftmals, wir Antwortenden seien bezahlte Angestellte der Plattformbetreiber. Viele scheinen nicht zu wissen, dass zu Hause welche sitzen, die Menschen, die sie gar nicht kennen, hilfreich antworten und damit ihr Wissen und ihre Freizeit schenken. - Deshalb wohl auch selten eine anerkennende Reaktion der Fragesteller.

Ob dies nun auch auf die fragende @helgalange zutrifft, wissen wir ja nicht. Vielleicht kommt ja noch eine Reaktion auf unsere Beiträge.

LG cyracus

Kommentar von Gaenseliesel ,

......dabei steht der Zeitaufwand für die Fragestellung in keinem Verhältnis zum einfachen  D a n k e  ! 

Anscheinend haben sich die Deutschen eine überwiegende Nehmermentalität zugelegt oder es wird in den Kinderstuben nicht mehr vermittelt. 

Wetten......unsere Kritik missfällt dem Support wieder und der Beitrag wird gelöscht ? 

Kommentar von cyracus ,

Damit wird ja nicht der Support kritisiert - nur das ist gemäß Regeln auf diesem Wege nicht erlaubt.

Wir befinden uns mit diesen Kommentaren ja auch noch innerhalb der Fragestellung und dem verständlichem Wunsch, Erläuterungen zur nicht ganz ausformulierten Frage zu erhalten.

Naja, wenn nach solch einer Mahnung des GruSi-Amtes die erforderliche Unterlage = Kopie der Betriebskostenabrechnung nun zügig eingereicht wird, wird alles klar gehen. Sollte das aber bis über die nun folgende Monatswende hinaus verzögert werden, ist es durchaus möglich, dass die nächste Zahlung solange nicht erfolgt, bis der Nachweis vorliegt.

Dies auch als Hinweis an die Fragestellerin.

Kommentar von Gaenseliesel ,

wichtige Zusatzinfo ! 

....damit hast du jetzt clevererweise  eine Löschung verhindert....lach ! 

Kommentar von cyracus ,

‹(••)›

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