Frage von Karl79, 100

Hallo, ein Verwandter von mir ist Teilerbe geworden, er bekommt bald das Geld auf sein Konto, wie kriegt das die Arge mit, wenn er das z. B. gleich abhebt?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Karl79,

Schau mal bitte hier:
Finanzamt Erbe

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, Community-Experte für Erbe & Finanzamt, 89

Die ARGE bekommt das mit, wenn er bei denen die Auszüge vorlegen muss.

Wenn da an einem Tag 5.000,- Euro eingehen udn am nächsten Tag abgehoben werden, dann wird das entsprechend berücksichtigt.

Für den Fall, dass er die Auszüge nicht vorlegen muss, ändert das nichts daran, dass er es melden müsste und sich sonst strafbar macht.

Man kann ihm nur raten das anzumelden.

Alternative, er teilt dem Jobcenter mit, dass er keine Hilfe mehr braucht udn beendet den Bezug. Dann verbraucht er das Geld, bis es auf das Schonvermögen verbraucht ist und beantragt dann ALG II neu.

Kommentar von gammonwarmal ,

DH! Du bestätigst damit Billy's Antwort. :-)

Kommentar von Primus ,

billys? ;-)

Kommentar von gammonwarmal ,

Er hat sie eben schon vorher bestätigt...

Kommentar von wfwbinder ,

Wenn man einige Zeit dabei ist, weiss man ja wer was antworten wird und kann das eben schon vorher bestätigen.

Antwort
von Primus, 71

Guck mal , was die ARGE selbst zu einem solchen Fall sagt:

" Jeder Empfänger von ALG II ist nach § 60 Abs. 1 Nr. 2 SGB I verpflichtet, (spätestens) nach einer eventuellen Erbschaftsannahme die Erbschaft anzuzeigen. Außerdem kann die Bundesagentur Einsicht in die Akten des Nachlassgerichts nehmen (was voraussetzt, dass die Bundesagentur von dem Tod des Erblassers erfahren hat). Schließlich kann der Erbfall natürlich von missgünstigen Verwandten, Bekannten oder Nachbarn angezeigt werden.
Was passiert, wenn ich die Erbschaft nicht melde?Unterlässt der Empfänger von ALG II die Anzeige der Erbschaft, begeht er nach § 63 Abs. 1 Nr. 6 SGB II eine Ordnungswidrigkeit, die nach § 63 Abs. 2 SGB II mit einem Bußgeld von bis zu 5.000,00 EUR geahndet werden kann. Außerdem macht er sich unter Umständen nach § 263 StGB wegen Betrugs strafbar."

Antwort
von Gaenseliesel, 66

Bei der Arge sind Mitarbeiter beschäftigt, die ihren Berufsabschluss nicht im Lotto gewonnen haben. Sie sind zweifellos im Stande, Buchungen auf Kontoauszüge zu deuten oder ggf. zu hinterfragen. 

Schummeleien ziehen strafrechtliche Konsequenzen mit sich. d.h. es lohnt sich nicht, in diese Richtung auch nur zu denken ! 

Antwort
von billy, 52

Er ist ja dann zumindest zeitweise nicht mehr bedürftig. Dein Verwandter ist verpflichtet den Vermögenszufluss der Arge bekannt zu machen, mit der Konsequenz das vor weiterem Bezug von AlG 2 das Vermögen bis zum Schonvermögen zu verwerten ist. 

Kommentar von Karl79 ,

Ja das hab ich auch gesagt.

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