Frage von gutemiene,

Halbe Stelle an drei Arbeitstagen - Pendlerpauschale für fünf Tage ansetzen?

Hallo miteinander.

Bevor ich mich des Versicherungsbetrugs schuldig mache, stelle ich lieber einmal meine Frage: es ist so, dass ich momentan eine halbe Stelle habe und ich nur an drei Arbeitstagen in der Woch ins Büro fahre. Das ist so mit meinem Chef abgeklärt, aber nirgendwo vertraglich festgehalten.

Wenn ich jetzt meine Steuererklärung mache, kann ich dann die Pendlerpauschale für fünf Tage in der Woche ansetzen? Oder wäre das Betrug? Nachprüfen kann man das ja wahrscheinlich kaum?!

MfG

Antwort von Tina34,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

bei vielen Lohnprogrammen wird ein "Arbeitszeitmodell" oder die Arbeitzeit mit Arbeitstagen hinterlegt (hängt auch mit z.b. Erstattungsanträgen KK etc. zusammen). Außerdem bescheinigen viele die Arbeitstage in der ETIN-Bescheinigung, sollte das der Fall sein, wird das auch ans Finanzamt übertragen.

Zu deiner Frage - ja es wäre Betrug. Und natürlich kommt der Prüfer so ca. alle 3 Jahre in die Firma und schaut sich an was da so abgerechnet wird. Kommt ihm was komisch vor gibts dann eben Kontrollmeldungen.......

Ansonsten wird dir hier glaube ich keiner dir zur Steuerhinterziehung raten.

Antwort von obelix,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

das ist kein Versicherungsbetrug, sondern Steuerhinterziehung. Du betrügst damit die Allgemeinheit der Steuerzahler.

Kommt man dir auf den Schwindel, wird es teuer.

Ich käme in deinem Falle gar nicht auf die Idee, hier von den Fakten abzuweichen.


Und von wegen "nachprüfen". Sei dir da nicht so sicher. Es gibt genügend Möglichkeiten, das festzustellen.

Antwort von gandalf94305,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn Du drei Tage die Woche ins Büro fährst, dann werden auch drei Tage für die Entfernungspauschale angesetzt. Punkt. Alles andere wäre kein Versicherungsbetrug, sondern Steuerhinterziehung.

Wenn Du die zwei Tage zuhause arbeitst, kann dort natürlich ggf. auch ein Arbeitszimmer angesetzt werden.

Kommentar von FREDL2,

@gandalf: Alles richtig, bis aufs Arbeitszimmer. Das kann nicht abgesetzt werden, da bei 3 Tagen in einem Büro angenommen werden darf, dass dort ein Arbeitsplatz besteht - ergo: nix Arbeitszimmer zu Hause. Arbeitsmittel, das geht eventuell.

Kommentar von gandalf94305,

Es gibt Projektingenieure, die durchaus zuhause die Projektplanung und eigentliche Arbeit machen, während sie nur an ein paar Tagen für Meetings, sowie Kopieren und Abholen/Versenden von Post "ins Büro" = an den Standort des Arbeitgebers fahren. Damit wäre der Mittelpunkt der Arbeit durchaus im Arbeitszimmer zu verargumentieren. Daher schrieb ich "ggf." könnte das Arbeitszimmer abgesetzt werden. Das wäre zu prüfen. Kategorisch verneinen kann man das nicht, denn nicht der Zeitaufwand zählt, sondern der prägende Teil der Arbeit.

Impossible is only untried.

Antwort von Franzl0503,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Du schließt also mit Sicherheit aus, dass bei der nächsten Steuerprüfung deines Arbeitsgebers der Schwindel nicht ausgedeckt wird. Rat: Hände weg.

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