Frage von MarliesSo,

Haftet Frau für Kosten des Tierarztes, wenn Mann ihn beauftragt?

Der Mann einer Freudin ist mit einer Jüngeren davon. Bevor er sich getrennt hat, hat er noch einen Tierarzt beauftragt für die tatsächlich notwendigen Untersuchungen der Pferde meiner Freundin. Jetzt will aber der Tierarzt von meiner Freundin die Tierarztkosten, da sie offensichtlich der Mann nicht zahlen kann. Begründet wird das mit einem Geschäft zur Deckung des Lebensbedarfs. Daher soll die Frau mitverpflichtet sein. Stimmt diese Ansicht?

Antwort von geige,
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Die Anspruchsgrundlage, auf die sich der TA bezieht, ergiebt sich aus 1357 Abs. 1 Satz 1 BGB.

Viele Ehegatten wissen nicht, daß der andere Ehegatte Geschäfte zur angemessenen Deckung des Lebensbedarfs der Familie (z.B. Einkauf im Supermarkt etc.) mit Wirkung auch für ihn eingehen kann (vgl. § 1357 Abs. 1 Satz 1 BGB).

Durch solche Geschäfte werden beide Ehegatten berechtigt und verpflichtet, es sei denn, dass sich aus den Umständen etwas anderes ergibt (vgl. § 1357 Abs. 1 Satz 2 BGB)

BGH, Az.: III ZR 213/03,Urteil vom 11.03.2004

Welche Geschäfte zur Deckung des tägl. Lebens zu zählen sind, ist immer vom Einzelfall u. dem jeweiligen Lebensstandard aus zu bemessen.

Der Tierarzt dufte wohl in vorliegendem Fall berechtigt davon ausgehen.

Antwort von DrSchaf,

Es handelt sich um ein Geschäft zur Deckung des täglichen Lebensbedarfs. Dieses wurde noch währender Ehezeit von dem Mann vorgenommen. Die Frau haftet. Geige hat bereits richtig geantwortet.

Antwort von albwolf,

da die untersuchung notwendig war und die pferde der frau gehören, muss sie für die arztkosten aufkommen. wenn ihr mann den tierarzt nicht geholt hätte und sie später erfahren hätte, das wegen dem mann die pferde gestorben sind (weil er den arzt nicht geholt hätte) was würde sie jetzt rumzetern wegen dem verlust. hier könnte sie evtl. erfolg gehabt haben, weil der mann dann die hilfe unterlassen hätte. wenn sie den arzt selbst geholt hätte, müsste sie die kostzen doch auch selbst zahlen müssen.

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