Frage von sinkai1967, 61

Haben die EU-Staaten automatischen Datenaustausch mit Liechtenstein

über die Konten und Zinserträger der EU-Bürger

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Antwort
von Primus, 61

Der automatische Daten Austausch erfolgt  erst ab 2017.  Dann werden sämtliche Kontendaten wie Kontostände, Einnahmen aus Dividenden und Zinspapieren, Gewinne aus Veräußerungen übermittelt. Diese Meldungen werden nur über neu eröffnete Konten erfolgen, Altkonten sind zunächst nicht betroffen. Die Daten werden aber bereits ab Januar 2016 gesammelt.

Antwort
von billy, 49

Etwa 50 Staaten Haben Ende Oktober des letzten Jahres in Berlin ein Abkommen unterzeichnet, in dem vereinbart wurde, dass erstmals im September 2017 sämtliche Kontendaten von ausländischen Bankkunden automatisch an die Steuerbehörde ihres Heimatstaates übermittelt werden: Kontostände, Einnahmen aus Dividenden und Zinspapieren, Gewinne aus Veräußerungen. Allerdings werden die Meldungen nur über neu eröffnete Konten erfolgen, Altkonten sind zunächst nicht betroffen. Die Daten werden bereits ab Januar 2016 gesammelt. Das Abkommen soll sich nicht nur gegen die einfache Steuerhinterziehung richten, sondern auch Steuerschlupflöcher stopfen, etwa über die Konstruktion von Trusts. Auch für diese gelten Offenlegungspflichten über die Grenzen hinweg. Minister Schäuble hat schon vor dem Treffen mit Kollegen aus mehreren Ländern von einem "Meilenstein" gesprochen. Auch die kritische Nichtregierungsorganisation Tax Justice Network spendet verhalten Beifall und pflichtet den Finanzministern bei, wenn diese von einem "historischen Fortschritt" reden. 

http://www.tagesspiegel.de/politik/kampf-gegen-steuerhinterziehung-automatischer... 

Antwort
von Privatier59, 44

Es gibt keinen automatischen Informationsaustausch zwischen EU-Staaten und dem FL. Dem Vernehmen nach sollen Planungen dazu bestehen, diesen per 2017 laufen zu lassen. Konkrete Staatsverträge dazu gibt es nicht.

Was es allerdings heute schon gibt, sind erweiterte Informationspflichten, u.a. Gruppenauskunftsanfragen. Man darf das nicht unterschätzen. Z.B. wäre es möglich, sich all diejenigen ausländischen Personen nennen zu lassen, die bei einer Bank ein Bleibepostfach haben. Das ist bei diskreter Kontoführung nämlich üblich.

Wer als Neukunde im FL diskrete Kontoführung sucht, ist ohnehin fehl am Platze. Alle Banken in FL verfolgen eine Weißgeldstrategie und nehmen Gelder deren steuerliche Herkunft und Verwendung unklar ist erst gar nicht mehr an.



Antwort
von wfwbinder, 41

Der Datenaustausch ist beschlossen, beginnt aber erst in 2017.

Aber direkte Fragen würden beantwortet werde.

Man hat also das Jahr 2016 und den Rest von 2015 um seine Dinge zu regeln, wenn man noch nicht in den Fokus der Steuerverwaltung geraten ist.

Antwort
von sinkai1967, 33

Vielen Dank für die Antworten,

Wenn ich richtig verstehe diese Regelung gilt nur für Privatpersonen

Die Konten die z.B. unter der Name einer IBC(International Business Company)  oder unter der Name anderen ausländischen Firmen geführt sind, bleiben weiterhin verschont.

oder sehe ich das falsch?

Kommentar von wfwbinder ,

Mit Deinen Fragen zur IBC, stocherst Du im Nebel.

Du fragst nach den Bedingungen bei der Auflösung und nun, ob die Daten an das Land des Sitzes, oder der Betriebsstätten gemeldet werden.

Du kannst noch 10 Fragen dazu stellen, hast dann einen Haufen zusammenhangloser Antworten, die jede absolut richtig sind, aber Dein Problem, bzw. den Zweck nicht erfüllen.

Wenn Dir einer gesagt hat, die IBC, gegründet in Dubai wäre super, weil Du keine Steuern zahlen musst, dann mag das richtig sein, wenn Du die als Holding für eine Kette von Schmuckläden in unterschiedlichen Ländern haben willst (womit ich nciht gesagt habe, dass dies wirklich so wäre), aber für ein Autohaus in Potsdam wäre es nicht zielführend.

Wenn Du weist, dass die Kontodaten einer IBC nciht nach .... gemeldet werden, mag das für Dich wichtig sein, aber Du weisst damit noch nicht, ob Dir eine FL Bank überhaupt ein Konto gibt.

Wenn Du nach einer idealen Konstruktion in Hinsicht auf Gesellschaftsrecht und Steuern, Möglichkeiten für Verkauf und Auflösung, Kosten, Vererbbarkeit, Haftungsrecht usw. suchst, musst Du völlig anders vorgehen.

1. Was will ich machen?

2. Wo will ich es machen?

3. Ist es grenzüberschreitend?

4. Wieviel Kapital ist für das Vorhaben nötig?

5. Wieviel habe ich an Eigenkapital?

6. Habe ich dort wo gearbeitet wird Mitarbeiter, oder machen es Dienstleister?

7. Bekommen ich mein Geld aus dem Unternehmen als Gehalt, oder als Gewinnausschüttung?

8. Wo lebe ich, oder wo werde ich leben? Dort wo das Geld verdient wird, oder woanders.

Lassen wir es bei den 8 Punkten, aber es gibt noch mehr.

Aus dem Ergebnis dieser Fragen, kann Dir ein Berater, der die Gesellschaftsformen und deren Bedingungen in den 10 - 20 wichtigsten Industrienationen und den 10-15 maßgeblichen Steueroasen kennt, dann eine Gesellschaft, oder Kombination von Gesellschaften nennen, bei denen Aufwand und Ergebnis in einer vernünftigen Relation sind.

Wenn Du Denkst, dass Du mit der Billiggründung einer IBC die Welt erobern kannst, bist Du auf dem Holzweg.

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