Frage von SteuerMeider 18.07.2010

Habe Steuernachzahlung nicht gezahlt, was für Ärger blüht vom Finanzamt, wenn ich später zahle?

  • Hilfreichste Antwort von DervomFinanzamt 18.07.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo,

    was dein Stundungsantrag angeht hast du Recht, der würde dir abgelehnt werden.

    Zu den Folgen verspäter Zahlung:

    • Zunächst entstehen Säumniszuschläge i.H.v. 1 % der offenen Beträge zu Beginn jedes Monats der Säumnis. Zum 1. August hin sind also bereits 2 Monate angebrochen und es fallen 2 % Säumniszuschläge an.

    • Des weiteren kann nach erfolgter Mahnung + Vollstreckungsankündigung die Vollstreckung in dein Vermögen erfolgen. Das kann eine Kontopfändung, Lohnpfändung oder Sachpfändung durch den Vollziehungsbeamten sein. Diese Schritte werden nach der Vollstreckungsankündigung nicht noch einmal angekündigt und kosten dich ebenfalls Gebühren, die auf die Steuerschuld aufgeschlafen werden!

    • Steuererklärungen für Folgejahre können bevorzugt angefordert und mit einem Zwangsgeld vorzeitig beigetrieben werden.

    Ruf das Finanzamt an und treffe mit der Vollstreckungsstelle dort eine Zahlungsvereinbarung. Andernfalls kann's wirklich unschön ausgehen!

  • Antwort von Steuerzahl 18.07.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Du musst Stundung beantragen. Für die aber musst du deine ganzen Einkommens- und Vermögensverhältnisse offenlegen. Jedenfalls wird es Säumniszuschläge und auch eine Vollstreckungsankündigung geben. Und dann kommt der Vollstreckungsbeamte.

  • Antwort von obelix 19.07.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    wer so "cool" über das finanzamt redet und dann noch "für mich wichtigere sachen" schreibt, der hatte noch keine probleme mit dem amt. ich kenne die vorgehensweise des FA, wenn es keine "lust" mehr hat, auf das geld zu warten. die finanzkasse entwickelt gerne eine eigendynamik, bei der die kontopfändung noch die angenehmere sache ist.

    ich würde nicht erst zum 1.aug. überweisen, denn das kostet 1% mehr. der 31.07. ist insofern sinnvoller, weil jeder angebrochene monat 1% (der offenen beträge) kostet.

    und dann würde ich vor allem mit der finanzkasse oder dem sachbearbeiter klar vereinbaren, wann ich wieviel zahle, sonst kann es sehr unschön werden - auch zukünftig.

    also auf die hinterbeine und fall klären....

  • Antwort von Meandor 19.07.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Fälligkeit war am 30.06.2010. Zahlungszeitpunkt wäre der 01.08.2010. Das sind 2 angefangene Monate, somit 1,0% Säumniszuschläge von der auf volle 50 Euro abgerundeten Steuer.

    Rein vom Zahlungszeitpunkt her, würd ich empfehlen vor dem 30.07.2010, dann ist es nur ein angefangener Monat.

    Regulär geht circa 14 Tage nach Fälligkeit eine Mahnung raus. 14 Tage nach der Mahnung eine Vollstreckungsankündigung. 14 Tage nach der Ankündigung wird die Vollstreckungsstelle tätig.

    Spätestens wenn Du die Vollstreckungsankündigung erhältst, solltest Du Dich mit der Vollstreckungsstelle kurzschließen um Pfändungen zu vermeiden.

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