Frage von Weissniewas, 86

Habe ich bei einer Scheidung ein Recht auf Kapitalisierung des Wohnrechtes, wenn ja, wie berechnet sich die Kapitalisierung und gibt es dafür Tabellen?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Weissniewas,

Schau mal bitte hier:
WOHNRECHT Kapitalisierung

Antwort
von Franzl0503, 73

Weissniewas:

Dein knapper Dreizeiler lässt außer der Antwort von Privatier nur noch eine Rangbemerkung zu.

Bedeutsam wird es für dich dann, wenn der Objekteigentümer Wert auf eine Löschung des Wohnrechts legt,  z.B. beim Vorhaben einer lastenfreien Veräußerung.

Dann kannst du versuchen, die Erteilung der Löschungsbewilligung von der Zahlung einer Rente (gg. entspr. Sicherung) oder eines Ersatzwerts in Höhe der kapitalisierten fiktiven Miete für die Restlaufzeit des Wohnrechts (zeitlich begrenzt oder lebenslänglich, was wurde vereinbart?) abhängig zu machen.

Bei einer Zwangsversteigerung z.B. hättest du Anspruch auf eine fortlaufende Geldrente, vorausgesetzt der Erlös reicht aus.

Machst du von deinen Wohnrecht keinen Gebrauch, stellt sich auch die Frage, ob der Vertrag vorsieht, dass du vermieten und die Mieten ziehen darfst.

Empfehlung: Lass dich von deinem Anwalt, der dich im Scheidungsverfahren vertritt, beraten. Dieser benötigt allerdings mehr Informationen als einen  Dreizeiler.

Antwort
von Privatier59, 86

Wer hat wem ein Wohnrecht bestellt? Diese Frage bleibt unbeantwortet. Welchen Inhalt hat das Wohnrecht und wann genau ist es bestellt worden, innerhalb der Ehezeit oder davor? Ohne weitere Ausgestaltung sind Wohnrechte höchstpersönlicher Natur was einer Abgeltung entgegen steht.

Antwort
von gammonwarmal, 84

http://www.urbs.de/zahlen/change.htm?lohn6.htm

Dann versuch Dich mal.

Kommentar von Weissniewas ,

Danke für den Tip, aber das wäre dann erst der Schritt 2, Schritt 1 ist mir 10x wichtiger.

Kommentar von gammonwarmal ,

Es kann lediglich das Wohnrecht eingefordert werden, nicht aber sein pekuniärer Gegenwert. Immer vorausgesetzt, dass ein Vertrag nichts Gegenteiliges hergibt.

Das müsste auch schon die Logik sagen. Wenn jemand nachehelich monatlich 500.- Euro Unterhalt bekommt, kann er ja auch nicht hingehen und auf einer Kapitalisierung bestehen.

Natürlich ist das in beiden Fällen in beiderseitigem Einvernehmen möglich.

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