Frage von Billah,

Hab 400-Euro-Job mit Rentenaufstockung, Hab von Entgeltumwandlung gelesen, ginge das bei mir? Wie?

Hallo. Ich habe einen 400-Euro-Job mit der Rentenaufstockung (ich zahl also eigene Beiträge daraus). Ich möchte noch mehr vorsorgen. Hab hier was von Entgeltumwandlung gelesen, ginge das bei mir? Wenn ich bloß geringfügige Beschäftigung habe? Und wie? Und was ist das genau? Würdet Ihr mir das empfehlen? Bin verheiratet, hab Kinder und werde erst in einigen Jahren wieder mehr arbeiten können, die gehen noch in den Kindergarten. Mein Mann verdient ganz ordentlich, aber ich will - so wie ich kann - selber für die Rente sorgen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MadRampage,

Ja, jeder Arbeitgeber MUSS auf Nachfrage eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) anbieten.

Der Arbeitnehmer kann und darf dann einen Teil seinen Brutto-einkommens umwandlen, also direkt vom Brutto in die bAV einzahlen. Bis ca. 2.000€ im Jahr sind Einzahlungen Steuer- und Sozialabgaben frei. Dafür wird die bAV bei Auszahlung (als Rente) versteuert und es werden KV-Beiträge einbehalten.

als MINI-Jobler(in) bietet sich an einige Stunden mehr zu arbeiten und das Geld für diese Stunden umzuwandeln. Also beispielsweise 20% mehr Stunden = 20% mehr Lohn (400€ => 500€) und diese mehr-Lohn (100€) umzuwandeln. So bleibt man weiterhin bei 400€ brutto=netto=Auszahlung und zahlt 100€/monatlich in die bAV ein.

bitte lass Dich Beraten und prüfe (alternativ) auch einen Riester-Vertrag, was aufgrund von relativ hohen Zulangen bei geringem verdienst günstiger sein kann. Auch beides ist parallel möglich, wenn man denn will und kann.

PS: ab 2013 sind Minijobs bis 450€ brutto=netto=Auszahlung möglich

Kommentar von Billah ,

Danke Dir.

Antwort
von Kevin1905,

Jeder Arbeitnehmer in Deutschland hat Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung (§ 1 BetrAVG).


Minijob-bAV funktioniert ganz einfach. Ich gehe mal davon aus, dein Netto soll gleich bleiben:

Du musst mehr Stunden arbeiten als jetzt. Die Vergütung, welche über die 400,- € hinausgeht wandert in die bAV.

Empfehlen können wir dir das nicht, davon abraten aber auch nicht. Wir kennen nicht genug Daten von dir. Wenn du diese Form der Vorsorge in Erwägung ziehen willst solltest du einen unabhängigen Versicherungsmakler aufsuchen und durchrechnen lassen ob dies sinnvoll ist.

Ohne Bedarfsanalyse und Schichtenvergleich sollte man heute keine Altersvorsorge mehr abschließen, zu viele Fallstricke.

Kommentar von Billah ,

Danke.

Antwort
von Rentenfrau,

Hallo Billah, da Du Rentenbeiträge aufstockst, bist Du ganz normal rentenversicherungspflichtig beschäftigt und damit besteht wohl auch die Möglichkeit der Entgeltumwandlung beim Arbeitgeber, hier behält der Arbeitgeber Teile Deines Lohnes sein (auf die dann keine Sozialversicherungsbeiträge erhoben werden) und legt sie für Dich an. Viele Arbeitnehmer legen so ihr Weihnachtsgeld an (da hier oft viele Abgaben anfallen, nehmen sie es gleich für die Vorsorge) . Frag doch beim Chef oder Betriebsrat nach, diese Möglichkeit gibt es sicher auch bei Euch.

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