Frage von Construction, 147

Grundstücksvertrag notariell beurkunden lassen und Werkvertrag nicht? (Erfahrungen?)

Hallo,

wir planen auf einem Doppelhausgrundstück, dieses wir noch nicht erworben, die Bebauung mit einer Doppelhaushälfte. Für die andere Hälfte müsste noch ein Baupartner gefunden werden.

Das Bauunternehmen, örtlich ansässig und hat über 70 Häuser in der Ortschaft gebaut, schlägt vor:

  • Werkvertrag sollen wir ohne notarielle Beglaubigung unterschreiben, um die Notarkosten und wichtigerweise die Grunderwerbssteuer auf's Haus nicht zu zahlen.

  • Danach wir das Bauunternehmen nach einem Interessenten für die andere Hälfte
    suchen und mit dem Interessenten ebenso einen Werkvertrag unterschreiben.

  • Der Grundstückskauf wird gleichzeitig von uns und dem Interessenten bei einem Notar geschehen und die Grunderwerbssteuer, Notar und Grundbuchkosten für das
    Grundstück werden gezahlt.

  • Weitere Schritte für die Bebauung des Grundstücks....

Kann das alles so ablaufen, wie geschildert? Ist das rechtlich gesehen unbedenklich?

Hat jemand Erfahrungen damit gemacht?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Construction,

Schau mal bitte hier:
Haus Grundstück

Antwort
von LittleArrow, 147
Kann das alles so ablaufen, wie geschildert?

Ja, wenn dann alles gut geht: Der Grundstückskaufvertrag wird tatsächlich mit Euch vollzogen, der Doppelhauspartner und Ihr könnt den Kaufpreis bezahlen und der (Fest-)Preis des Werkvertrages hat auch noch 12 Monate später bestand;-)

  • Ist das rechtlich gesehen unbedenklich?*

Man frage sich immer, was ist, wenn es nicht gut geht und stattdessen Störungen auftreten. Was macht Ihr mit unterschriebenem Werkvertrag, wenn das Grundstück dann doch nicht an Euch verkauft wird oder wenn sich der Baupartner erst nach 15 findet? Wie wird der Werkvertrag bei Störungen aufgelöst?

Kommentar von Construction ,

Im Werkvertrag ist vereinbart, dass bei Nichterwerb des Grundstücks der Vertrag aufgehoben wird. Für die Findungszeit eines Baupartners müssten wir einen Zeitrahmen festlegen.

Antwort
von TopJob, 126

Grundsätzlich ist es so, dass die Grunderwerbssteuer für Grundstück und die darauf stehenden Gebäude gezahlt werden muss. Bei dem Kauf eines leeren Grundstücks und der nachträglichen Bebauung wird nur für das Grundstück Grunderwerbssteuer fällig.

Ziel des Bauunternehmens ist es jetzt. dass ihr das Grundstück zusammen kauft. Hierfür wird dann der Grunderwerbssteuer fällig. Grundstückskäufe müssen grundsätzlich über einen Notag beurkundet werden. Danach erfolgt der Hausbau über jeweils abgeschlossenen Werksverträge. D. h. nach den Grundstückskauf wird das Haus gebaut. Der Wert des Hauses muss somit nicht versteuert werden (was Grunderwerbssteuer, Notar und Grundbuchkosten angeht). Das ist durchaus üblich und rechtlich unbedenklich.

ABER: Wenn der Grundstückskauf und die Bebauung in unmittelbarem Zusammenhang stehen (z. B. Bauunternehmen = Verkäufer des Grundstücks, Verkauf und bebauung erfolgen direkt oder kurz nacheinander), dann wird das Finanzamt spätestens nachträglich auf euch zugehen und die Grunderwerbssteuer auch über den Baupreis des Hauses verlangen. Und in diesem Fall kann es das auch.

Kommentar von EnnoBecker ,

Richtig, und ich hab mit der Nummer schon mal eine Nichtzulassungsbeschwerde verloren.

Das Modell ist also durchgeklagt.

Kommentar von Construction ,

Es ist so, dass ich zu diesem Bauunternehmen gegangen bin und dem das Grundstück vorgestellt habe. Das Grundstück befindet sich im Bestiz einer privaten Person, die keine Verbindung zum Bauunternehmen hat. Der Verkauf und die nachfolgende Bebauung würde nach relativ kurzer Dauer geschehen.

Kommentar von Construction ,

Es ist so, dass ich zu diesem Bauunternehmen gegangen bin und dem das Grundstück vorgestellt habe. Das Grundstück befindet sich im Bestiz einer privaten Person, die keine Verbindung zum Bauunternehmen hat. Der Verkauf und die nachfolgende Bebauung würde nach relativ kurzer Dauer geschehen.

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