Frage von Lred00,

Grundsicherung trotz Eigentum?

Hallo

Ich habe eine Rentenfrage die meine Mutter betrifft. Sie hat bei der Scheidung meiner Eltern auf die Rente meines Vaters verzichtet und ihr wurde damit unser Haus auf dem Land zugesprochen was momentan noch ca. 90 000 Euro wert ist. Ab Februar wird Sie ca. 300,- Euro Rente beziehen und ist somit auf den Hausverkauf angewiesen. Da es ihr gesundheitlich nicht gut geht, haben wir bereits eine kleine Wohnung in der Köln und in meiner Nähe gesucht. Im Haus stehen auch dringend Renovierungen an und so funktioniert die Heizung nicht richtig.

Momentan zahle ich die Wohnung in Köln Der Hausverkauf auf dem Land gestaltet sich nun doch langwieriger als gedacht. Und ich kann auch nicht, da ich freiberuflich tätig bin, nicht länger die Miete zahlen.

Nun meine Frage: Gibt es die Möglichkeit, dass meine Mutter Grundsicherung beantragt, obwohl sie ja eigentlich eine Wohnung und das unbewohnte Haus zur Verfügung hat? Wo beantrage ich das besser? Das Geld müsste ja dann sicher zurückgezahlt werden, wenn das Haus verkauft wird.

Oder ist es sinnvoller einen Kredit auf das Haus aufzunehmen? Aber lässt es sich dann auch genauso gut verkaufen?

Wir würden gerne die Kosten für das Haus möglichst gering halten. Also zumindest keine Kosten für Zweitwohnsitzsteuer, Müllabfuhr etc. zahlen Gibt es so eine Art "Standby- Status" ?

Es ist wirklich gerade eine bedrückende Situation.

Antwort
von Primus,

Der Antrag auf Grundsicherung kann trotz Eigentum gestellt werden.

die Renteneinkünfte müssen, egal welche Rente es denn nun ist, sowieso mittels Kopie des Rentenbescheides nachgewiesen werden.

Den Antrag kann man entweder persönlich oder auch durch Zusendung des entsprechend Fomrblattes beim zuständigen Sozialamt stellen .. mehr auf http://w-w-w.ms/a3fvn8#5781862

Kommentar von Lred00 ,

Ok danke schon mal für die Antwort. Kann man denn auch Mietzuschuss beantragen wenn man eine Wohnung gemietet hat und ein Haus besitzt? Das Haus ist bereits an einen Makler übergeben.

Kommentar von Primus ,

Das Wohngeld wird zur wirtschaftlichen Sicherung des angemessenen und familiengerechten Wohnens gezahlt. Das Wohngeld wird als "Mietzuschuss" für Mieter von Wohnraum und als "Lastenzuschuss" für Eigentümer eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung (selbst genutzter Wohnraum) gezahlt. Einmal rechtmäßig erhaltenes Wohngeld muss nicht zurückgezahlt werden, auch wenn der ehemals Berechtigte mittlerweile ein Einkommen erreicht hat, bei dem er kein Wohngeld mehr bezieht.

Wichtige Kriterien für die Wohngeldhöhe

Mehr hierzu bei: http://www.finanztip.de/recht/sozialrecht/wohngeld.html#ixzz2FEdGB4xI

Antwort
von blackleather,

Gibt es die Möglichkeit, dass meine Mutter Grundsicherung beantragt, obwohl sie ja eigentlich eine Wohnung und das unbewohnte Haus zur Verfügung hat?

Selbstverständlich (§ 91 SGB XII).

Wo beantrage ich das besser?

Beim Sozialamt (§ 16 Abs. 1 Satz 1 SGB I i. V. m. § 91 Abs. 1 SGB XII). Besser kann man das nirgends beantragen, obwohl auch alle bei der Krankenkasse, dem Senat der Freien und Hansestadt Hamburg oder der deutschen Botschaft in Ghana gestellten Anträge wirksam wären (§ 16 Abs. 2 Satz 1 SGB I).

Oder ist es sinnvoller einen Kredit auf das Haus aufzunehmen?

Meines Erachtens nicht. Außerdem frage ich mich, wovon ihr den bedienen wolltet.

Gibt es so eine Art "Standby- Status" ?

In dem ist das Haus doch bereits, wenn keiner drin wohnt. Am geringsten lassen sich aber die Kosten für ein Haus halten, das einem gar nicht gehört und auch nicht von einem als Mieter genutzt wird. Also: Verkaufen, so bald wie möglich! Das ist auch das, was das Sozialamt von euch erwartet.

Antwort
von Rentenfrau,

Ich sehe hier 2 Möglichkeiten: sie könnte ins Haus ziehen und bekäme auf Antrag Grundsicherung im Alter, da man hier eigengenutztes Wohneigentum bewohnen darf, Voraussetzung wäre natürlich, daß sie sonst finanziell hilfebedürftig wäre. 2. Möglichkeit: sie kann Grundsicherung beantragen, wird es aber nur auf Darlehnsbasis bekommen, da sie ja Eigentum hat (nicht selber bewohnt, daher anrechenbar), aber das Grundsicherungsamt wird sich Nachweise vorlegen lassen, daß sie versucht das Haus zu verkaufen. Wenn der Verkauf gelingt, muß sie die ehrhaltenen Leistungen zurückzahlen.

Kommentar von Lred00 ,

Danke. Die erste Option kommt wohl leider nicht in Frage, da das Haus mehr als 130 Quadratmeter Wohnfläche hat.

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