Frage von cosmo18,

Grundsicherung Einkommensanrechnung des Kindes?!

Hallo, Meine erwerbsunfähige Mutter (48) ist gerade dabei Grundsicherung zu beantragen. Bis jetzt lebten wir (kleine schwester,13; ich, 18 und meine Mutter) vom ALG2. Wenn sie jetzt Grundsicherung bekommt, wäre nur noch ich vom Jobcenter abhängig. Ich möchte jetzt aber, neben meinem Abitur, einen 450€ Minijob anfangen. Somit würde das ALG2 für mich natürlich wegfallen. Bei der Grundsicherung wird ja auch das Einkommen der unterhaltspflichtigen Kinder (ab 100.000€ jährlich) angerechnet. Da liege ich natürlich drunter. Würde somit bedeuten, dass mein Einkommen dann nicht angerechnet wird. Gilt das aber auch, wenn ich noch mit meiner Mutter zusammenlebe, mich also mit ihr in einer Bedarfsgemeinschaft befinde? Habe diesbezüglich schon viel recherchiert, aber noch keine klare Aussage gefunden. Ich hoffe, ihr könnt mir helfen. Danke schonmal im Voraus!

Antwort
von Rentenfrau,

Hallo cosmo18, bei der Grundsicherung nach dem SGB XII ist es so, daß Einkommen der Kinder erst angerechnet wird, wenn es im Jahr über 100.000 Euro beträgt. Du brauchst also keine Angst haben, daß Dein 450-Euro-Job vom Sozialamt angerechnet wird. Ich wünsche Dir viel Glück bei der Suche nach dem Nebenjob, hoffentlich packst Du das neben der Schule, denn gute Noten sind schon wichtig, um einen guten Studien- oder Ausbildungsplatz zu bekommen.

Antwort
von Fragfreund,

Ich möchte jetzt aber, neben meinem Abitur, einen 450€ Minijob anfangen

Was heißt neben deinem Abitur.

Meinst du neben deinem derzeitigen 13. Schuljahr ?

Solange du dich in der Erstausbildung befindest, bekommt deine Mutter erst einmal unabhängig von deinem "Nebenverdienst" Kindergeld, ist also für dich unterhaltspflichtig und du wirst natürlich auch bei der Bemessung der Grundsicherung berücksichtigt.

Oder hab ich dich falsch verstanden ?

Kommentar von cosmo18 ,

Ja genau, jetzt neben der 13. Klasse. Also bis zum Antritt einer Ausbildung bzw. eines Studiums. Ich meinte damit, ob mein Einkommen, also die 450€, als Einkommen meiner Mutter angesehen wird. In der Grundsicherung berücksichtigt werde ich, laut Sozialamt, nicht, da ich über 15 bin und somit zum Jobcenter "gehöre". Ich wollte nur wissen, ob dabei mein Einkommen dann die Höhe der Grundsicherung meiner Mutter beeinflusst. Ich hoffe, wir reden jetzt nicht aneinander vorbei. Trotzdem danke für die Antwort!

Kommentar von Fragfreund ,

Auszug aus dem "verständlichen" Merkblatt für Grundsicherung !

Das Einkommen und Vermögen von anderen Personen, die ebenfalls im Haushalt wohnen (Haushalts- oder Wohngemeinschaft), werden bei der Grundsicherung – anders als bei der Sozialhilfe – grundsätzlich nicht vom Grundsicherungsbedarf der Antragstellerin bzw. des Antragstellers abgezogen. Wer also mit Verwandten, Verschwägerten oder mit anderen Personen in einem Haushalt zusammenwohnt, muss nicht befürchten, dass das Einkommen und Vermögen dieser Personen bei der Grundsicherung im Alter bzw. bei Erwerbsminderung berücksichtigt wird.

Kommentar von cosmo18 ,

Super, genau sowas hab ich gesucht! Vielen Dank! :-)

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