Frage von steuernull,

Grundfreibetrag wird nicht berücksichtigt? Zahle ich zuviel Steuern?

Hallo allerseits,

ich ging eiengtlich immer davon aus, dass der Grundfreibetrag vom Arbeitgeber automatisch beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt wird. Kann es sein, dass das nicht so ist?

Der Hintergrund ist folgender: Wenn ich mein Bruttogehalt in einen Brutto-Netto-Lohnrechner eingebe und angebe, dass der Jahresfreibetrag 8004€ beträgt, dann kommt da immer ein Betrag raus, der deutlich höher ist, als mein realer Nettoverdienst. Wenn ich den Jahresfreibetrag auf null setze, dann erhalte ich exakt den Betrag, der auch bei mir am Ende des Monats ankommt.

Ein Beispiel: Mein Bruttogehalt beträgt 2679€. Der Brutto-Netto-Rechner sagt mir, dass ich am Ende des Monats 1900,10€ erhalten sollte (Steuerkl. I, gesetzlich versichert, kirchensteuerpflichtig in BW, Alter 27, Steuerjahr 2012, jährl. Grundfreibetrag 8004€, keine Kinder, kein geldwerter Vorteil). Soviel erhalte ich Netto aber nicht. Tatsächlich kommen bei mir 1686,xx€ netto an. Was auch dem entspricht, was der Brutto-Netto-Rechner errechnet, wenn ich keinen Grundfreibetrag eintrage.

Kann das sein, dass mein Arbeitgeber den Grundfreibetrag überhaupt nicht berücksichtigt und ich monatlich über 200€ zuviel an Steuern bezahle?

Ein anderes Beispiel: Über das letzte Jahr gerechnet, habe ich insgesamt rund 29600€ verdient (zu Beginn des Jahres hatte ich noch Teilzeit gearbeitet und dann zu Vollzeit gewechselt). Ich habe insgesamt fast 4500€ an Abgaben bezahlt (Lohnsteuer, Kirchensteuer und Soli). Wenn ich meinen Jahresverdienst in einen Brutto-Nettorechner eingebe, kommt heruas, dass ich nur knapp über 2000€ an Abgaben hätte zahlen müssen. Kann das sein, dass ich tatsächlich 2500€ zuviel bezahlt habe?

Falls das tatsächlich so ist, wie bringe ich meinen Arbeitgeber dazu, meinen Grundfreibetrag zu berücksichtigen?

Danke und Gruß

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo steuernull,

Schau mal bitte hier:
Steuern Lohnsteuer

Antwort
von MadRampage,

Falls das tatsächlich so ist, wie bringe ich meinen Arbeitgeber dazu, meinen Grundfreibetrag zu berücksichtigen?

Nein, es ist alles in Ordnung! Der Grundfreibetrag ist berücksichtig!

zu 1 (Brutto 2679 und netto 1686 stratt 1900): Was für ein Gehatsrechner nutzt Du denn? Ich bzw. der online-Rechner: http://n-heydorn.de/gehaltsrechner.html kommt bei 2679€ brutto-monatlohn (StKl.1 mit Kirchensteuer) auf 1688€ netto - exakt was Du bekommen hast (+/- 2€).

zu 2 (4500€ statt nur 2000€ Steuern bei 30k Jahresbrutto) Wenn Du das gesamte Jahr beim selben Arbeitgeber bist, so macht dieser meistens einen Lohnsteuerbjahresausgleich mit der Dezemberabrechnung für dich. Auch hier stimmen Deine Vermutung nicht, dass der Arbeitgeber falsch rechnen: bei 29600€ Jahresbruttoeinkommen sind tatsächlich rund 4500€ Steuern (inkl. Soli und Kirchensteuer) fällig - wieder mit den Rechnern von n-heydorn.de ermittelt/gerechnet.

Bitte suche Dir einen besseren Brutto-Netto-Rechner, ich habe mit n-heydorn.de gute Erfahrung gemacht.

Antwort
von Meandor,

Weil Grundfreibetrag und Jahresfreibetrag zwei grundverschiedene Dinge sind. Der Grundfreibetrag ist bereits in der Lohnsteuertabelle berücksichtigt und der Jahresfreibetrag sind Werbungskosten und/oder Sonderausgaben.

Antwort
von EnnoBecker,

Wenn du den Grundfreibetrag manuell eingibst, wird er doppelt berücksichtigt: Einmal durch deine manuelle Eingabe und einmal durch das Programm.

Warum traust du dem Programmierer denn nicht zu, dass der den Grundfreibetrag auch kennt?

Kommentar von MadRampage ,

auf diese einfache Lösung, dass der Frager den Grundsteuerfreibetrag nochmals selbst in den Gehaltsrechner eintippt, bin ich nicht gekommen, obwohl er es geschrieben hat: "... und angebe, dass der Jahresfreibetrag 8004€ beträgt."

Antwort
von robinek,

Warum bitte gehst Du nicht mit Deinen gesamten vorliegenden Unterlagen zu einem Steuerberater? Oder wenigstens zu einer Lohnsteuerhilfe? Warum soll sich hier jemand mit Deinen für einen Aussenstehenden doch nachrfagbaren Angaben den Kopf zerbrechen?

Kommentar von EnnoBecker ,

Warum soll sich hier jemand ... den Kopf zerbrechen?

Weil die Lösung für jeden Verständigen glasklar auf der Hand liegt?

Kommentar von FREDL2 ,

für jeden Verständigen

Eben.

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