Frage von Raza12Business Profil - Light, 32

Gilt noch die Kleinunternehmerregelung?

Hallo Leute! Ich denke meine Frage ist ganz simpel, brauche aber eine Profiantwort, um sicherzugehen, dass ich alles richtig mache.

Ich bin seit 2 Jahre selbstständig. Habe mir neben der Uni Einiges hinzuverdient, war aber weit unter 17500€ im Jahr.

In diesem Jahr habe ich eine weitere Tätigkeit aufgenommen.

  1. Wenn ich nun im laufenden Jahr die 17500€ Grenze nicht übersteige, dann bin ich auch im nächhsten Jahr Umsatzsteuerbefreit, oder?
  2. Was ist, wenn ich die 17500€ nicht überteige, aber im kommenden Jahr vermutlich die 50000€ Grenze überschreiten werde. Muss ich dann ab Neujahr Umsatzsteuer ausweisen oder am Ende des kommenden Jahres rückwirkend? Oder muss ich erst in 2017 "umstellen"?

Liebe Grüße

Raza12

Antwort
von wfwbinder, 32

1. Es gibt die Kleinunternehmerregelung noch. § 19 UStG

2. Wenn Du in 2014 weniger als 17.500,- Gesamtumsatz hattest, bist Du dieses Jahr Kleinunternehmer.

3. Wenn Du für 2016 mehr als 50.000,- Umsatz erwartest (nach Deiner Auftragslage usw.) dann bist Du in 2016 kein Kleinunternehmer mehr.

4. Wenn Du in 2015 weniger als 17.500,- Gesamtumsatz machst und für 2016 mit z. B. 35.000,- Umsatz rechnest, aber der dann entgegen der Erwartung auf über 50.000,- steigt, dann wird nachträglich nichts geändert 

Übrigens § 19 UStG macht Deine Umsätze nciht steuerfrei, sondern die Umsatzsteuer wird bei Dir wegen dieser Regelung nicht erhoben. Ein kleiner, aber doch vorhandener Unterschied.

Davon mal abgesehen, hast Du mal geprüft, ob die Regelbesteuerung für Dich nicht besser wäre? Z. B. weil Du nur an Unternehmer leistest.

Kommentar von Raza12 ,

Vielen Dank für deine Antwort. Ich weiß nicht, warum ich mich so schwer mit dem Thema Steuern tue.
Ich verkaufe über das Internet an Endkunden und deswegen denke ich, dass die Kleinunternehmerregelung zunächst doch eine Vereinfachung ist. Siehe ich das richtig?
LG

Kommentar von wfwbinder ,

Dein Sachverhalt gibt dazu nichts her. Weder was Du leistest, oder lieferst. Kein Hinweis auf den Umsatz. Bei einem Handel sind 17.500,- schon sehr wenig, denn schon bei 50 % Wareneinsatz bleiben ja nur ca. 8.000,- für die anderen Kosten und Gewinn. 

Ausserdem auch im Handel können die Endkunden Unternehmer sein, z. B. bei Bürobedarf.

Kommentar von Raza12 ,

Ich sage mal so: Jeder fängt klein an.

Antwort
von billy, 25

Ja die gilt noch, hättest Du aber auch schnell selbst ergooglen können. 

"Existenzgründer müssen ihren Umsatz für das Gründungsjahr sowie für das darauffolgende Wirtschaftsjahr ggf. schätzen und gegenüber dem Finanzamt glaubhaft machen. Hat der Unternehmer seine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit nur in einem Teil des Kalenderjahres ausgeübt, so ist der in diesem Zeitraum erzielte Umsatz auf einen Jahres-Gesamtumsatz hochzurechnen. Überschreitet der Umsatz voraussichtlich 17.500 €, scheidet die Anwendung der Kleinunternehmerregelung von vorneherein aus. Überschreitet der Umsatz im Gründungsjahr 17.500 €, darf die Kleinunternehmerregelung im folgenden Wirtschaftsjahr nicht mehr in Anspruch genommen werden. Das Gleiche gilt, wenn im Folgejahr der Jahresumsatz 50.000 € voraussichtlich überschreiten wird." 

http://de.m.wikipedia.org/wiki/Kleinunternehmerregelung      

Antwort
von helasch, 28

Was machst du denn genau? Die Frage wäre, hast du einen Wareneinsatz, den du bezahlen musst? Dann würde die MwSt.-Befreiung unsinnig sein aus meiner Sicht.

Kommentar von vulkanismus ,

Warum?

Kommentar von Raza12 ,

Ich vertreine Zubehör für Elektroartikel über bekannte Auktionshäuser.

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