Frage von indossament,

Gibts auch für wenig Verdiener steuersparende Geldanlagen?

Oder ist das ein Privileg für Vielverdiener?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MadRampage,

Naja, so ne denkmalgeschützte Immobilie kann und sollte sich kein Geringverdiener leisten - auch weil so ein Investment schief gehen kann und ein Berg Schulden hinterlassen kann!

Um legalen Steuern zu sparen muss man Verluste machen, die das zu versteuernde Einkommen veringern (eigentlich ist es dadurch das das genau Gegenteil einer Geldanlage). Bei einer Steuerspar-Immobilie investiert man viel Geld in die Sanierung und hat damit zwar eine Immobilie und steuer-sparende Verluste, aber auch einen Berg schulden. Ziel ist es diese Immobilie 10 Jahre lang gut zu vermieten und anschließend zu verkaufen:

  • wurden immer Mieten gezahlt
  • und findet sich ein Käufer der bereit ist viel Geld für diese sanierte Immobilie zu zahlen
  • => dann macht man trotz steuerliche Verluste am Ende Gewinn

Details siehe z.B. hier: http://ratgeber.immowelt.de/anlage/steuern-sparen/artikel/artikel/beispielrechnu...

Aber ein Investment muss sich immer auch OHNE Steuereffekt rechnen! Das Steuernsparen kann und soll man zwar mitnehmen, aber nur wenn man auch ohne Abschreibungen in das Objekt investiert hätte weil es so gut und attraktiv ist (bzw. scheint).

Antwort
von gandalf94305,

Sorry, das ist alles ziemlich Unsinn. Viel Steuern sparen kann nur, wer auch viel Steuern zahlt.

  • Wer keine Steuern zahlt, kann auch keine sparen, d.h. hier sollte eher der "Vielverdiener" neidisch sein.

  • Wer einen persönlichen Steuersatz unter 25% hat, zahlt auf Kapitalerträge nicht die volle Abgeltungssteuer, sondern eben weniger. Auch hier sollte ein "Vielverdiener" neidisch sein.

  • Wer über 25% Steuersatz hat und Steuern zahlt, sollte sich heimlich, still und leise in einer Ecke verkriechen und Steuern überhaupt nicht erwähnen. Vom Einkommensteueraufkommen zahlen heute nämlich gut 10% der Steuerzahler über 80% des Aufkommens. Die "Kleinverdiener" beteiligen sich also an der Steuerlast nur sehr wenig und wie man sieht, macht es hier auch die Masse nicht.

Steuersparend ist also nicht ein Privileg, sondern eine Möglichkeit, die hohen, zu zahlenden Steuern zu reduzieren. Es hört sich dann immer so an, als würden immense Summen "gespart", aber die oben genannte Verteilung von gut 10%, die über 80% zahlen, gilt hier trotz Steuersparmöglichkeiten.

Ebenso sollte man sich vor Augen führen, daß jemand, der von 1 Mio EUR Einkommen im Jahr ungefähr die Hälfte abführt, ungefähr das gleiche Volumen liefert wie 20 Steuerzahler, die mit einer Steuerlast von gerade mal 25.000 EUR p.a. belastet sind. Man muß letztendlich auch ein Leistungsprinzip honorieren, d.h. wer viel leistet, der sollte dafür auch entsprechend entlohnt werden.

Darum halte ich auch die ganzen Diskussionen über Vermögenssteuern, höhere Belastungen für Besserverdiendende, Finanztransaktionssteuern etc. für wirtschaftsschädlich, polemischen Nonsense und eher einen Grund zur Auswanderung. Diese Auswanderung können sich dann tendenziell nämlich Besserverdiener leisten und schwächen damit das Steueraufkommen in Deutschland mehr als wenn 20 Geringverdiener auswandern würden. Das sieht jedoch keiner ein und daher dummschwätzt es sich am Stammtisch eben besser über mehr Steuern für die Reichen, zu denen aber auch schon der gutbezahlte Facharbeiter gehört.

Antwort
von Rat2010,

Für Wenigverdiener ist jede abgeltungssteuerpflichtige Geldanlage ein Steuersparmodell. Sie kommen nicht über den Freibetrag.

Wenn man dann noch ein (Fonds-)Depot eröffnet, bei dem Umschichtungen umsonst sind, kann man jedes Jahr umschichten und so selbst bei etwas größeren Anlagebeträgen vermeiden, dass Abgeltungssteure anfällt.

Steuersparende Geldanlagen wurden nebenbei 2005 fast vollständig abgeschafft. Bis auf Denkmalimmobilien - die nun wirklich keiner kaufen, würde, wenn es nciht wenigstens eien Abschreibungsmöglichkeit auf den Sanierungsaufwand gibt - gibt es nichts, das von Interesse sein könnte.

Steuer sparen ist also kein Privileg von Vielverdienern. Sei zahlen vielmehr durch den progressiven Steuertarif und eniges mehr auch anteilig wesentlich mehr Steuern als jeder Wenigverdiener.

Das gilt allerdings nur, wenn sie im Land bleiben. Auswandern (als interessantestes aller Steuersparmodelle) kann man aber auch als Wenigverdiener!.

Antwort
von Privatier59,

Sag mal: Wenn jemand "wenig" verdient bezahlt er doch auch wenig Steuern. Soll der jetzt zum Nullsteuerzahler werden?

Und zur Sache selber: An Stammtischen wird gerne gefaselt von den unfassbar großen Steuersparmöglichkeit "Reicher". Wenn man die Saufköpfe dann um Konkretisierung ihres Gefasels bittet, kommt allenfalls ein Schulterzucken. Wo also sind die enormen Steuersparmöglichkeiten? Jedenfalls im Bereich der für Privatleute zugänglichen Anlagemöglichkeiten fällt einem nicht so toll viel ein:: Natürlich kann man eine Immobilie kaufen und vermieten. Dass man die Ausgaben steuermindernd ansetzen kann, ist ja wohl selbstverständlich denn man muß die Einnahmen ja auch versteuern. Die AfA ist nur Ersatz für real eingetretene Substanzverschlechterung, wird also letztlich von der einen in die andere Tasche gewirtschaftet. Und ein Mehrerlös beim Verkauf ist ohnehin erst nach 10 Jahren steuerfrei.

Wenn es den Kleinverdiener unbedingt in den Bereich der steuersparenden Anlagen zieht, dann soll er es dem Immobilienkäufer nachmachen. Nein, ich rede nicht vom Vogelhäuschen, sondern von Sachwerten: Gold und Silber gibt es auch in kleiner Stückelung. Man kann zudem Sammlerbriefmarken erwerben, Antiquitäten etc etc etc. Bei allen diesen Dingen ist ein Gewinn sogar schon nach einem Jahr steuerfrei. Allerdings -und da ist der Schulterschluß zum "reichen" Hausbesitzer- garantiert wird dem Investor nichts. Wer das will, der soll beim Sparbuch bleiben.

Antwort
von hildefeuer,

Steuersparmodelle für den kleinen Mann gibt es nicht. Der muss immer zahlen und kann meist nix bei der Steuer anrechnen. Es sei denn man ist selbstständig z. B. mit einer PV-Anlage. Dann kann man z. B. einen Carport auf Firmenkosten errichten der eine PV-Analge trägt. Die Herstellungskosten für den Carport kann man abschreiben. Wenn man sanierungsbedarf beim Hausdach hat, kann man die Sanierung ebenfalls bei Errichtung einer PV-Anlage abschreiben. Ebenso mit Büro (Anteilig) und Laptop (Anteilig).

Kommentar von Hans2415 ,

Was bedeutet bitte PV-Anlage? Privatversicherung oder was?

PS: Als Laptop bezeichnete man im vergangenen Jahrhundert die ersten tragbaren Computer. Mittlerweile benutzt man hierfür den Begriff Notebook! Dies nur als kleiner Tipp für Deinen Sprachgebrauch. (Und "Anteilig" ist ein Eigenschaftswort und wird deshalb klein geschrieben.)

Kommentar von hildefeuer ,

Der Oberlehrer hat geschrieben! Bei mir ist ein tragbarer PC immer noch der Laptop, mein "Notizbuch" ist kleiner und aus Papier, mein Mobiltelefon nenne ich auch noch Handy nicht Smartphone oder iphone.

Antwort
von Schiko,

Es gibt Anlagen bei denen ein Mindestbetrag Voraussetzung für höhere Zinsen ist.

MfG.

Antwort
von NasiGoreng,

Das ist das Privileg der Steuerzahler und vor allem der Vielverdiener.

Wem das nicht passt, sollte sich bemühen mehr Einkommensteuern zu zahlen.

Antwort
von jsch1964,

Im großen und Ganzen stimme ich den anderen hier zu, v.a. Gandalf.

Falls Du aber tatsächlich eine Anlage haben willst, die Steuern spart, guckst Du hier: http://www.amber-concept.com/rechner_neu.aspx

Geld für die Investiton müsste natürlich schon da sein, aber die Investititon rechnet sich sehr gut - sogar über mehrere Jahre.

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