Frage von dennyo,

Gibt es irgendeinen Grund eine Steuererklärung zu machen, obwohl man keine Steuern gezahlt hat?

Meine Frau war in 2012 Rechtsreferendarin und war mit ihrem Einkommen knapp unterhalb des steuerpflichtigen Einkommens. Ich bin Student. Wir werden zusammen veranlagt, haben aber wie gesagt in 2012 keine Steuern gezahlt. Sollten wir trotzdem aus irgendeinem Grund eine Steuererklärung machen oder ist das nicht notwendig?

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Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Steuern,

Es könnte in diesem Fall mind. drei Gründe geben:

  • Wenn Ihr einen Freibetrag unter den Lohnsteuerabzugsmerkmalen eintragen lassen hattet, dann muss eine Einkommensteuererklärung gemacht werden.

  • Wenn es einen Verlustvortrag geben könnte, sollte eine Einkommensteuererklärung gemacht werden.

  • Wenn es um die Feststellung von Kapitaleinkünften aus ausländischen thesaurierenden Fonds geht, die nicht von der Bank bescheinigt wurden, ist es sinnvoll, eine Einkommensteuererklärung zu machen, um verbindlich einen Bescheid zu bekommen. Damit kann eine Doppelbesteuerung beim Verkauf abgewendet werden (die zuviel gezahlten Steuern werden dann erstattet).

Antwort
von Hildrud,

Um die Arbeitnehmer-Sparzulage für Vermögenswirksame Leistungen zu beantragen und zu erhalten, muss die Anlage VL der jährlichen Einkommensteuererklärung beigefügt werden. Ansonsten wird die Arbeitnehmer-Sparzulage nicht berücksichtigt.

Antwort
von blackleather,

Gibt es irgendeinen Grund eine Steuererklärung zu machen, obwohl man keine Steuern gezahlt hat?

Ja, gibt es. Um einen vortragsfähigen Verlust feststellen zu lassen.

Sollten wir trotzdem aus irgendeinem Grund eine Steuererklärung machen oder ist das nicht notwendig?

Kann man so nicht beantworten.

Bei Zusammenveranlagung macht es wahrscheinlich keinen Sinn.

Getrennte Veranlagung könnte möglicherweise dazu führen, dass das Einkommen der Ehefrau ohnehin steuerfrei bleibt, da sie - wie du schreibst - weniger als den Grundfreibetrag hatte, und dass für dich ein vortragsfähiger Verlust festzustellen ist, der dann eben nicht mit dem positiven Einkommen der Gattin verrechnet sondern für die Zukunft aufgespart wird.

Kommentar von EnnoBecker ,

So ist es.

Übrigens ein sehr schönes Beispiel dafür, dass es doch Fälle gibt, in denen eine getrennte Veranlagung sinnvoll ist.

Antwort
von HilfeHilfe,

Kann Black nur zustimmen ! Gerade bei euch beiden macht es Sinn Verlustvorträge festsetzen zu lassen !

Good luck !

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