Frage von nicole1970, 80

Gibt es hier SAMIV (AFL-Anlagen) Geschädigte?

Ich habe mein ganzes Geld verloren. Der Versicherungsmakler hat mir die AFL Anlage als sichere Anlage verkauft, doch Michael Seidl (Chef der SAMIV AG aus der Schweiz) stellte sich als Betrüger da. Er hat nie irgendwelche Anlagen getätigt. Ich möchte jetzt den Makler auf Schadenersatz verklagen, wegen Falschberatung. Doch dieser weißt auf einmal auf die AGBs hin, wo was von Totalverlust drin steht. Wozu nehme ich mir einen Makler, hätte er mich nicht darauf hinweisen müssen? Er hat all mein Geld dort angelegt, meine VWL aufgelöst, alles, was ich jemals in meinem Leben verdient habe. Das sollte meine Rente sein.. und nun stehe ich vor einem Haufen scherben und kann ihm nix beweisen..... Kann mir irgendjemand helfen, ich möchte gerne Klagen, doch der Anwalt sieht keine Chance, wenn wir keine Zeugen finden....

Antwort
von wfwbinder, 80

Vielleicht hilft Dir dies weiter: http://www.anwalt.de/rechtstipps/samiv-ag-berater-zu-schadensersatz-verurteilt_0...

Dort wurde einem Leidgenossen Recht gegeben und der Berater muss ihn in Voller Höhe entschädigen.

Es ist ein anderes Gericht, also nicht sicher, dass das Gericht bei dem Du landest ebenso urteilt, aber immerhin ein Indiz, wie man es sieht.

Entscheidend kann natürlich auch sein, was in Deinem Beratungsprotokoll steht.

In dem entschiedenen Fall hatte der Anlageberater wohl behauptet, das es eine zu 100 % sichere Anlage sein.

Kommentar von nicole1970 ,

Hallo, vielen lieben Dank für den Link. Den kannte ich schon. Eine Freundin von mir hat schon gegen die Firma prozessiert, doch es kam nur auf einen Vergleich dabei raus und der war mehr als die hälte weniger als ihre Anlage überhaupt war. Er wies auf einmal auf die AGBs hin, wo es auf einmal einen Totalverlust geben soll.. ich kann diesen Passus gar nicht finden, bzw. verstehn. Und er streitet ab, jemals die Beratung vorgenommen zu haben, obwohl es einen Zeugen meiner Freundin gibt, doch da wir weder Datum noch Uhrzeit von damals nennen konnten, hat das Gericht nur einen Vergleich vorgeschlagen. Meine Freundin hat diesen Vergleich nun angenommen. Doch bei mir geht es um die 4 fache Summe und somit auch um sehr hohe Prozesskosten, die ich so nicht habe. Ich würde dafür einen Kredit aufnehmen müssen, nur habe ich Angst, dass auch ich keine Chance haben werden, zumal meine Anträge bei der Firma in meiner Akte liegen und er verleugnet, das die dort sind..... somit habe ich nur die von der SAMIV ausgestellten Anlage "Urkunden" und nun rückt die Verjährungsfrist auch noch näher.....

Kommentar von wfwbinder ,

Mit Einreichung der Klage ist die Verjährung schon mal unterbrochen.

WArum gibt es denn kein Beratungsprotokoll?

Warum haben die den Vertrag udn nicht Sie?

Es scheint schon so, als wären Sie systematisch aufs Kreuz gelegt worden.

Antwort
von Privatier59, 58

Es macht mich schon nachdenklich, wenn Dein Anwalt die Sache negativ beurteilt. Gewiß, es heißt, dass 2 Juristen 3 Meinungen haben, aber so ganz grundlos wird die Einschätzung des Advokaten denn doch wohl nicht sein. Wenn Du meinst, hier einen Obergutachter finden zu können, dann solltest Du Dir bewußt sein, dass man einen solchen Fall nur dann begutachten könnte, wenn man alle Unterlagen vorliegen hat.

Was ist Dir zu raten? Wenn Du das Gefühl hast, von Deinem Anwalt schlecht beraten worden zu sein, dann mußt Du Dir eine andere Rechtsvertretung suchen. Allerdings hate ich es aufgrund der dann doppelt anfallenden Anwaltskosten für besser, wenn Du zunächst noch mal das Gespräch mit Deinem Anwalt suchst. Leg ihm doch das hier in einem anderen Beitrag zitierte Urteil vor.

Ich kenne Deine Sache ja nun nur aufgrund des fragmentarisch mitgeteilten Sachverhalts. Wenn ich da aber in dem Link lese, dass SAMIV schon 2010 insolvent geworden ist, klingeln bei mir die Alarmglocken. Grundsätzlich gilt hier ja eine 3-jährige Verjährungsfrist. Ist die unter Beobachtung? Im Zweifel muß man prozessuale Maßnahmen einleiten um die Verjährung zu unterbrechen und das sollte nicht versäumt werden. Sonst ist schon deswegen alles verloren.

Kommentar von nicole1970 ,

Hallo, vielen Dank. Ist schon der zweite Anwalt. Bei mir ist das alles etwas komplizierter. Ich habe für diese Firma als Assistentin gearbeitet und auf anraten meines Chefs, der selber dort Geld angelegt hatte, auf ihn gehört. Problem ist, dass meine Anträge, nach ausscheider aus der Firma, bei ihm in meinen Akten liegen und er mir die nicht aushändigt, bzw. verleugnet, dass die da sind. So habe ich nur die Urkunden von der SAMIV über meine getätigten Anlagen. Ja, das mit der Verjährung ist mir und dem Anwalt bekannt, deswegen drückt "der Schuh" und ich habe Angst jetzt den Anwalt zu beauftragen, da ich Prozesskosten in Höhe zwischen € 5000 und 8.000 zu erwarten habe. Der Anwalt riet mir, Kontakt mit den Geschädigten aus der Firma aufzunehmen und zu fragen, ob sie vor Gericht aussagen würden, dass er auch Ihnen gesagt hat, das es sich hier um eine sichere Anlage handelt und im Gegenzug würde ich für sie Aussagen, aber hierzu müssen wir erstmal ein Urteil bekommen und ob wir soweit kommen und ich habe auch Angst die Kunden von ihm zu kontaktieren, wer weiß, was ich dann für ein Ärger mir von meinem "Ex-Chef" einhole. :-(

Antwort
von ibindrhans, 59

Servus,

ein bloßer Hinweis auf die AGB reicht nicht aus. Das war Blindpool-Geschäft. So wie ich informiert bin, hat bislang jeder Beklagte Vermittler dieser Scheiße vor Gericht den Schwanz eingezogen und sich verglichen oder wurde zu Schadenersatz verurteilt. Hole Dir Prozesskostenhilfe oder einen Prozessfinanzierer und los geht es!

Hans

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