Frage von zeist, 30

Gibt es Hebelprodukte, die man jahrelang halten kann, d.h. ohne große Zinsbelastung?

Ich brauche keinen großen Hebel, aber sollte man z.B. 10% Rendite erwirtschaften und der Hebel beträgt 3 und die Zinsen für das Leihkapital 5% dann wären in einem Jahr die 10% Rendite durch die Zinsbelastung schon weg, oder?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Finanzschlumpf, 30

Also Hebel 3 heißt für mich, für 100 Euro "Eigenkapital" werden 300 Euro Fremdkapital aufgenommen.

Wenn ich nun den gesamten Betrag zu 10 % anlegen kann, und nur 5 % für das Fremdkapital bezahle, gilt die einfache Blasenformel :

Je höher der Hebel, desto höher der Ertrag auf das eingesetzte Eigenkapital.

Problematisch wird das halt nur, wenn die Rendite unter der Zins fürs Leihkapital fällt.

Kommentar von 10ProzentZins ,

im nachfolgenden Bsp. können Sie mit 25% Eigenkapital über die Dauer von zirka 10 Jahren bei einem angenommenen Hypothekenkreditzins von 2,5% p.a. ein 10% Renditeobjekt "hebeln". In dem Sie die monatlichen Mieteinnahmen zur Zins- u. Tilgungszahlung nutzen. Zum Kreditende nach nur 10 Jahren gehört Ihnen die Immobilie und Sie erhalten "ein Leben lang" monatliche Mieteinnahmen in Höhe von 10% p.a.

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Antwort
von gandalf94305, 28

Die Finanzierungskosten werden Dir einen Strich durch die Rechnung machen. Wenn nämlich die Finanzierungskosten (z.B. 3% p.a.) über den Wertzuwachs laufen, dann hast Du Verluste, obwohl der Basiswert vielleicht sogar im Plus liegt.

Bedenke, daß der Hebel in beide Richtungen wirkt. Ein Verlust multipliziert sich daher auch.

Man wird daher Hebelprodukte nicht langfristig halten, sondern höchstens 6-12 Monate.

PS: Schau Dir mal Outperformance- und Sprint-Zertifikate an. Hier sind die Kosten niedriger als bei klassischen Hebelprodukten.

Antwort
von TaxQA, 26

ich bin mir nicht sicher, ob die Frage so formuliert ist, wie sie es sollte.

Wenn du eine Rendite von 10% hast, dann interessiert mich der Hebel nicht, denn ich kenne ja die Rendite und zwar 10%. Und wenn ich für Kapital, mit dem ich 10% erziele, 5% an Belastung zahle, dann bleiben 5% übrig.

Und nun erkläre man mir, was der Hebel da soll.

Kommentar von zeist ,

3 facher Hebel als Beispiel. Man hat Aktien für 100 Euro Eigenkapital und 200 Euro Fremdkapital, das aus dem Hebel hervorgeht gekauft. Für insgesamt 300 Euro, richtig? Dann sind Aktien um 10% gestiegen und das Fremdkapital hat sich zu 5% verzinst, 10% auf die 100 Euro Eigenkapital= 10 Euro und 5% auf die 200 Euro Hebelkapital=10 Euro. 10 Euro - 10 Euro=0% Rendite.

Antwort
von TopJob, 23

Häh? Wenn du dir Kapital zu 5% leihst und dieses zu 10% effektivem Jahreszins (also Kosten bereits abgezogen) anlegst, bleiben genau 5% übrig. Hierbei gehe ich davon aus, dass sich die 10% Rendie bereits auf das gesamte Hebenprodukt und pro Jahr bezieht.

Kommentar von zeist ,

Ja, aber Sie haben den erwähnten 3-fachen Hebel außer Acht gelassen.

Kommentar von TopJob ,

Wenn die 10% Jahreszins auf das gesamte Hebelprodukt bezogen wurde, dann nicht. Dann sind 10% Gewinn 10% Gewinn.

Andernfalls:

Wenn sich die 10% Gewinn auf die gehebelte Aktie beziehen mit einem dreifachen Hebel sieht es beispielsweise so aus:

Aktie 100 EUR. 3-facher Hebel = 33% Margin = 33 EUR. Steigt nun die Aktie um 10%, dann entspricht dies einem Wert von 10 EUR. Da du jedoch nur 33 EUR über dein Hebelprodukt Investiert hast, hat du einen Ertrag von 10 EUR /33 EUR = 0,303 = 30,3%. Jetzt ist es jedoch so, dass der Herausgeber des Hebelprodukts (bzw. die dahinterstehende Bank) nun Zinsen für das gebundene Kapital haben möchte. In deinem Fall sagtest du etwas von 5% p.a.. Somit musst du von deinem Ertrag von 10 EUR diese Zinsen abziehen. Das geliehene Kapital beträgt hier 67% also 67 EUR. 5% hiervon sind 3,35 EUR. Bleiben also 10 EUR - 3,35 EUR = 6,65 EUR übrig. Das entspricht nun final 6,65 EUR / 33 EUR = 20,2 % Rendite.

Ich hoffe ich habe jetzt keinen Rechenfehler gemacht, aber so ungefähr sollte es aussehen.

Kommentar von zeist ,

3 facher Hebel als Beispiel. Man hat Aktien für 100 Euro Eigenkapital und 200 Euro Fremdkapital, das aus dem Hebel hervorgeht gekauft. Für insgesamt 300 Euro, richtig? Dann sind Aktien um 10% gestiegen und das Fremdkapital hat sich zu 5% verzinst, 10% auf die 100 Euro Eigenkapital= 10 Euro und 5% auf die 200 Euro Hebelkapital=10 Euro. 10 Euro - 10 Euro=0% Rendite.

Kommentar von zeist ,

Sorry jetzt habe ich meinen Denkfehler entdeckt, das Fremdkapital wird ja auch durch Aktienanstieg mit beeinflusst)

Antwort
von Niklaus, 17

Sorry aber das hat nichts mit Investition sondern vielmehr mit Zocken zu tun. ich kenne nur Hebelprodukt die in die Hosen gingen. Es kann dir passieren, dass du nachher statt einem, tollen Gewinn einen Schuldenberg hast.

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