Frage von birgitanna, 10

gibt es einen Wertzuwachs bei Erbschaftsvorausszahlungen

Meine Schwestern haben bereits eine Vorausszzahlung auf die Erbschaft erhalten. Ich habe das Haus bereits überschrieben bekommen. Wie muss die Vorauszahlung behandelt werden, wenn ich noch einen Teil vom Haus auszahlen muss. Gibt es dann eine Verrechnung des Wertzuwachses der Vorauszahlung und miot wieviel Prozent sollte man da rangehe?

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Antwort
von wfwbinder, 10

Ich versuche es mal zu interpreitieren.

  1. Es gab Bargeld, Höhe X um den Sachverhalt komplizierterzu machen.

  2. Es gab ein Haus Wert Y, damit man schwerer rechnen kann.

  3. Schwester, wie viele auch immer, wurden mit dem Geld bedacht.

  4. Fragerin bekam das Haus überschrieben. Wert höher als die Anteile der Schwestern in Bar.

  5. Fragerin soll den Schwestern Wertausgleich zahlen, um die Summen anzu gleichen.

Dazu ist zu sagen:

Der Wert des Hauses mag nach der Schenkung gestiegen sein, aber eventuell auch deshalb weil man renoviert hat. Wenn die Schwestern geschickt anglegt haben, haben sie ja nun auch mehr Geld. Also es gilt der Wert am Tag der Schenkung.

Wie hoch der Wertausgleich? Man muss es so sehen, Bargeld ist praktischer als das Haus. Also einen vollen Wertausgleich, stellt m. E. die Fragerin schlechter.

Wie gesagt, mit Zahlen könnte man das anschaulicher machen.

Antwort
von Privatier59, 8

Was soll denn eine Vorauszahlung auf die Erbschaft sein? Was Du meinst ist eine Schenkung und da hast Du das Haus weder in blauer noch in schwarzer Farbe überschrieben sondern übereignet bekommen. Ergo ist ein notarieller Schenkungsvertrag abgeschlossen worden und in dem ist mit absoluter Sicherheit eine Regelung dazu getroffen worden wie die (Geld-)Schenkungen an die Schwestern einerseits und die Hausschenkung an Dich andererseits im Hinblick auf das Erbe zu behandeln sind. Wie Du da auf die Idee mit dem Wertzuwachs kommst, kann ich nicht nachvollziehen. Es wird -so spekuliere ich mal- so sein, dass die Zuwendungen zum Zeitpunkt der Schenkung gleichwertig waren und damit ist die Sache erledigt. Bei der späteren Erbschaft wird nur noch quotal geteilt und sonst nicht mehr gerechnet.

Kommentar von EnnoBecker ,

Schenkungsvertrag

Hier haben wir eine gemischte Schenkung. Die Auszahlung (wohl an die Schwestern) erfolgt ja nicht im Rahmen der Erbauseinandersetzung. Also hat er wahrscheinlich ein Drittel geschenkt bekommen und zwei Drittel gekauft.

Kommentar von Privatier59 ,

Mag sein oder auch nicht. Sobald Daniel Düsentrieb da ist, leihe ich mir seine Denkerkappe aus.

Kommentar von birgitanna ,

Also nochmal konkreter: Vor 10 Jahren wurde mir per Notarvertrag das Haus meiner Eltern überschrieben mit lebenslangem Wohnrecht. Es war keine Schenkung sondern eine Übertragung im Wege der vorweggenommenen Erbfolge. Meine Schwestern hatten berteits vorher (ca. 2001) Geld erhalten zum Bau ihrer Häuser. Die eine 5. 000 € die andere 25.000€. Im Todesfall unserer Eltern soll ich meine Schwestern auszahlen(je 1/3). Nun soll der Vertrag nochmal geändert werden, da mein Vater die alte Regelung ungerecht findet. Also jetzt soll festgeschrieben werden, dass im Todesfall der dann festgestellte Verkehrswert oder Verkaufswert zugrunde gelegt wird und durch 3 geteilt. Ich zahle also meinen Schwestern 1/3 dieses Betrages X abzüglich der bereits ausbezahlten Gelder (5000 und 25000). Nun soll es ja gerecht zugehen und die Frage die sich uns Schwestern jetzt stellt ist die, wie kann man in dem neuen Vertrag einen Wertzuwachs berücksichtigen. Also in welcher Höhe (%p.a.). Der Notar hatte so einen Fall noch nicht und kann uns dazu auch nichts sagen ob es da irgenwas im Erbrecht gibt was man zugrunde legen kann.

Kommentar von EnnoBecker ,

Es war keine Schenkung sondern eine Übertragung im Wege der vorweggenommenen Erbfolge.

Wenn das keine Schenkung ist, dann erklär doch bitte mal, was eine Schenkung ist.

Genaugenommen haben wir eine bedingte gemischte Schenkung, wobei die Bedingungen jetzt umgestellt werden sollen. Ob das zivilrechtlich möglich ist, weiß ich nicht. Aber wenn es zivilrechtlich möglich ist, geht es steuerlich auch.

Der Notar hatte so einen Fall noch nicht und kann uns dazu auch nichts sagen

Kann ich mir vorstellen. Mit sowas wüsste ich jetzt auch nicht auf Anhieb umzugehen. Vielleicht den Notar wechseln oder einen Erbrechtler besuchen?

Antwort
von EnnoBecker, 7
Vorausszzahlung auf die Erbschaft

Wie, ist der Erblasser ein wenig angestorben oder wie muss man sich das vorstellen?

Kann es sein, dass dir ein Haus übereignet wurde und zwar

ich noch einen Teil vom Haus auszahlen muss.

als gemischte Schenkung? Also teilweise gekauft und teilweise geschenkt.

Gibt es dann eine Verrechnung des Wertzuwachses der Vorauszahlung

Die Frage verstehe ich jetzt nicht. Der Wert der Schenkung bestimmt sich nach den Verhältnissen des Schenkungstages - im Falle einer Grundstücksübereignung ist dies das Verpflichtungsgeschäft. Also der Tag, der auf der Urkunde des Notars steht.

Je nachdem, was du mit dem Haus tust, kann es hier wegen der gemischten Schenkung Anschlussprobleme bei der Einkommensteuer geben (zwei AfA-Reihen).

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