Frage von ThiloS,

Gibt es einen Weg aus der Euro-Krise?

Hallo, wir sitzen gerade in trauter Runde zusammen und diskutieren. Es geht darum, wie die Euro-Krise gelöst werden könnte. Sollte Men Eurobonds mit einer Kappungsobergrenze bei einem gleichzeitigen Schuldenschnitt flankiert durch soziale Maßnahmen und erhöhte Investitionsausgaben auf immaterielle Güter mit einem geringen Lombardsatz mit starker Dollarorientierung und Deckung durch Gold auflegen, oder macht es mehr Sinn, sich am Euribor zu orientieren, gleichzeitig aber Eurobonds als gehebelte Hedgefonds mit starker Reglementierung durch die WHO und den WWF unter Berücksichtigung ethischer Investments bei gleichzeitiger Investition in non-profit NGO zur Abfederung von sozialstaatlichen Härtefällen mit veränderten Richtlinien zur Zulassung im M-Dax und stärkerer Aussenregulierung von systemrelevanten Banken und deren verbrieften Verbindlichkeiten gegenüber institutionellen und semi-staatlichen Anlegern bei retardieren Märkten unter Berücksichtigung einer durch Integration verursachten Deflation der stark exportlastigen Nationen den Vorzug zu geben? Oder die Griechen einfach 'rausschmeißen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von SBerater,

ich plädiere für den Bio-Euro, gedüngt von Regenphasen, kontrolliert von Greenpeace und WWF, emittiert von Prokon, vor allem als Kleingewerbe und zahlt dann doch die Umsatzsteuer, geliefert und mit Reverse-Charge belegt.

Haus und Grund beantwortet Fragen zum Boden, die IHK entscheidet, welche Staaten ein Gewerbe betreiben, welche Freiberufler sind und welche angestellt. Und das Finanzamt berät dann alle Steuerzahler, vor allem weil ja in der EU viel gependelt wird, das dann Fragen zur Pendlerpauschale aufwerfen und wenn dann noch ein Staat mit dem anderen in's Bett geht, dann will man doch wissen, wer denn nun welche Steuerklasse bekommt.

Ganz wichtig auch, welche Staaten oder Regionen denn Alg II bekommen, wie die Sätze sind und was denn nun Schonvermögen ist.

Dann muss natürlich eine europaweite Abwrackprämie auferlegt werden, damit die Pkw-Hersteller noch länger nicht verstehen, dass wir uns einen Kleinwagen nicht für über 30.000 Euro leisten können oder wollen.

Prokon ist nun der Drahtzieher und macht fleissig Wind. Und die Schlauen leben von den Einspeisevergütungen, die anderen fragen sich, wie denn eine Rendite von über 8% möglich ist, wo doch das Wort Genuss im Investment steckt.

Das ist mein Vorschlag.


Ach ja... Weg aus der Eurokrise... Ins Reisebüro gehen und ein Ziel ausserhalb der EU buchen. Und schon ist sie weg, die Krise.

Kommentar von FREDL2 ,

@SBerater: hat Dich auch der Eindruck beschlichen, die traute Runde besteht aus ThiloS, Jim Beam und Johnny Walker?

Kommentar von ThiloS ,

Ja, haha, von wegen! Wolfgang kann nicht mehr grade sitzen, François ist eben zum dritten Mal aufs Klo, Mario hängt dauernd mit Silvio am Handy, David ist mit Mariano zum Rauchen auf dem Balkon und Giorgos kommt alle zehn Minuten rein und will wissen, wann er den Scheck kriegt. Wir sind hier alle ziemlich durch den Wind.

Kommentar von FREDL2 ,

@ThiloS: Du musst an Deiner "trauten Runde" arbeiten. Es fehlt ein Portugiese und einen Spanier kann ich auch nicht erkennen. So wird das nichts.

Antwort
von gandalf94305,

Das Problem der Euro-Zone liegt doch nicht im Euro oder anderem, das wir schon haben, sondern eher in dem, was wir nicht haben... eine gemeinsame Haushaltsverantwortung nämlich.

Jeder wirtschaftet auf eigene Kasse und Ideologie, während Schulden vergemeinschaftet werden sollen. Das geht auf die Dauer nicht gut. Auch in Deutschland gibt es immer wieder neue Ansätze für den Länderfinanzausgleich, aber im Grunde will doch keiner Bremen oder Meck-Pomm aus dem föderalistischen Bund werfen. Ebenso müsste sich Europa verstehen. Der gewaltige Binnenmarkt, der hier besteht, hat uns schon vor einigem Ungemach bewahrt. Man beachte nur die Spannbreite des EURUSD... von 0,83 im Minimum bis zu 1,60 im Maximum. Das sind fast 100%. Dennoch ging an keinem der beiden Extrema irgendeines der Euro-Länder unter oder verschwand von der Landkarte über Nacht.

Deine Plauderrunde mag ich nicht unterbrechen, zumal auch der Output an leeren Flaschen wohl eine gewisse Rolle zu spielen scheint, wenn ich mir den leicht grenzwertigen Technobabblestil anschaue, aber im Grunde ist doch eine Lösung nicht so schwierig.

Aktuelle Schulden der Länder müssen irgendwie in ihrer Wirkung verlängert (z.B. durch ECB-Maßnahmen oder per TARGET2) oder weginflationiert (z.B. durch Wachstum der Wirtschaft) werden. Dadurch hat man Zeit, die Fiskalunion mit Haushaltsrestriktionen für Mitgliedsländer aufzubauen. Wachsendes Risiko darf nicht mehr mit höheren Zinsen bestraft werden, sondern muss zu einem zunehmenden Mitspracherecht der EU oder der ECB in der Art eines Präinsolvenzverwalters führen.

Letztendlich ist Europa - wenn man es ernst nimmt - nicht ein lockerer Gesangsverein, in dem jeder mal ein- oder austreten kann, sondern ein Bund für's Leben ohne Aussicht auf Scheidung. Alaska oder Californien wollen ja auch nicht aus den USA ausscheren. Wir befinden uns am Anfang eines Prozesses, der noch lange dauern wird. Das können zwei, drei oder zehn Generationen sein. Am Ende dürfte jedoch eine wirtschaftliche Macht "Europa" stehen, die nicht mehr die eigenen Erbsen auf Länderebene zählt, sondern klare Position zu einem nordamerikanischen und einem asiatischen Block einnimmt.

PS: Ich bleibe bei meinem Hermanuspietersfontein Blend...

Antwort
von Gaenseliesel,

Hallo, eine gute Frage. Geben würde es wohl Wege, nur die sind unserer Regierung unbequem. Der Euro wurde mit aller Macht eingeführt und mit aller Macht daran fest gehalten. Hier ein Link zu einem " Nichtpolitiker " Mr. Dax , Dirk Müller Finanzexperte. http://www.handelsblatt.com/video/video-news/wirtschaft/interview-mit-dirk-muell... Weitere Meinungen von ihm hören und sehen ? über Youtube.de . Noch viel Spass in der Runde ! K.

Kommentar von gandalf94305 ,

Den Scherzbold durfte ich am Montag geniessen... unterhaltsam ist er... einige seiner Ansichten sind allerdings bestenfalls fragwürdig, schlimmstenfalls grober Unfug. Das ist ein Börsenhändler, kein Fondsmanager oder Wirtschaftsexperte. Lies doch mal seinen Lebenslauf ;-)

Antwort
von FREDL2,

Wenn ich jetzt den Teil vor "die Griechen rausschmeissen" verstanden hätte, würde ich auch dazu was verzapfen.

Da ich aber schon immer für den Rausschmiss war, belass`ich´s dabei. Ein Weg aus der Krise ist das aber auch nicht. Das ganze Europa-Gedöns ist und war ein unausgegorenes Machwerk.

Egal. Am 21.12.12. geht die Welt unter. Mitsamt der Griechen ;-)

Kommentar von Primus ,

genau... nehmt Abschied Leute ;-))

Kommentar von SBerater ,

na dann werde ich nochmals richtig auf den Putz hauen!

Kommentar von FREDL2 ,

@SBerater: wenn Du da jetzt erst anfängst! ThiloS ist schon mehrere Gläser im Vorteil.

Antwort
von Privatier59,

Nach dem wievielten Glas Wein hast Du diese bedeutungsschwere Frage formuliert? Zu meinen Grundsätzen gehört: Nach dem zweiten Glas fahre ich nicht mehr Auto und rede weder über Politik noch über Finanzen. Ach ja, und teures Porzellan fasse ich lieber auch nicht mehr an.

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