Frage von maijamo, 168

Gibt es die Möglichkeit, den Rentenausgleich rückgängig zu machen?

Ich wurde von meinem zweiten Ehemann geschieden.

Ich war während der Ehe bei ihm angestellt. Er hat eine Gastronomie und war die ganze Ehe über selbstständig, hat demnach nicht in seine Rente einbezahlt. Ich war, wie oben bereits erwähnt, bei Ihm angestellt. Eigentlich nur aus dem Grund, weil ich ja sonst nicht krankenversichert gewesen wäre, war also nur auf 410,-€ angemeldet.

So, jetzt wurden wir geschieden und ich muss ihm einen Rentenausgleich von ca. 40€ monatlich zahlen. Sorry, aber 40 € haben oder nicht haben ist ein großer Unterschied...

Jetzt wollt ich gerne wissen, ob ich gegen diesen Beschluss der Rentenkasse Einspruch erheben kann und wenn ja wie lang?

Danke schon mal für Eure Antworten...

Antwort
von Primus, 140

Der Versorgungsausgleich kann nur bei Tod des Begünstigten auf Antrag rückgängig gemacht werden.

Stirbt also der frühere Ehegatte, dessen Rentenansprüche sich durch den Versorgungsausgleich erhöht haben, bevor er für mehr als drei Jahre Rente mit dem Anrecht aus dem Versorgungsausgleich erhalten hat, kann auf Antrag und dann ab dem Folgemonat der Antragstellung die Rente ungekürzt gezahlt werden.

Antwort
von imager761, 130

Der Versogungsausgleich ist zwingend, sofern darauf nicht durch Aufrechnung im Schediungsverfahren verzichtet wurde.

Warum du etwa bezahlst, statt Rentenanwartschaften (Punkte) einfach hälftig abzugeben, erschliesst sich mir zwar nicht, aber ansonsten wäre der rechtwirksame Beschluss des FamG nur bei Tod des Begünstigten bei der DR auf Antrag rückgängig zu machen.

G imager761

Antwort
von Snooopy155, 107

Du hättest bei der Scheidung die Forderung stellen sollen, dass der Ehegatte aufgrund der besonderen Umstände auf einen Versorgungsausgleich verzichtet. Besprich dieses Thema mit Deinem Scheidungsanwalt, der sollte Dir hier weiterhelfen können.

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