Frage von microgeo, 2

Gibt es außer Aktien und Immobilien noch andere für den normalen Anleger interessante Investments?

Viele Aktien und Immobilien sind derzeit bereits angemessen bewertet oder sogar zum Teil doch teuer geworden. Außerdem bin ich da schon ausreichend breit investiert (Details möchte ich jetzt nicht ausbreiten) und suche noch weitere Anlageklassen. Wer hat einen Tipp? Es gibt doch sicherlich noch mehr als Aktien, immobilien und Edelmetalle.

Antwort
von Rat2010, 2

Das Thema "Fonds" ist wesentlich weiter als Aktien, Immobilien und Edelmetalle. Da wird z. B. mit Anleihen aus aller Herren Länder von allen möglichen Emittenten und den unterschiedlichsten Laufzeiten Rendite erzielt. Oder es werden Währungen oder Derivate so eingesetzt, dass eine ordentliche, zu Aktien oder Anleihen nicht korrelierte Rendite bei extrem niederiger Schwankung rauskommt.

Im verlgich zu weiten Feld der gemangten Fonds sind Aktien und Edelmetalle, vor allem aber Immobilien stinklangweilig.

Dazu würde mich interessieren, was du meinst, wenn du Aktien schreibst. In Deutchland zum Handel zugelassene sind im Vergleich zu dem, was in der Welt los ist, langweilig. Einige Regionen sind alles andere als angemessen bewertet. Wenn es so ist, wundert es mich nicht, dass dir die Ideen ausgehen.

Kommentar von microgeo ,

Bzgl. der Aktien bin ich international investiert, der deutsche Anteil macht nur etwa 30 Prozent aus. Mir ist bekannt das es natürlich interessante Fonds gibt, ich finde viele davon aber mittlerweile angemessen oder gar etwas sportlich bewertet für einen Neueinstieg bzw. das Risiko einer Korrektur ist entsprechend erhöht. Da hat wohl jeder so seine Meinung.

Zielstellung ist ein langfristiger Zuwachs, das kurzfristige Zocken ist nicht so meins.

Kommentar von Rat2010 ,

Du machst es dir zu schwer! Es gibt so viele Fonds wie Aktien und mit Sicherheit 50 oder mehr, die für dich in Frage kommen.

Was haben z. B. Cat-Bonds oder Derivate oder eben Vermögensveralter, welche die Lage ebenso wie du einschätzen aber eine Idee haben, trotzdem gute Renditen zu erzielen mit deiner Grundeinschätzung zu tun? Wenn du in Aktien und Fonds gehen willst, die unterbewertet sind, ist das deine Sache. Als Profi weiss man, dass man nie zu sehr von seiner Meinung überzeugt sein und schon gar nicht an der hängen sollte.

Du kommst mit dem Ziel des langfristigen Zuwachses an Edelmetallen und Immobilien vorbei. Edelmetalle erleben Zyklen, bei denen man das Problem hat, dass wir langfristig alle tot sind und Immobilien werden alt! An Aktien und an Fonds, die auch in Aktien investieren dürfen, kommst du nicht vorbei!

Antwort
von Sitaara77, 1

hm ich hab mein portfolio mit goldsparen erweitert. vorher waren es meist auch "nur" aktien. Ich zähle mich allerdings zu den anlegern, die nicht sonstwas für geldmengen investieren.

Antwort
von DerKleneDichter, 1

gold silber Metalle halt

Antwort
von Privatier59, 1

Was ist ein "normaler Anleger"? Wer sich nicht mit einem Fachgebiet beschäftigen will, wird es überall schwer haben. Für den, der sich in ein Thema einarbeiten will, gäbe es noch hinreichend weitere Möglichkeiten. Schau Dir nur mal an, zu welchen Preisen die Werke von Picasso oder Beuys verkauft wurden bevor jeder den Namen kannte. Schau Dir an, welche Wertsteigerungen Oldtimer haben. Schau Dir an, was Antiquitäten an Wert gewonnen haben. Da darf man aber nicht auf dem Sofa oder vor dem PC hocken, sondern muß die Welt da draußen erkunden. Ansonsten findet man solche Chancen nie.

Kommentar von blackleather ,

Der normale Anleger hat eine haftungsbeschränkte Rechtsform und eine Bilanzsumme ab 2 Millionen Euro aufwärts. Er besitzt einen Aufsichtsrat und hält mindestens einmal jährlich eine Hauptversammlung ab.

Alles andere sind unnormale Anleger. Die sollten dann auch nicht so tun, als wäre "Kapitalanlage" ein Spielfeld, auf dem sie etwas verloren hätten.

Kommentar von microgeo ,

Da hast du natürlich recht. Aber finanzfrage.net dient laut Richtlinien doch auch als Ratgeber-Plattform. Der ein oder andere Impuls oder Hinweis von erfahrenen Anlegern kann man ja einmal erfragen. Nicht jeder hat auch leider z.B. beruflich oder familiär bedingt die Zeit, sich ausreichend intensiv mit der Materie zu befassen.

Kommentar von blackleather ,

Jepp. Und deswegen kann der Rat nur lauten: Überlass alles deiner Bank.

Kommentar von microgeo ,

Die Bank hat in erster Linie Interesse, Gebühren und Provision zu verdienen. Außerdem geht eher um alternative Anlageformen, da wird mir die Bank eher weniger helfen...

Kommentar von blackleather ,

Hm, dann wäre es ja das Beste, dein Interesse mit dem der Bank zu koppeln. Bezahle sie für ihren Anlageerfolg. Vereinbare mit ihr, dass die Höhe ihrer Provision sich nach dem erwirtschafteten Gewinn richtet.

Wenn du dazu allerdings kein Vertrauen hast, dann studiere einfach Bank- und Börsenwesen (ergänzend Mathematik, Jura und BWL kann auch nicht schaden) und gründe selbst eine Bank.

Kommentar von microgeo ,

Wie wäre es zur Abwechslung einmal mit einem sachlichen Beitrag zur Fragestellung? Dafür ist diese Plattform ja schließlich gedacht? Ich verweise einmal auf die Richtlinien und klinke mich aus diesem Kommentar-Hinundher aus.

Kommentar von Privatier59 ,

Also ich hätte da noch einige Frühwerke von mir im Angebot. Wertsteigerung garantiert da ich noch lebe!

Antwort
von TBergmann, 1

Seit 16 Jahren arbeite ich im Kapitalanlagebereich. Anfangs ausschließlich mit Investmentfonds, nach den 2 Krisen 2000/2002 und 2008/2009 investieren wir nur noch ca. 1/5 in diese Anlagegattung.

Aktuell haben wir seit einem Jahr bei allen Depots eine Ausstieg-Strategie hinterlegt, welche immer dann wenn ein Fonds einen neuen Höchststand erreicht, ein Scheibchen verkauft. Dadurch werden aktuell Gewinne mitgenommen um auch tatsächlich Gewinne zu realisieren. Realistisch ist, das über 90% der Anleger keinen Ausstieg geplant haben und entweder gar nicht oder erst zu deutlich niedrigeren Kursen verkaufen werden.

Mit dem Rest des Vermögens bilden wir ein sehr breit diversifiziertes Sachwertportfolio, welches Schwankungen, sowie Totalverlustrisiko ausschließt. Es gibt viel Schrott auf dem Markt aber auch ein paar echte Perlen. Die gilt es zu finden, also die Spreu vom weizen zu trennen. Der Investitionsprozess zieht sich bei Neuanlegern oft über 2-3 Jahre hin, da wir auch eine zeitliche Verschiebung der Investitionen für sinnvoll halten.

Außerdem stehen oft gar keine 5,6 oder mehr Investitionsmöglichkeiten zur Verfügung.

So ich hoffe ich konnte ein paar sinnvolle Denkansätze liefern.

Herzliche Grüße aus Dresden, Thomas Bergmann

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