Frage von solitaire, 221

GEZ Schreiben zur Zahlungsaufforderung bekommen

Habe letzten Monat ein Schreiben von der GEZ bekommen, (und diesen Monat jetzt den zweiten, übrigens jeweils über eine Woche rückdatiert, er war also über eine Woche mit der Post unterwegs), dass ich ab Januar 2013 rückwirkend die GEZ Gebühren zahlen muss. In dieser Zeit war ich jedoch bis März 2014 auf Grund meiner Elternzeit Hartz 4 abhänging. Jetzt steht aber im Internet, man darf bei der GEZ rückwirken nichts einreichen. Kann das sein? Ich habe den Brief ja von denen auch nicht schon im Januar 2013 bekommen...

Zur Zeit bekomme ich noch Arbeitslosengeld 1, was leicht über dem Hartz 4 Satz liegt. Ist ja eigentlich auch nicht gerade toll, diesen Überschuss, jetzt der GEZ zu zahlen, abgesehen davon, dass ich gar nicht weiss, woher ich jetzt so viel Geld auf einmal nehmen soll...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Gangsterjaeger, 202

wie bei anderen gesetzlichen Vorschriften auch: man muß sie einfach kennen und korrekt danach handeln. (wie man das in der Praxis anstellt sagt der Gesetzgeber leider nicht, und daß das kaum möglich ist, zeigen z.B. die vielen spezialisierten Anwälte, die nur einen Teil der Gesetze einigermaßen 'gut drauf' haben. von den übrigen Gesetzen wissen sie auch nicht so viel. Und sie informieren sich hauptberuflich, nicht wie der Normalbürger, der sich zwischen Feierabend und Bettruhe informieren muß).

Du hättest Dich also püntklich zum 1.1.13 anmelden müssen (und ggf. Deinen Antrag auf Befreiung stellen müssen). Und leider sind die Vorschriften sehr unfair: rückwirkende Beitragsforderungen können erhoben werden, rückwirkende Befreiung wird jedoch nicht gewährt, sondern nur ab dem Datum der Antragstellung. Du wirst also zahlen müssen; immerhin wird Ratenzahlung unkompliziert gewährt.

Und wenn Du mit denen telefonieren willst, geht hier am günstigsten: 0221 5061-0

Noch etwas: da Du nur geringfügig mehr als den Hartz-4-Satz verdienst: Es gibt ein Gerichtsurteil aus 2011 (?): wenn jemand nur geringfügig mehr als den Hartz-4-Satz verdient und durch Zahlung des Rundfunkbeitrags weniger als den Hartz-4-Satz übrig behält, ist dann auch noch befreiungswürdig, zumindest bis zur Höhe des Betrags, um den der Hartz-4-Satz unterschritten wird. Vielleicht hilft Dir das ein wenig.

Alles klar?

Antwort
von UndertakerOWL, 160

Der Antrag auf Befreiung oder Ermäßgung ist im Vorfeld zu stellen. Da du das nicht getan hast, wird es m.E. schwierig bis unmöglich die Zahlung abzuwenden. Aber aus Fehlern lernt man ja, vor allem wenn sie Geld kosten...

Antwort
von vulkanismus, 131

Wirklich von der GEZ? Dann vergiss das Ganze. Eine GEZ gibt es nicht.

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