Frage von Chewbacca123, 78

Gewerbe, Werkstudent - später Teilzeit-fest, und freier Mitarbeiter. Muss ich zuviel nachzahlen und Tipps für den Besuch eines Steuerberaters?

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und habe mich bisher schlecht wie recht durch meine Steuererklärungen geboxt. Doch ich merke immer mehr, dass mir alles über den Kopf wächst und deswegen habe ich bald auch einen Termin mit einer Steuerberaterin. Trotzdem wollte ich vorher mal hier fragen und vielleicht könnt ihr mir helfen bzw Tipps geben, wie ich mich auf den Termin mit meiner Steuerberaterin vorbereite. Denn das wäre das erste Mal bei einer.

Ich war von März bis September Werkstudent und wurde danach als teilzeit festangestellt übernommen. Dazu habe ich noch ein kleines Gewerbe als DJ und schreibe Rechnungen ohne MwSt, da ich höchstens 2500-3000 Euro im Jahr damit verdiene. Außerdem bin ich ein freier Mitarbeiter eines großen öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

2015 habe ich: - mit dem Gewerbe: 2.705 - mit dem Werkstudenten- und Teilzeitjob: 7.381 - mit der freien Mitarbeit: 7.118

verdient. Mich wundert es, dass Werkstudent und Teilzeitjob am Ende des Jahres auf einer Jahresabrechnung standen.

Ich habe meine Steuererklärung gemacht und gestern meinen Steuerbescheid zurück bekommen. Ich soll 1200 Euro nachzahlen. Das verwirrt mich, da ich „frei“ quasi knapp 10.000 Euro verdient habe. Habe ICH mich bei der Steuererklärung vertan? Oder ist es richtig, dass der Werkstudent-Teilzeit-Job ebenfalls zu versteuern sind, obwohl ich da doch Steuern schon für bezahlt habe? Oder nicht?!

Hier mal ein Überblick: Einkünfte aus Gewerbebetrieb: 2.705 Einkünfte aus selbstständiger Arbeit: 7.118 Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit: 7.381 Arbeitnehmer-Pauschbetrag: -1.000 Einkünfte: 6.381 Summe der Einkünfte insgesamt: 16.204

Summe der abziehbaren Vorsorgeaufwendungen: - 2.052 (War als Student freiwillig selbst versichert) Sonderausgaben-Pauschbetrag: - 36

Berechnung der Einkommenssteuer: 14.116 versteuern nach dem Grundtarif: 1.104 Kirchensteuer: 99.36 Solidaritätszuschlag: 26,40

Einkommenssteuerbelastung in Prozent: 7,82 %

Sind die knapp 1.200 Euro Nachzahlung zufiel? Falsch errechnet? Hab ich beim Ausfüllen (mit Elster) einen Fehler gemacht? Denke ich war auch ein wenig naiv, aber wie gesagt habe ich in zwei Wochen einen Termin mit der Steuerberaterin. Was soll ich da alles mitbringen bzw worauf muss ich achten wenn ich hingehe?

Ich danke jetzt schonmal für konstruktive Kritik und Antworten. Viele Grüße Chewie

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von wfwbinder, Community-Experte für Finanzamt, 59

1. Du darfst die Einkünfte nicht jeweils getrennt betrachten. Versteuert wird Dein zu versteuerndes Jahreseinkommen.

2. bei Deinen Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit wurde keine Lohnsteuer abgezogen, weil das Brutto entsprechend gering war.

3. Gewerbebetrieb ist Deine DJ Tätigkeit. Wenn Du übrigens in Discos auflegst, ist übrigens die Entscheidung die Kleinunternehmerregelung zu nutzen falsch.

4. Einkünfte aus selbständiger Arbeit (Rundfunk) werden auch mit einer E-Ü-R ermittelt. Wieviel Kosten hast Du dort angeführt?

5. Alles zusammen, nach den entsprechenden Abzügen ergibt dann das zuversteuernde Einkommen.

6. Die Steuer wurde richtig berechnet.

7. Für den Termin bei der StB die Verträge mit der Rundfunkanstalt, Die Unterlagen über Deine Auftritte usw.

Kommentar von Chewbacca123 ,

Danke schonmal für die Antworten.

3. Also doch besser die MwSt. dazurechnen? Wieso genau?

4. Ich befürchte, dass ich die EÜR gar nicht ausgefüllt habe.

Danke und Grüße

Kommentar von wfwbinder ,

Wenn die Leistungsempfänger Unternehmer sind, ist es für die Egal, ob 500,- Euro, oder 500,- Euro + 19 % = 595,- euro, weil die sich die Umsatzsteuer als Versteuer abziehen. (gilt auch für die Rundfunkanstalten).

Aber Du hast damit selbst den Vorsteuerabzug. Aus den gekauften CDs, einem neuen Notebook,, oder sonstigen Einkäufen für den Betrieb.

Zum Thema EÜR, demnach auch keine Kosten abgezogen? Für den Weg zu den Auftritten? Weg zur Rundfunkanstalt? Telefon? Internet?

Wenn der Bescheid noch keinen Monat alt ist, kann man Einspruch einlegen udn nachliefern.

Kommentar von EnnoWarMal ,

Grundsätzlich richtig, aber gerade im TUM-Bereich gab es in den letzten Jahren viel Ärger wegen der Besteuerung 7%/19%.

Bevor ich hier optiere, würde ich mir vom Berater genau erklären lassen, was ich beachten muss.

Wenn man es richtig macht und wenn man 7% zahlt, kann die Option ein kleines Sparschweinchen sein.

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