Frage von schlimpf,

Gewerbe, abschreiben/absetzen von gewerblich genutztem PKW

Hallo liebe Community,

es geht um folgenden Sachverhalt: Seit Ende 2010 bin habe ich ein Gewerbe als Nebenverdienst angemeldet, ansonsten bin ich Student. Seit 2009 habe ich ein Auto finanziert (NP etwa 17.000€), welches über meine Mutter läuft. Die Finanzierungsraten, Versicherung und alle Kosten die sonst anfallen gehen von meinem Konto ab. Als ich 2011 meine Einkommenssteuererklärung bzw UstVa gemacht habe, hatte ich noch nicht wirklich viel Ahnung, wie ich mein Auto korrekt absetzen kann und so habe ich von jemanden gehört, ich könne einfach meine Kosten "prozentual" angeben, also wenn ich das Auto 40% gewerblich nutze kann ich es 40% absetzen. Das habe ich auch so gemacht, nur scheint das ja so gar nicht zu gehen, wie ich nach langem Einlesen erfahren habe. Ich denke die 1%-Regelung passt bei mir ganz gut, ich nutze das Auto knapp über die hälfte geschäftlich. Dafür könnte ich, wie ich gelesen habe, über drei Monate ein Fahrtenbuch führen um dem Finanzamt einen repräsentativen Zeitraum vorzeigen zu können. Das würde ich jetzt auch gerne so machen, allerdings stellen sich mir jetzt folgende Probleme: Ich muss meine Einkommenssteuererklärung für 2012 noch machen, in welchem Jahr ich durch die falsche Angabe für Ausgaben des Autos ebenfalls falsche UstVa abgegeben habe. Ich kann ja auch nicht einfach jetzt auf die 1% Regelung wechseln. Ich müsste dann ja monatlich 1% des Bruttopreises als Gewinn verbuchen. Dafür könnte ich dann meine Ausgaben ja zu 100% anrechnen. Das klingt gut und würde mich im Prinzip günstiger kommen als ich das in meinen UStVa/EiSt angegeben habe. Allerdings nur dann, wenn ich das Auto auch per AfA abschreiben könnte. Ist das möglich, auch wenn ich es jetzt die letzten zwei Jahre vergessen habe und das Auto eigentlich auf meine Mutter läuft?

Sollte ich einen Termin beim Finanzamt ausmachen um ihnen den Sachverhalt zu erklären? Oder sollte ich mir einen Steuerberater holen? Mein jährlicher Umsatz beträgt nicht mehr als 10.000€, mein Gewinn bei 3.500€

Vielen Dank für eure Hilfe!

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Antwort
von Tina34,

Also mich würde es ja sehr erstaunen, wenn das Finanzamt eine Rechnung auf eine andere Person aktzeptieren würde und dann auch noch akzeptieren würde das du daraus die VSt. ziehen darfst. Zu deiner Info bei Autos und Einzelunternehmen bzw. bei hohen UST-Erstattungen kommt es in der Regel zu einer Umsatzsteuersonderprüfung! Des weiteren vergessen viele - wird das Auto verkauft / entnommen ist da ja auch die USt. zu berücksichtigen etc. etc. Ob das wirklich lohnend in deinem Fall gewesen wäre ist meiner Meinung nach noch fraglich.

Den einzigen Weg den ich momentan sehe, ist aber meine persönliche Meinung ist eine Abrechnung auf Kilometerbasis.

Kommentar von schlimpf ,

Hallo und danke für die Antwort!

USt Erstattung resultiert bei mir nicht daraus. Bei einem finanziertem Auto kann ich ja auch garkeine USt. aus den Raten ziehen, wenn dann aus den sonstigen Ausgaben. Ich habe hier: http://www.betriebsausgabe.de/forum/topic-84.html etwas ähnliches gefunden.

Danke und Gruß

Kommentar von Tina34 ,

na ja als Unternehmer kann ich die Umsatzsteuer aus dem Autokauf ziehen und die Finanzierung absetzten...... das mal so als Bemerkung am Rande.

Dir würde ich dringend den Besuch eines Steuerberaters empfehlen. Dein "Halbwissen" würde ich als tödlich bezeichnen.

Antwort
von freelance,

wenn der Wagen auf deine Mutter läuft, dann sehe ich da Probleme. Wenn du schon mit dem Gedanken spielst bzw. die Nutzung wirklich über 50% geschäftlich ist, dann solltest du zu Ende denken und den Wagen auf dich überschreiben.

Vorsteuer ist das eine. Aber du musst den Wagen ja auch in das Betriebsvermögen übernehmen und bei Verkauf die USt abführen.

Ich denke, bei dir ist es besser, die km anzusetzen und 30 ct. abzurechnen. Ein Pkw, der 17.000 Euro kostet, wird auf km-Basis nicht viel teurer sein als die Absetzbarkeit auf km-Basis.

Wieso willst du dir bei einem Gewinn von 3.500 Euro (damit zahlst du keine Steuern), dieses komplexe Thema überhaupt ans Bein binden. Mglw. hast du nicht wirklich einen Steuervorteil, aber mehr Arbeit :)

Such dir einen Steuerberater. Das Finanzamt wird dir hier nicht weiterhelfen.

Antwort
von EnnoBecker,

das Auto eigentlich auf meine Mutter läuft

Diesen Teil sollte man vielleicht erst mal grundsätzlich klären. Wer der Halter des Fahrzeugs ist, spielt für die einkommensteuerliche und umsatzsteuerliche Betrachtung keine Rolle.

Wichtig ist:

Wer hat gekauft? Wer hat finanziert? Wer trägt die Kosten?

Erst wenn man das weiß, kann man entweder Aussagen treffen oder gezielt weiter fragen.

Vielleicht wäre hier ein Gang zum Berater wirklich hilfreich.

Kommentar von schlimpf ,

Danke für deine Antwort!

Gekauft und finanziert hat meine Mutter, die Kosten trage ich wie oben geschrieben alleine. Ich werde wohl einen Berater aufsuchen müssen.

Kommentar von EnnoBecker ,

Deine Mutter hätte dir besser das Geld für den Kauf und die Bonität für die Finanzierung schenken sollen.

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