Frage von elliellen,

Gewährleistung bei Handwerkern

Hallo ! Ich habe heute mal eine komplizierte Frage an die "Rechtsexperten" hier.... Also wir haben an unserem Holzhaus an einer seite direkt an den Fenstern einen Wasserschaden gehabt, war aber kein Versicherungsschaden, da es durch Regenwasser verursacht wurde. Nun beauftragten wir eine Holzfirma, die Ende letzten Jahres das Problem beheben sollte, Holzbalken wurden erneuert, 2 neue Fensterbänke eingesetzt (die wohl zu kurz sind). Dann kam eine Malerfirma, die dann den Putz erneuerte und alles um die Fenster herum abdichtete. So, nun kommt das Problem:

Gestern merkten wir, dass es an beiden Fenstern total feucht ist und an den Seiten der Regen sogar bis nach innen hinkommt. Er läuft an den Seiten zwischen Fensterbank und Wand, die F-Bänke sind zu kurz. Wie sollen wir nun vorgehen?? DANKE euch im voraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Fragfreund,

Ich würd mich ,soweit eine Einigung/Nachbesserung mit der Holzfirma nicht möglich ist, an einen Ombudsmann (nicht verwechseln mit Oberbootsmann) der Handwerkskammer wenden.

Antwort
von Zitterbacke,

Ihr müßt ja nun mit der Arbeit der Holzfirma im letzten Jahr zufrieden gewesen sein , stimmts ? Ihr habt eine Abnahme der ausgeführten Arbeiten durchgeführt , oder ?? Das Werk eines Handwerkers ist immer dann frei von Sachmängeln, wenn es der beabsichtigen Verwendung angemessen ausgeführt wurde und eine Beschaffenheit hat, die Ausführungen einer ähnlichen Art auch aufweisen. Mit der Abnahme beginnt die Verjährung. Die ist ja bei euch noch nicht eingetreten . Ihr mußt nun nachweisen , ob es wirklich ein Mangel ist , der durch unsachgemäße Ausführung entstanden ist. Danach müßt ihr an die damals ausführende Firma heran treten und eine Mangelbeseitigung fordern.

Kurz oder lang . Eine Fachberatung ist wahrscheinlich unvermeidlich !!

Kommentar von elliellen ,

Hallo! Ja, natürlich waren wir damals "zufrieden", weil wir ja dachten, es sei von beiden Firmen alles ordnungsgemäss ausgeführt worden. Auf den ersten Blick konnte man es leider auch nicht sehen.

Kommentar von Zitterbacke ,

@Ellie.. , ich kann Holzhaus und Putz immer noch nicht einordnen . Innen oder außen ??? Meinst du den Innenputz ?

Antwort
von LittleArrow,

Entweder weißt Du, wessen Arbeit mängelbehaftet ist oder Du stellst beide Firmen zur Rede. Es könnte die Fensterbank zu kurz/lang u/o aus falschem Material sein u/o die Fugenversiegelung zwischen den Bauwerksmaterialien ist nicht fachgerecht (Material u. Ausführung). Fragwürdig bzw. erläuterungsbedürftig finde ich die Erwähnung von Putz am Holzbau.

Deine Beschreibung läßt sehr viele Vermutungen zu.

Aber eine echte Finanzfrage kann ich nicht erkennen.

Kommentar von elliellen ,

"Fragwürdig"- Den Putz habe ich nur im Rahmen der gesamten Beschreibung erwähnt, welche Firma also was genau gemacht hat.

Das Problem besteht für mich in erster Linie darin, dass eventuell beide Firmen mit schuldtragend sind. Da die Fensterbänke wohl zu kurz eingebaut wurden UND von der Malerfirma nicht genügend abgedichtet.

Meine Frage ist vor allem, sollte man beide Firmen sofort informieren?

Kommentar von Zitterbacke ,

@ellie... , ja solltet ihr !! Siehe Antwort mig112. Wenn dabei aber keine Schuldanerkenntnis der beteiligten Firmen heraus kommt , hilft euch nur fachlicher Beistand. Am besten ist dieser schon beim Ortstermin dabei .

Kommentar von LittleArrow ,

Ja, beide. Den Sachverständigen kannst Du immer noch rufen, wenn sie eine der Firmen sperrig anstellt.

Wegen Fragwürdigkeit von Putz: Zumindest mineralischer Putz oder Mörtel mit oder auf Holz können sich nicht verbinden und daher kann die Trennfuge ohne Versiegelung nicht dicht sein. Holz arbeitet insb. durch Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe.

Antwort
von Privatier59,

Der Wunsch durch Anfrage in einem Forum kostensparend zum Ergebnis zu kommen ist zwar nachvollziehbar, aber dennoch müßt Ihr Euch der Erkenntnis beugen, dass das keine Problemstellung die man per Ferndiagnose bearbeiten und beantworten kann.

Wie man vorgehen kann? Euch bleibt nicht erspart, die Ursache zu suchen und den der beiden Handwerker,dessen Gewerk mangelhaft war zur Nachbesserung aufzufordern. Einen Ansatzpunkt habt Ihr ja schon mal und zwar die nach Eurer Ansicht zu kurzen Fensterbänke. Offengestanden kann ich mir da aber nichts drunter vorstellen, insbesondere nicht, wieso die Länge der Fensterbank entscheidend für die Wasserdichte sein könnte, es kommt doch wohl eher auf die Abdichtung an. Man sieht: Es gibt noch viel für Euch zum Nachschauen und Prüfen.

Antwort
von mig112,

Ortstermin mit beiden Handwerkern und dem Geschädigten! Wobei ich persönlich denke, dass der Maler keinesfalls verantwortlich ist.

Was sonst...!?

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